Homöopathisch tätige Ärztinnen und Ärzte impfen

Michaele Geiger, 1. Vors. DZVhÄ„Die Covid-19 Impfung ist eine wichtige Maßnahme in der Pandemiebekämpfung und muss anhand der wissenschaftlichen Datenlage zum Einsatz kommen“, sagt Dr. med. Michaela Geiger, Hausärztin und 1. Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ). „Wichtig aber sind in einer Pandemie auch ein bewusster Lebensstil und dazu gehören: Homöopathische Konstitutionssmittel um den Organismus zu stärken, eine gesunde Ernährung, ein ausgewogener Schlaf-Wach-Rhythmus, gelüftete Räume, genügend Bewegung an der frischen Luft – und natürlich das Einhalten der AHA-Regeln.“

Homöopathisch tätige Ärztinnen und Ärzte stehen zu Wissenschaft und Impfung

Dr. Ulf RikerZunehmend wird aber eine Verbindung von Homöopathie-Nutzern oder Ärzten zu Impfverweigerern oder gar Querdenkern geschaffen. In der Wirtschaftswoche hieß es unlängst Corona und Wissenschaft: Stoppt endlich die Förderung der Homöopathie! oder im Spiegel wird kolportiert Schöner querdenken mit der AOK. Wer von seiner Krankenkasse Geld für Zuckerkugeln bekommt, glaubt womöglich auch, dass es keine Coronaimpfung braucht. Unterfüttert werden diese Geschichten mit einer Studie der OTH Regensburg, um der Homöopathie eine Mitschuld an der schleppenden Impfkampagne zu geben. „Wir haben uns diese Studie genau angesehen, unser Fazit: Sie ist an vielen Stellen nicht transparent, die Beschreibung der Methodik bleibt vage und Ergebnisse lassen sich nicht schlüssig nachvollziehen“, urteilt Dr. med. Ulf Riker, 2. Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ).

Die gängige Praxis sieht vor allem bei in der Primärversorgung tätigen homöopathischen Ärztinnen und Ärzte gänzlich anders aus. Im Donaukurier ist in diesen Tagen unter der Überschrift Auch Homöopathen rufen dringend zum Impfen auf ein Beitrag erschienen, in dem eine Ärztin und ein Arzt vorgestellt werden, die auch impfen. In der Badischen Zeitung wird über einen Kinderarzt berichtet, der Globuli verschreibt und trotzdem impft. „Homöopathisch tätige Ärztinnen und Ärzte stehen für Wissenschaft und appellieren an ihre Patientinnen und Patienten sich impfen zu lassen“, sagt Michaela Geiger. „Wer auch mit homöopathischen Arzneimittel behandelt, schaut über den Tellerrand der konventionellen Medizin hinaus, arbeitet integrativ-medizinisch, um so Patientinnen und Patienten stets die beste Therapieoptionen anbieten zu können.“

Homöopathisch tätige Ärzt*innen – die größtenteils Fachärzt*innen sind – beteiligen sich im ganzen Land an der Impfkampagne. Hier exemplarisch einige Stimmen:

Dr. med. Wolfgang Springer, München: „Die Covid-19 Impfung für Erwachsene und Jugendliche zu bewerben und die PatientInnen von der Dringlichkeit und der Notwendigkeit zu überzeugen, ist eine selbstverständliche Position aller homöopathischen ÄrztInnen, die ihre Kenntnisse und Fertigkeiten der Universitätsmedizin beherrschen und anwenden genauso wie jene der von ihnen aus guten Gründen, wo immer möglich, favorisierten homöopathischen Heilweise.“

 

Dr. med. Gisela Gieselmann, Heiligenhaus: „Ich impfe: weil der Nutzen der in Deutschland zugelassenen und empfohlenen Impfungen die Risiken der entsprechenden Krankheiten deutlich überwiegt. Weil wir uns nicht nur als Individuen, sondern immer auch als Teil einer solidarischen Gemeinschaft verstehen sollten. Weil sich eine Pandemie nicht nach unseren Wünschen oder Ängsten richtet, sondern ein Naturereignis ist – mit mathematisch genauer Vorhersagbarkeit.  Weil schon Samuel Hahnemann vor rund 200 Jahren die damalige Impfung gegen Kuhpocken befürwortete. Er wäre, wenn er heute noch lebte, sicherlich ein engagierter Befürworter der modernen Impfungen.“

 

Dr. med. Frank-Werner Kirstein, Berlin: „Die Impfung, die uns seit Anfang des Jahres 2021 zur Prävention schwerer und schwerste Verläufe mit dem Corona-19 Virus zur Verfügung steht, ist ein fester Bestandteil der präventiven Maßnahmen in meiner internistischen hausärztlich geführten Kassenpraxis in Berlin-Charlottenburg. Auch wenn sich die Impfung gegenüber den neuen Virusvarianten nicht als so erfolgreich und nachhaltig darstellt wie von der Ärzteschaft erwartet, ist angesichts der hohen täglichen Infektionszahlen in Deutschland ersichtlich, dass das Ziel intensivmedizinischer oder krankhauspflichtiger Erkrankungsverläufe und deren Nachwirkungen als Long-Corona und Post-Corona reduziert wird.“

Dr. med. Dominik Müller, Eichstätt„Ich impfe, weil ich weiß, dass Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen ist.“

 

 

Dr. Ulf Riker

Dr. med. Ulf Riker, München: „Ich unterstütze die Covid-19-Impfkampagne ohne Wenn und Aber, weil schwere, intensivpflichtige Verläufe, Komplikationen im Sinne von Post-Corona-Syndrom oder Tod keine ernsthaft zu diskutierenden Alternativen sein können.“

Friederike Kollewijn, Berlin: „Da ich glaube, dass wir ohne Impfungen nicht aus der Pandemie herauskommen, impfe ich seitdem die Impfstoffe vorhanden sind in meiner Praxis für Allgemeinmedizin gegen COVID- 19. Bislang habe ich keine auffälligen Impfnebenwirkungen erlebt.“

 

 

 

Bereits im Frühjahr hat sich der DZVhÄ zu Homöopathie und Covid-19 geäußert: Die Sicherheit der Patientinnen und Patienten steht für uns Ärztinnen und Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie im Mittelpunkt des Handelns. Hierin unterscheiden wir uns nicht im Geringsten von unseren ärztlichen Kolleginnen und Kollegen anderer Fachrichtungen. Wir bieten jedoch an Covid-19 erkrankten Patient*innen – wenn dies gewünscht wird und medizinisch sinnvoll erscheint – auch eine therapeutische Begleitung mit homöopathischen Arzneien an.

Kennen Sie den DZVhÄ-Standpunkt Homöopathie und Covid-19?

2021-12-08T10:41:25+01:00

Antibiotika einsparen!

Am 18. November findet alljährlich der Europäische Antibiotikatag statt. Er ist eine europäische Initiative und soll das Bewusstsein für die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch Antibiotikaresistenzen schärfen und über die umsichtige Anwendung von Antibiotika informieren. Allein in Deutschland erkranken 400.000 bis 600.000 Patienten pro Jahr an Krankenhausinfektionen. Zunehmend werden durch multiresistente Erreger verursachte Infektionen auch ambulant erworben. Infektionen durch resistente Bakterien sind immer schwieriger zu therapieren, für die Betroffenen verlängert sich dadurch die Behandlungsdauer und auch die Risiken von Nebenwirkungen – bis zu 33.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen. Die Hauptursache für die Zunahme von Antibiotika-Resistenzen sind die unsachgemäße Verordnung und Anwendung von Antibiotika in der klinischen Versorgung sowie Mängel in der Hygiene. Der sachgerechten Verordnung von Antibiotika durch Ärztinnen und Ärzte oder Tierärztinnen und Tierärzte kommt daher eine entscheidende Rolle zu.

Beispiel, wie in einer homöopathisch ausgerichteten Hausarztpraxis der Einsatz von Antibiotika reduziert werden kann

Dr. Annette Schuricht ist Fachärztin für Allgemeinmedizin mit Zusatzbezeichnung Homöopathie. Sie ist gemeinsam mit einer weiteren homöopathisch therapierenden Allgemeinmedizinerin in Berlin-Zehlendorf niedergelassen. „Ich mache die Erfahrung, dass in einer hausärztlichen Praxis relativ selten Antibiotika zwingend notwendig sind“, sagt Dr. Schuricht. „Es gibt inzwischen genügend Studien, die belegen, dass etwa bei einer Mittelohrentzündung, einer unkomplizierten Blasenentzündung, einer viralen Bronchitis oder Sinusitis zunächst nur symptomatisch behandelt werden kann und erst bei ausbleibender Besserung gegebenenfalls ein Antibiotikum notwendig wird.“ In diesen Fällen ist es natürlich umso besser, wenn man eine Therapie wie die Homöopathie in der Hand hat, mit der nicht nur die Symptome gelindert, sondern mit Hilfe des passenden homöopathischen Mittels die Selbstheilungskräfte des Körpers so angeregt werden, dass das Antibiotikum in den meisten Fällen tatsächlich vermieden wird.

„In unsere auf Homöopathie spezialisierte Arztpraxis kommen häufig Patienten, die auf  konventionelle Medikamente, oft sind es Schmerzmittel, Psychopharmaka oder eben Antibiotika,  sehr empfindlich reagieren und ´jede Nebenwirkung mitnehmen`“, erzählt Annette Schuricht. Oft sprechen gerade diese Patientinnen und Patienten besonders gut auf homöopathische Arzneien an und sie sind dankbar, dass ihnen auf diese Weise geholfen werden kann.

„Natürlich behandle ich eine bakterielle Pneumonie auch mit Antibiotika“, stellt Allgemeinmedizinerin Schuricht fest. Es geht aber auch mal anders, wenn die Umstände es erfordern: Es ist der Fall einer 88-jährigen Patientin, die an einer rechtsseitigen Lungenentzündung erkrankt ist. Die Patientin ist dement, seit Jahren bettlägerig und die Angehörigen haben entschieden, keine lebensverlängernden Maßnahmen und keine Krankenhauseinweisung mehr veranlassen zu wollen. Das Schlucken von Tabletten ist kaum mehr möglich. „Deshalb haben wir ihr Lycopodium C200 in Wasser gelöst gegeben“, berichtet Schuricht von diesem besonderen Fall. Das Ergebnis: Innerhalb von zwei Tagen sank das Fieber, und die Patientin erholte sich vollständig von der Pneumonie.

Dr. med. Michaela Geiger, 1. Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) und auch als Hausärztin niedergelassen bestätigt die Erfahrungen von Dr. Schuricht. „Mit Homöopathie lassen sich Medikamente wie z.B. Antibiotika, Schmerzmittel oder Psychopharmaka einsparen und damit auch Nebenwirkungen reduzieren“, sagt Dr. Geiger in ihrem Video-Statement zum Europäischen Antibiotikatag.

Lesen Sie auch den DZVhÄ Standpunkt: Homöopathie und Antibiotika-Resistenzen.

2021-11-17T20:53:18+01:00

DZVhÄ startet Video- und Podcast-Reihe

Der DZVhÄ hat eine Video- und eine Podcast-Reihe begonnen. Mit zunächst je fünf Folgen greift der Verband nun wichtige Themen aus der Homöopathie mit neuen Medien auf. Gestartet wurde mit dem Thema Vielfalt in der Medizin. Sowohl im ersten Podcast als auch im Video erläutern Dr. med. Michaela Geiger und Dr. med. Ulf Riker, Vorstände des DZVhÄ, gemeinsam, warum Pluralismus und Therapiefreiheit wichtige Werte in der Medizin sind – für Ärzt*innen und Patient*innen gleichermaßen. Sie richten sich mit ihren Botschaften primär an Gesundheitspoliker*innen und Journalist*innen. Kernaussagen sind:

  • Gesundheit ist unser höchstes Gut! Homöopathie ist eine bewährte und effektive medikamentöse Therapie, Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen.
  • Dass Homöopathie wirkt, ist auch durch Ergebnisse der Grundlagen-, der Klinischen- und der Versorgungsforschung belegt.
  • Mit Homöopathie lassen sich Medikamente wie z.B. Antibiotika, Schmerzmittel oder Psychopharmaka einsparen und damit auch Nebenwirkungen reduzieren.
  • Homöopathie ergänzt die Möglichkeiten der konventionellen Medizin. Damit ist Homöopathie wesentlicher Bestandteil einer integrativen Medizi.
  • Es gibt in unserer Zeit genügend Tendenzen der Spaltung, die Politik sollte nicht zulassen, dass gerade im Falle von Krankheit und Leiden Menschen und Methoden wie die Homöopathie ausgegrenzt werden.

Über die Vielfalt in der Medizin – Video

Über die Vielfalt in der Medizin – Podcast

Zwei Video-Statements des DZVhÄ-Vorstands

Ausgekoppelt wurden aus dem ersten Video zwei Statements. Dr. Riker wirbt am 16. November, dem UNESCO-Tag für Toleranz, für mehr Toleranz und Respekt und warnt vor einer weiteren Spaltung der Gesellschaft. Er sagt:

„In einer offenen Gesellschaft sind Toleranz und gegenseitiger Respekt wichtig. Es gibt in unserer Zeit genügend Tendenzen der Spaltung, die Politik sollte nicht zulassen, dass gerade im Falle von Krankheit und Leiden Menschen und Methoden wie die Homöopathie ausgegrenzt werden.“

Dr. Michaela Geiger wirbt in ihrem Statement am europäischen Antibiotika-Tag, der am 18. November statt findet, für einem kritischeren Antibiotika-Umgang. Dr. Geiger:

„Mit Homöopathie lassen sich Medikamente wie z.B. Antibiotika, Schmerzmittel oder Psychopharmaka einsparen und damit auch Nebenwirkungen reduzieren.“

Lesen Sie hier auch den DZVhÄ Standpunkt: Homöopathie und Antibiotika-Resistenzen

2021-12-20T13:39:11+01:00

Prof. Eckhart G. Hahn zur Integrativen Medizin

Professor Dr. Eckhart G. Hahn ist Internist und Ordinarius für Innere Medin a. D. und arbeitet an einem neuen theoretischen Rahmen für Gesundheit und Krankheit, einer evidenz-basierten integrativen Gesundheitsversorgung und an der Qualität der ärztlichen Weiterbildung. Er war Gründungsdekan der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg 2011-2013, Dekan der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke 2009-2011, Vorsitzender der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) 2003-2011, Schriftleiter der GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2003-2012 und Vorsitzender der Landesgesundheitsrats Bayern (2003-2007).
….

Wie definieren Sie Integrative Medizin?

Integrative Medizin und Gesundheit ist die Praxis der Medizin, die die Bedeutung der Beziehung zwischen Ärztin/Arzt und Patientin/Patienten betont, sich auf die ganze Person fokussiert, sich auf Evidenz stützt und alle angemessenen Möglichkeiten für Therapie und Lebensweise, von Gesundheitsberufen und -disziplinen nutzt, um optimale Gesundheit und Heilung zu erreichen.
……

Gab es eine Situation, die Ihr Interesse an Integrativer Medizin ausgelöst hat?

Ja, eine Patientenkonferenz zum Thema „Reizdarm-Syndrom“ mit langjährigem Verlauf und speziellen Lebensumständen und Werten des Patienten, der nur ein gemeinsames therapeutisches Angebot aus herkömmlicher Medizin, Homöopathie und Akupunktur akzeptieren wollte. Dies wurde von den anwesenden Spezialisten gemeinsam erarbeitet, ganz analog zu einer Tumorkonferenz. Entscheidend dabei war ein unvoreingenommenes Verständnis der Therapeuten untereinander, und die Befragung des Patienten zu seinen Präferenzen.
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Warum haben Sie das Dialogforum Pluralismus in der Medizin mit dem Schwerpunkt Integrative Medizin und Gesundheit mitgegründet?

Es gab damals wenig bis keinen Austausch zwischen den herkömmlichen und den besonderen Therapierichtungen – man verstand sich nicht. Der kritische Dialog in einer pluralen Gesellschaft mit verschiedenen Menschenbildern und Vorstellungen über die Welt war aus meiner Sicht für eine Versorgung von Patienten mit komplexen Störungen der Gesundheit dringend erforderlich. Forschung und Lehre war überwiegend in naturwissenschaftlich-technischer Hinsicht akzeptiert. In Patientenbefragungen wurde ein tiefes Unbehagen darüber erkannt, und das Dialogforum Pluralismus in der Medizin sollte diese Unbehagen aufnehmen und neue Formen der Gesundheitsversorgung entwickeln – eben die Integrative Medizin und Gesundheit.
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Warum brauchen wir überhaupt Integrative Medizin?

Nur mit diesem Verfahren werden wir als Ärztinnen und Ärzte die Akzeptanz der kranken Menschen für einen auf sie abgestimmten umfassenden Heilungsprozess gewinnen und erhalten. So wenig wie der individuelle Mensch in Bruchstücke geteilt werden darf, so wenig kann die Gesundheitsversorgung in vereinzelte Maßnahmen zerfallen. Die Integrative Medizin verhindert das und gibt den Rahmen für ein gemeinsames, auf den Patienten gerichtetes ärztliches Handeln.
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Wie sehen das rein konventionell arbeitende Mediziner?

Sie sehen das kritisch und häufig ablehnend. Sie wurden weder in der ärztlichen Ausbildung noch in der Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt auf eine Integrative Medizin und Gesundheit vorbereitet, ebenso wenig wie auf die Praxis der Evidenzbasierten Medizin und interprofessionelle Zusammenarbeit. Die gesetzlichen Regeln unseres Gesundheitssystems und die Normen von Lehre und Forschung an der meisten Medizinischen Fakultäten fördern zusätzlich die Unfähigkeit zur Integrativen Medizin.
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Welche Methoden gehören für Sie unter das Dach der Integrativen Medizin?

Die herkömmliche (konventionelle) Medizin, die klassischen Naturheilverfahren, die Phytotherapie, die Homöopathie, die Anthroposophische Medizin und die traditionelle chinesische Medizin. Traditionelle ganzheitliche medizinische Systeme aus verschiedenen Kulturkreisen (z. B. Ayurveda, Unani) dann, wenn sie für die Patientinnen und Patienten eine Bedeutung haben. Gelegentlich wird unter traditioneller Medizin die in Kulturen verwurzelte Volksmedizin verstanden, die Menschen aus diesen Kulturkreisen gewöhnt sind (Schamanen, rituelle Medizin). Daraus folgt, dass die Integrative Medizin und Gesundheit in verschiedenen Kulturkreisen/Kontinenten Unterschiede haben muss. Die Abgrenzung von Scharlatanerie und Beliebigkeit ergibt sich aus einer Kombination von wissenschaftlicher Evidenz, der Verfügbarkeit therapeutischer Expertise und den Werten der Patientinnen und Patienten.
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Die Homöopathie wird nicht immer zur IM gezählt. Gibt es innerhalb der IM auch einen Meinungsstreit?

Die ärztliche Homöopathie in Deutschland muss schon deshalb zur Integrativen Medizin und Gesundheit zählen, weil 60 % der Bevölkerung in Deutschland diese aufsuchen, weil es Evidenz für die Wirksamkeit gibt und weil sie von Patientinnen und Patienten und von erfahrenen Therapeuten als angemessen (u.a. nebenwirkungsarm) bewertet wird (s. Definition unter 2.)
……

Wie setzen Sie die Maßstäbe der EbM an IM an? Oder anders gefragt: ist IM EbM?

Auch dies ergibt sich aus der Definition: es handelt sich in Analogie zur EbM um eine evidenzbasierte Integrative Medizin und Gesundheit (EbIMG). Dabei ist zu beachten, dass für die Praxis der EbM nach David Sackett außer der externen Evidenz die Expertise des/der Therapeuten und die Lebensumstände und Werte der Patientin oder des Patienten zu berücksichtigen sind. Auch die sogenannte P4-Medizin (Predictiv, Präventiv, Personalisiert, Partizipativ) lässt sich nur mit der Integrativen Medizin und Gesundheit verwirklichen. Wie in der herkömmlichen Medizin ist die externe Evidenz häufig schwach oder nicht verfügbar, was von der naturwissenschaftlich-technischen Medizin gerne übergangen wird.
……

Sie haben 2018 den Beitrag Homöopathie und intellektuelle Redlichkeit – eine Stellungnahme mit verfasst – was war Ihr Anliegen?

Mich hat es Arzt und Wissenschaftler betroffen gemacht und gestört, dass die Gegner der Homöopathie Maßstäbe an die Homöopathie legen, die ihnen bei der Selbstkritik abhandenkommen. Sie fühlen sich dadurch offensichtlich der Wahrheit nicht verpflichtet: Wahrheitssuche ist aber der Kern der intellektuellen Redlichkeit in Patientenversorgung, Lehre, Forschung und Wissenschaft. Anlass war das „Münsteraner Memorandum Homöopathie“ zur Abschaffung der Zusatz-Weiterbildung Homöopathie, dass nach dem „Marburger Erklärung zur Homöopathie“ von 1992 erneut mit wissenschaftlichen Fehlinformationen genau diese intellektuelle Redlichkeit vermissen lässt. Eigene Denkweisen werden jedoch gefördert. Dem Staat ist aber nach Art. 5 (3) GG kein Wissenschafts-Richter im Sinne der Parteiergreifung für eine bestimmte grundsätzliche Denkweise. Dies entspricht der historischen Erfahrung, dass Monopolisierung einer einzigen Denkweise mit der Ausbildung totalitärer Denkstrukturen einhergeht.
……

Wie empfinden Sie die derzeitige gesellschaftliche Diskussion um die Homöopathie?

Eine gesellschaftliche Diskussion um die Homöopathie findet leider nicht statt. Im Zusammenhang mit der Herausnahme der Zusatz-Weiterbildung Homöopathie ist allerdings die BLÄK vom Gesetzgeber nach Art. 2 (5) verpflichtet, Änderungen der WO, die die Ausübung des ärztlichen Berufs (auch zukünftiger Generationen) beschränken, einer Verhältnismäßigkeitsprüfung nach den Kriterien des Art. 7 der Richtlinie (EU) 2018/958 zu unterziehen und für Stellungnahmen auf ihren Internetseiten zu veröffentlichen. Dies geschah in einer Weise, die Stellungnahmen oder eine öffentliche Diskussion unmöglich machte. Die Diskussion innerhalb der BLÄK, der Delegiertenversammlung und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege als Rechtsaufsicht vermittelt den Eindruck, dass Patienteninteressen keine Rolle spielen und eine öffentliche Diskussion gezielt verhindert werden soll. Damit wird aber auch die Entwicklung der Integrativen Medizin und Gesundheit stark behindert, obwohl der Landesgesundheitsrat Bayern und das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (!) dies in Resolutionen gefordert haben.

Das Gespräch mit Professor Dr. Hahn führte Christoph Trapp.

2021-11-01T14:56:10+01:00

AHZ 5/2021

Thema: Kopfschmerz und Migräne

Aus dem Editorial:
Die Auswirkungen der Coronapandemie auf Kinder- und Jugendliche werden nach und nach untersucht und schlagen sich bereits in verschiedenen Diagnosen nieder: Das Schlagwort „Long COVID“ wird beispielsweise präzisiert mit „Post-COVID-19-Zustand“, „PASC“ (Post-acute Sequelae of COVID) oder auch „Post-COVID-CFS“ – Letzteres stellt womöglich eine Sonderform des postinfektiösen ChronischenFatigue-Syndroms (CFS) dar, dessen Auftreten auch nach anderen Virusinfektionen(z. B. EBV, Influenza) beschrieben ist.

Das gesamte Editorial von Christian Lucae finden Sie hier.

Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 04/2021.

Hier finden Sie die aktuellen Vereinsmitteilungen des DZVhÄ.

Viel Spaß bei der Lektüre dieser AHZ Ausgabe.

2021-10-19T19:08:48+02:00

DZVhÄ-Kommentar: Vom Homöopath zum Terrorist


Der  bayerische HNO-Arzt Dr. Lübbers ist bekennender Homöopathie-Gegner, seit er einem kleinen Kind Globuli aus einem entzündeten Gehörgang bergen musste. Inzwischen ist er auch Sprecher des „Informationsnetzwerks Homöopathie“, und in dieser Funktion hat er in Ausgabe 9/21 des Bayerischen Ärzteblattes den „Contra“-Part zum Thema Erhalt der Zusatzbezeichnung Homöopathie verfasst. Das INH ist die Lobby-Gruppe der Anti-Homöopathie-Kampagne. Ein aktueller Eintrag von ihm auf Twitter macht deutlich, dass es mitnichten darum geht, über Homöopathie „sachgerecht“ zu informieren und „aufzuklären“, wie es im Internetauftritt des Netzwerkes heißt und von den Protagonisten immer wieder gerne dargestellt wird.

Tweet Lübbers am 23.9. 15.21 Uhr:

„Homöopathie ist eine Einstiegsdroge in die Unwissenschaftlichkeit. Ablehnung der Wissenschaft ist eine Einstiegsdroge in das Querdenkertum. Querdenkertum ist eine Einstiegsdroge in den Terrorismus. Ehrliche Aufklärung kostet Wählerstimmen. Falsche Toleranz kostet Menschenleben.“

 

Kollege Lübbers betätigt sich hier als „Drogenspezialist“ und generiert eine vermeintliche Kausalkette, an deren Ende man implizit zu dem Schluss geführt wird, Homöopathie koste Menschenleben. Dabei ist die Verknüpfung der Teilaussagen in höchstem Maße manipulativ und polemisch, erfüllt also nicht den eigenen Anspruch einer „sachgerechten Aufklärung“, sondern ist schlicht pseudointellektuelle Pöbelei.

Denn:

  • Homöopathie wird wissenschaftlich begleitet und analysiert, was zuletzt auch zur Aufnahme in eine S3-Leitlinie geführt hat (1). Ohne Zweifel braucht Homöopathie aber noch wesentlich mehr Forschung und nicht weniger, wie die meisten Homöopathie-Gegner fordern
  • Der DZVhÄ hat sich wiederholt sehr klar und eindeutig von Coronaleugnern, Impfgegnern oder Querdenkern abgegrenzt. (2) Das nicht wahrzunehmen macht deutlich, dass sich Herr Lübbers ausschließlich in seiner eigenen Homöopathie-feindlichen Blase bewegt und offenkundig keine Bereitschaft zeigt, sich mit den tatsächlichen Fakten auseinander zu setzen.
  • Die dritte Schlussfolgerung in der vermeintlichen Kausalkette ist schlicht infam, unkollegial und ehrenrührig. Zudem werden zahllose Patientinnen und Patienten zu Opfern des homöopathie-immanenten „Terrorismus“ abgestempelt. Das ist sowohl menschlich wie ärztlich unwürdig.
  • Dass ehrliche Aufklärung – in der Politik und besonders zu Wahlzeiten – Wählerstimmen kosten kann ist womöglich die einzige Wahrheit, die der Tweet des Kollegen Lübbers enthält. Dass „falsche Toleranz“ – gemeint ist vermutlich das Akzeptieren der Homöopathie als eine weltweit und seit 200 Jahren bewährte, gewünschte und vor Allem erfolgreiche Therapieform – dass also diese Toleranz Menschenleben kostet ist nicht nur absurd, sondern entbehrt jeder sachlichen Grundlage. Gerade in ärztlicher Hand, also unter Beibehaltung der Zusatzweiterbildung Homöopathie in der Weiterbildungsordnung ist Homöopathie für Patientinnen und Patienten besonders sicher, weil vor Allem Ärztinnen und Ärzte auf Grund ihrer akademisch-fachlichen Qualifikation in der Lage sind, die Möglichkeiten und Grenzen der Homöopathie in einem integrativen therapeutischen Gesamtkonzept zu erkennen und abzuwägen.

Der Tweet von Kollegen Lübbers zeigt im Übrigen, dass ihm und den Gegnern der Homöopathie kein noch so absurdes oder perfides Mittel zu billig ist, um ihre pseudo-skeptische Agenda auf Teufel komm raus durchzudrücken. Mit ärztlicher Kollegialität oder Respekt vor den Erfahrungen Anderer (Patienten oder Kollegen!) hat das definitiv nichts zu tun! Erschreckend, dass dieser Tweez fast 10.000 Mal geliked wird.

Die demokratisch gewählten und geschätzten bayerischen Kolleginnen und Kollegen, die als Delegierte des kommenden Bayerischen Ärztetages über den Erhalt der Zusatzweiterbildung Homöopathie abstimmen werden sollten sich nach diesem Tweet sehr gründlich überlegen, ob sie sich vor den Karren einer Kampagne spannen lassen oder ob sie mit Respekt und Achtung ihren eigenen Kolleginnen und Kollegen vertrauen und deren Wissen und Erfahrung wertschätzen.

Quellen:

  1. Die Ergebnisse bisheriger Ergebnisse aus Grundlagen- und Versorgungsforschung sowie aus klinischen wissenschaftlichen Studien lassen sich jederzeit nachvollziehen unter wisshom.de oder www.hri-research.org. Die S3-Leitlinie findet sich bei www.leitlinienprogramm-onkologie.de
  2. Auf der Seite des DZVhÄ finden sich kommentierende Erklärungen als Blog-Beiträge. Diese kennzeichnen die grundsätzliche Position des DZVhÄ-Vorstandes (siehe Juni 21: „Corona-Leugner Beitrag von Frontal 21“ und Juli 21: „ DZVhÄ zu Spaltungen in Corona-Zeiten“)
2021-10-26T11:15:46+02:00

Themendienst: Zusatzbezeichnung Homöopathie

Mit einem Themendienst bietet der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) jetzt Hintergründe über die Diskussion um die ärztliche Weiterbildung Homöopathie. Der Deutsche Ärztetag 2018 hatte sich deutlich für eine neue Musterweiterbildungsordnung mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie ausgesprochen. Doch bei der Umsetzung in den insgesamt 17 Landesärztekammern blieb die Homöopathie zum Teil auf der Strecke. Nun stehen im September und Oktober 21 noch die Entscheidungen in Berlin und Bayern an.

 

Die Themen:

  • Erst beschlossen und dann abgeschafft? Zur Lage der ärztlichen Weiterbildung Homöopathie
  • Interview mit Dr. med. Alexandra Schulze-Rohr, DZVhÄ Vorstand Weiterbildung
  • Hintergründe: Die Anti-Homöopathie-Kampagne und der Brief des Münsteraner Kreises an den Deutschen Ärztetag 2018
  • Die Ausbildung eines homöopathisch tätigen Arztes / Ärztin
  • Ärzt*innen berichten, warum sie Homöopathie anwenden
  • Patienten berichten, warum sie Homöopathie in Anspruch nehmen / Bertelsmann Gesundheitsmonitor
  • Zusammengefasst: 9 Gründe zum Erhalt der Zusatzbezeichnung
  • Die AWMF fordert mehr Aus- und Weiterbildung in Komplementärmedizin
  • Daten & Fakten zur Homöopathie
  • Ausblick: Integrative Listen kandidieren für die Delegiertenversammlungen von Ärztekammer

Direkt zum Themendienst.

2021-10-15T17:57:28+02:00

Homöopathie in der Geburtshilfe

CURRICULUM für „Homöopathie Zertifikat Geburtshilfe (DZVhÄ)“

Homöopathie in der Geburtshilfe  für Hebammen und ärztliche Geburtshelfer*Innen

In Zusammenarbeit mit Vertreterinnen des Deutschen Hebammenverbandes hat der DZVhÄ im August 2021 das Curriculum über einen Ausbildungsumfang von 100 Stunden entwickelt. Teilnehmer*Innen, die eine solche Ausbildung absolviert haben, können sich vom DZVhÄ auf Antrag mit dem „Homöopathie-Zertifikat Geburtshilfe (DZVhÄ)“ zertifizieren lassen. Das Zertifikat kann auch von Personen beantragt werden, die bereits in der Vergangenheit dem Curriculum in Inhalt und Umfang entsprechende Kurse besucht haben.

Der DZVhÄ bedankt sich bei Dr. med. Anne HeihoffKlose sowie bei Grit KretschmarZimmer vom Deutschen Hebammenverband für die fachliche Unterstützung bei der Entwicklung dieses Curriculums.

  • Das Curriculum  „Homöopathie in der Geburtshilfe für Hebammen und ärztliche Geburtshelfer*innen“ und
  • den Antrag auf Verleihung des „Homöopathie-Zertifikats Geburtshilfe (DZVhÄ)“

finden Sie hier.

2021-08-26T09:21:12+02:00

Online-Workshop Homöopathie für Studierende

Die Förderung des Nachwuchses ist für den DZVhÄ ein besonderes Anliegen, denn sie ist die Grundlage für die Zukunft der ärztlichen Homöopathie.

Als Berufsverband homöopathischer Ärzte ist es uns ein zentrales Anliegen, Studierende an den Universitäten zu erreichen und sie für die Homöopathie zu interessieren. Auf unserer Website „Angebote für Studierende“ lesen Sie, wie der DZVhÄ Studierende unterstützt. Wir möchten Sie bitten, diese Infos sowie die Einladung des DZVhÄ zu unserem geplanten Online-Workshop Homöopathie für Studierende (s.u.) an alle Multiplikatoren und interessierte Studierende der Human-, Tier- und Zahnmedizin sowie der Pharmazie weiterzuleiten.

Vielen Dank!

 

Online-Workshop Homöopathie für Studierende

von Freitag, den 19.11 (15:00 Uhr) – Sonntag, den 21.11.2021 (13:00 Uhr)

Thema: Grundlagen der Homöopathie und ihre kritische Beleuchtung

Referentinnen:
Dr. med. Sigrid Kruse, Dr. med. Alexandra Schulze-Rohr, Dr. med. Anna Gerstenhöfer, Dr. med. Katharina Gärtner,
Dr. med. vet. Karoline Kretzdorn

Weitere Infos zum Programm (pdf) finden Sie hier.

Anmelden können Sie sich mit folgendem Link
https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZYtf-qvrzspHdV_XB2Q93c22J1owIWQT1kI.

2021-09-06T13:22:50+02:00

Fortbildung Rezidivierende Harnwegs­infektionen

Update zu Diagnostik und Prävention

DOI: https://doi.org/10.4414/phc-d.2021.10291
Veröffentlichung: 04.08.2021
Prim Hosp Care Allg Inn Med. 2021;21(08):257-263, (Peer reviewed Artikel)

Primary and Hospital Care (PHC) ist eine Fachzeitschrift für Allgemeine Innere Medizin in Hausarztpraxis und Spital in der Schweiz und gleichzeitig auch das offizielle Organ der schweizerischen Fachgesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM). Alle Beiträge der Zeitschrift werden durch die wissenschaftliche Redaktion des PHC geprüft; die meisten Fachartikel werden zudem externen Gutachtern vorgelegt (Peer reviewing). Damit leistet die Zeitschrift PHC einen wesentlichen Beitrag zur Aus-, Weiter- und Fortbildung für Ärzte in der Schweiz.

Da die Artikel der Fachzeitschrift PHC kostenfrei online zur Verfügung stehen (z.B. aktuelle Ausgabe 2021/08 und ältere Ausgaben im Archiv) können die interessanten Artikel auch in Deutschland bequem und kostenfrei gelesen werden. Exemplarisch möchten wir Ihnen den Artikel „Rezidivierende Harnwegsinfektionen“aus der aktuellen Ausgabe 2021/08 ans Herz legen.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre dieses und vielleicht auch weiterer Artikel der Zeitschrift Primary and Hospital Care (PHC).

Auszug aus der Publikation …
Zusammenfassung
Harnwegsinfektionen (HWI) gelten als häufig und oft rezidivierend, und Antibiotika gelten als nötig, um eine Pyelonephritis zu verhindern und den verursachenden Keim aus dem Perineum zu eradizieren. Wir möchten eine Neubeurteilung dieser Konzepte anregen. Urinkulturen sollen nur zurückhaltend gemacht werden; Dysurie kann neben HWI auch andere Ursachen haben; die Zystitis ist >100-mal häufiger als die Pyelonephritis, und auch die rezidivierende Zystitis soll meist primär antibiotikafrei behandelt werden. Viele Patientinnen (meist sind es Frauen) haben Interesse an nicht-antibiotischen, Mikrobiom-schonenden Präventions­methoden.

HWI-Vorbeugung
Gute Medizin beginnt immer mit einer guten Beziehung zwischen Arzt/Ärztin und Patientin: essentiell sind geduldiges Zuhören, Sorgen ernstnehmen, psychosoziale Faktoren einbeziehen (Stress am Arbeitsplatz, in der Beziehung, Ängste, die Dysurie auslösen). Die HWI-Präventionsmassnahmen sollen ausführlich und anschaulich besprochen werden. Nicht-medikamentöse Methoden sollen je nach Patientin großzügig eingesetzt werden: Meditation, Entspannungsübungen, Stressreduktion, Sport, Hitze- und Kältebehandlung und Physiotherapie.

Lesen Sie den gesamten Artikel hier

2021-08-26T09:03:41+02:00
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