Mahnwache Leipzig

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Wöchentliche Mahnwache in Leipzig

Für Homöopathie in der GKV!
Für Therapievielfalt und Therapiefreiheit!

jeden Montag | 18:00 Uhr (nach dem Friedensgebet um 17:00 Uhr) | Nikolaikirche | Leipzig | Download Plakate & Handzettel

Aufruf an Ärztinnen und Ärzten, Patientinnen & Patienten – kommt zur wöchentlichen Mahnwache!

CDU/CSU und SPD möchten Homöopathie und Anthroposophische Medizin als Kassenleistung streichen. Dagegen wehren wir uns gemeinsam, denn wir sind Teil der Lösung, nicht das Problem!

  • Akzeptanz in Bevölkerung: Homöopathie wird in Deutschland von über 30 Millionen Menschen in unterschiedlichsten medizinischen Situationen genutzt
  • Streichen führt zu Mehrkosten: Die Kosten machen nur 0,03 % der gesamten GKV-Ausgaben aus. Eine Streichung spart kein Geld, sondern verschiebt die Kosten in teurere, konventionelle Behandlungen.
  • Versorgungsforschung zeigt den Nutzen: Laut der französischen EPI3-Studie werden in homöopathischen Praxen bei gleichem Therapieerfolg rund 50 % weniger Antibiotika, Schmerzmittel und Psychopharmaka verordnet. Zudem berichten bis zu 87 % der Nutzer von positiven Effekten.
  • Wissenschaft zeigt belegte Wirksamkeit: Ein Review von sechs Metaanalysen (2023) zeigt signifikante Effekte gegenüber Placebos. Zudem ist die Homöopathie seit 2021 offizieller Bestandteil der medizinischen S3-Leitlinie Komplementärmedizin für Krebspatienten.

Fazit: Homöopathie zu streichen, ist therapeutisch, wirtschaftlich und wissenschaftlich unbegründet, da die Homöopathie das Gesundheitssystem kosteneffizient entlastet.

Kommt in weißen Kitteln, kommt mit Plakaten und macht die Mahnwache jetzt bekannt: Download Plakate & Handzettel

Download Plakate & Flugblätter

Hier können Sie Plakate und Flugblätter für Praxen, Bio-Läden, Kitas & viele andere Orten herunterladen, ausdrucken und aushängen – oder digital verbreiten:

2026-06-30T15:35:12+02:00

Demo München

Demo München
Demo München

Demo in München

Für Homöopathie in der GKV!
Für Therapievielfalt und Therapiefreiheit!

Samstag, 20. Juni 2026 | 15:00-17:00 Uhr | Rotkreuzplatz | München | Download Plakate & Handzettel

Aufruf an Ärztinnen und Ärzten, Patientinnen & Patienten – kommt zur Demo!

CDU/CSU und SPD möchten Homöopathie und Anthroposophische Medizin als Kassenleistung streichen. Dagegen wehren wir uns gemeinsam, denn wir sind Teil der Lösung, nicht das Problem!

  • Akzeptanz in Bevölkerung: Homöopathie wird in Deutschland von über 30 Millionen Menschen in unterschiedlichsten medizinischen Situationen genutzt.
  • Streichen führt zu Mehrkosten: Die Kosten machen nur 0,03 % der gesamten GKV-Ausgaben aus. Daher spart eine Streichung kein Geld, sondern verschiebt die Kosten in teurere, konventionelle Behandlungen.
  • Versorgungsforschung zeigt den Nutzen: Laut der französischen EPI3-Studie werden in homöopathischen Praxen bei gleichem Therapieerfolg rund 50 % weniger Antibiotika, Schmerzmittel und Psychopharmaka verordnet. Zudem berichten bis zu 87 % der Nutzer von positiven Effekten.
  • Wissenschaft zeigt belegte Wirksamkeit: Ein Review von sechs Metaanalysen (2023) zeigt signifikante Effekte gegenüber Placebos. Außerdem ist die Homöopathie seit 2021 offizieller Bestandteil der medizinischen S3-Leitlinie Komplementärmedizin für Krebspatienten.

Fazit: Homöopathie zu streichen, ist therapeutisch, wirtschaftlich und wissenschaftlich unbegründet, da die Homöopathie das Gesundheitssystem kosteneffizient entlastet.

Es werden sprechen

  • Thomas Goppel (CSU, ehem. Bayerischer Wissenschaftsminister)
  • Renate Grötsch, Allgemeinärztin
  • und weitere

Kommt in weißen Kitteln, kommt mit Plakaten und macht die Demo jetzt bekannt: Download Plakate & Handzettel

Diese Veranstaltung wird organisiert vom Landesverband Bayern des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ).

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2026-06-16T09:31:16+02:00

AHZ 1/2025 DZVhÄ-Kongress Lindau 2024

Die Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ) ist die Mitgliederzeitschrift des DZVhÄ. In der ersten Ausgabe 2025 steht das Thema „DZVhÄ-Kongress Lindau 2024“ im Mittelpunkt. Lesen Sie das Editorial und die Vereinsmitteilung in voller Länge und stöbern Sie im Inhaltsverzeichnis. Mitglieder erhalten die komplette Print-Ausgabe automatisch im Rahmen ihrer Mitgliedschaft.

Editorial: DZVhÄ-Kongress Lindau, Mai 2024

von Bernhard Zauner und Holger Malchow

Homöopathiekongresse: Bereicherung für die Praxis

Homöopathiekongresse wie der Dreiländerkongress im Mai 2024 in Lindau sowie der LIGA-Kongress im Oktober 2024 in Sevilla sind auch für die eigene homöopathische Praxis eine große Bereicherung. Neben dem persönlichen Austausch gaben die Vorträge aus aller Welt einen beeindruckenden Überblick, welche Behandlungserfolge mit der Homöopathie möglich und welche Fortschritte in der Forschung zur Homöopathie erreicht worden sind.

Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der Homöopathie

Das HRI (Homeopathic Research Institute) stellte fest: „There is good quality scientific evidence showing homeopathy works. Existing data is not consistent with homeopathy being a placebo effect. And the level of evidence for homeopathy is similar to that of many conventional medical treatments.“

Additive Homöopathie bei Lungenkarzinomen: Eine bahnbrechende Studie

Welcher persönliche Einsatz dahinter steht, um solche Aussagen treffen zu können, zeigt folgende Erfahrung: Die von Michael Frass et al. 2020 [DOI: 10.1002/onco.13548] publizierte prospektive, doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte, dreiarmige Multicenter-Studie über den Einfluss additiver Homöopathie bei Patient*innen mit nicht kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) zeigte nicht nur eine verbesserte Lebensqualität, sondern auch ein deutlich verlängertes Überleben in der Homöopathiegruppe. Die dritte Gruppe, die lediglich als Kontrolle zum Überleben ohne jeglichen Kontakt zur Homöopathie diente, unterschied sich nicht signifikant von der Placebogruppe. Summa summarum hatte die Durchführung der Studie 10 Jahre gedauert.

Kontroverse und Klärung: Die Reaktionen auf die Studie

Es war klar, dass die Ergebnisse dieser Studie Wellen schlagen würden: Sehr bald wurde von bekannten Homöopathiegegnern bei der Medizinischen Universität Wien (MUW) moniert, dass die Studie fehlerhaft sei. Unter anderem wurden die Todesdaten angezweifelt. Die Studienautor*innen entkräfteten die Vorwürfe sofort, erhielten darauf jedoch keine Antwort.

Die MUW forderte nunmehr von der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) eine Kommission zur Verfassung eines Gutachtens. Die Lebensqualitätsbögen wurden vom Erstautor auf Aufforderung sofort überbracht, danach war ein Jahr lang Funkstille.

Das abschließende Statement der ÖAWI

Vor ca. 2 Jahren wurde dann ein „Final Statement“ (FS) von der ÖAWI an die Autor*innen geschickt. Dabei handelt es sich nicht um ein wissenschaftliches Gutachten, sondern um ein Statement, das in keiner Hinsicht einem formalen Gutachten entspricht. Auch hier verweigerte die ÖAWI jedwede Stellungnahme und betonte, dass das FS von ihr nicht publiziert werden würde.

Der eigenen Fehlerhaftigkeit hinsichtlich Zeitangaben durch das offensichtlich in großer Hast verfasste FS nicht bewusst, warf die Kommission den Studienautor*innen unter anderem Manipulation und Fälschung vor und empfahl dem Journal The Oncologist, die Arbeit zurückzuziehen.

Bestätigung durch The Oncologist

Daraufhin leitete das Top-Journal The Oncologist eine ausführliche akademische Untersuchung ein. Über 2 Jahre wurden mit der Herausgeberin sowie mit Vertretern des National Cancer Institute und der National Institutes of Health sämtliche offenen Fragen und falschen Vorwürfe geklärt. Nach Durchsicht aller Daten und Unterlagen kam die Zeitschrift zu dem Ergebnis, dass die Studie bezüglich der ermittelten und interpretierten Daten hieb- und stichfest ist. Die Arbeit ist hiermit vollinhaltlich bestätigt und bleibt somit erhalten [Figg et al. 2024, DOI: 10.1093/oncolo/oyae252].

Artikel zu Vorträgen auf dem Dreiländerkongress in Lindau

Wie im letzten Heft angekündigt, sind in dieser Ausgabe weitere Artikel über Vorträge des Kongresses in Lindau zu lesen:

  • Nikolaus Hock (D) zeigt auf, wie bei einer schweren kindlichen Epilepsie, zu deren Behandlung sogar die Indikation zur Hemisphärektomie gestellt wurde, über Jahre die Homöopathie neben der konventionell-medizinischen Behandlung zum Therapieerfolg beitrug.
  • Anke Scheer (D) beschreibt die Therapie von Patienten mit Homöopathie und Osteopathie bei Verletzungen, insbesondere die Veränderungen im Gewebe.
  • Gisela Etter (CH) berichtet von der homöopathischen Behandlung von Post-Covid-19-Erkrankungen in der hausärztlichen Praxis.
  • Andrea Mayer et al. (CH) stellen in einem Vortrag beim LIGA-Kongress in Sevilla die Behandlung von Nebenwirkungen nach der Covid-Impfung vor. Eine Fallstudie mit 40 Patient*innen zeigt, was die Homöopathie leisten kann.
Unterstützung durch Patientenorganisationen

Obwohl die Homöopathie in der Bevölkerung einen großen Rückhalt hat und diese ihre Integration in das Gesundheitswesen wünscht, haben die Patientenorganisationen wie der „Bundesverband Patienten für Homöopathie“ oder „Homöopathie Schweiz“ sowie in Österreich die „Initiative Homöopathie hilft“ erstaunlich wenig Mitglieder. Sollten wir nicht vermehrt unsere zufriedenen Patient*innen zur Unterstützung dieser Organisationen aufrufen?

2025-01-28T08:55:32+01:00

AHZ 5/2024 Theoretische Aspekte und klinische Anwendungen der Homöopathie

Die Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ) ist die Mitgliederzeitschrift des DZVhÄ. In der fünften Ausgabe 2024 steht das Thema „Theoretische Aspekte und klinische Anwendungen der Homöopathie“ im Mittelpunkt. Lesen Sie das Editorial und die Vereinsmitteilung in voller Länge und stöbern Sie im Inhaltsverzeichnis. Mitglieder erhalten die komplette Print-Ausgabe automatisch im Rahmen ihrer Mitgliedschaft.

Editorial: Theoretische Aspekte und klinische Anwendungen der Homöopathie

von Dr. Ulrich Koch

Beliebtheit der TCIM trotz Gegenwind

Bei allem Gegenwind, den wir Homöopathen im Augenblick erfahren, zeigt eine aktuell veröffentlichte, repräsentative Onlinestudie in Deutschland, dass sich die inzwischen als traditionelle, komplementäre und integrative Medizin (TCIM) bezeichneten Behandlungsformen in unserem Land einer unveränderten Beliebtheit erfreuen. 70 % der Bevölkerung geben an, sich mit diesen Therapieverfahren schon einmal behandeln haben zu lassen. Fast 40 % schreiben der TCIM eine wichtige Rolle bei der Behandlung gesundheitlicher Probleme zu.

Bekanntheit der Homöopathie bleibt hoch

Im Rahmen dieser Untersuchung wurde auch die Vertrautheit mit den verschiedenen Verfahren abgefragt. 95,1 % der Befragten waren auch mit der Homöopathie bekannt [Jeitler et al. 2024 / DOI: 10.3389/fmed.2024.1372924]. Hier dürfen wir uns auch einmal fragen, ob die Gegner der Homöopathie nicht vielleicht einfach Werbung für uns machen. Denn andererseits zeigen gerade die beiden Studien, die in der Rubrik „Internationale Referate“ vorgestellt werden, dass der ohnehin magere wissenschaftliche Boden unter den Homöopathiekritikern empfindlich dünner wird.

Schmerz und Leiden in der Medizin

Der Schwerpunkt dieses Heftes liegt auf der klinischen Anwendung der Homöopathie. Voranstellen werden wir diesem Thema einen wichtigen medizintheoretischen Artikel von Josef M. Schmidt. Er arbeitet historisch gut hergeleitet verschiedene Aspekte medizinischen Handelns und ihre Bedeutung gerade für die Homöopathie heraus. Dabei spielt der zu wenig beachtete Umgang mit Schmerz und Leiden, wie er sich in der konventionellen Medizin etabliert hat, eine bedeutende Rolle.

Palliativgesellschaft: Schmerz als transformative Kraft

In seiner kleinen Schrift „Palliativgesellschaft“ setzt sich der Philosoph Byung-Chul Han [Berlin: Matthes & Seitz; 2022] mit den algophoben Strukturen in Medizin und Gesellschaft auseinander. Er arbeitet deren kontraproduktive Konsequenzen für die Gesundheit heraus. Schmerz besitzt eine transformative und heilsame Kraft, deren Wert wir für die Medizin wieder neu erfassen und anwenden lernen müssen, wozu dieser Artikel einen wichtigen Beitrag leisten kann.

Klinische Anwendung der Homöopathie: Beispiele aus der Praxis

Der Einsatz der Homöopathie in der psychosomatischen Klinik Lahnhöhe wird von Christine Eick praxisnah und an Fallbeispielen dargestellt. Hierbei werden die besonderen Möglichkeiten und Limitationen im Klinikalltag gut erkennbar. Einen ganz anderen Fokus hat die englischsprachige Arbeit von Madhuri Vaidyeswar und Disha Rao. Sie untersuchen in einer retrospektiven Studie die Effektivität früher homöopathischer Interventionen bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen in Indien. Dabei zeigen sie auf, wie wichtig ein früher Behandlungsbeginn für ein möglichst gutes Behandlungsergebnis ist.

In einer Kasuistik zeigt Alexandra Höf, wie weit auch unter intensivmedizinischen Umständen eine erfolgreiche Behandlung einer Sinusvenenthrombose bei einem Säugling gelingen kann. Schließlich gibt Holger Malchow in der Rubrik „Homöopathie Basics“ einen Überblick über den Einsatz von Q-Potenzen. Er illustriert die praktische Anwendung am Einsatz in der Clinica Dr. Spinedi in Orselina.

Vielseitigkeit und Integration der Homöopathie

Natürlich umfasst dieses Heft nur einen kleinen Teil des Spektrums klinischer Anwendungsmöglichkeiten der Homöopathie, umreißt aber deren Spannweite und lässt ahnen, wie vielseitig und integrativ der Einsatz in einem ganzheitlichen Medizinsystem sein kann.

2024-11-20T13:37:25+01:00

Positionspapier vom Netzwerk Pro Homöopathie zu Wirksamkeit und Bedeutung der Homöopathie

Berlin, 26. Februar 2024. Mit einem umfassenden Positionspapier zur Wirksamkeit und zur Bedeutung der Homöopathie für die gesundheitliche Versorgung wendet sich das Netzwerk Pro Homöopathie gegen die verkürzte und unsachliche Kritik an der jahrhundertelang bewährten Heilmethode. Das Netzwerk Pro Homöopathie richtet einen Appell an die amtierende Bundesregierung, die hochwertige Studienlage zur Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel endlich vorurteilsfrei zur Kenntnis zu nehmen. Denn die Studienlage zeigt hochevident, dass Homöopathie über den Placebo-Effekt wirksam ist.

Netzwerk Pro Homöopathie setzt sich ein für Methodenpluralität im Gesundheitswesen im Sinne einer Integrativen Medizin

Das Netzwerk setzt sich mit dem Positionspapier dafür ein, dass Entscheiderinnen und Entscheider auf allen Ebenen des Gesundheitswesens die Chancen der Homöopathie für die Integrative Gesundheitsversorgung der Menschen erkennen. Vordergründig geht es darum, das Potential homöopathischer Arzneimittel als eine nachhaltige Therapieoption allen Versicherungsnehmerinnen und -nehmern zur Verfügung zu stellen. Es ist absurd und wirkt wie aus der Zeit gefallen, dass mit dem One-Health-Ansatz auf internationaler Ebene die Rolle der Homöopathie und anderer komplementärer Verfahren zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen mit Projekten und der Verankerung in nationalen Aktionsplänen gestärkt wird und wir in Deutschland gleichzeitig die in Studien nachgewiesene therapeutische Wirksamkeit der Homöopathie in Frage stellen.

Erstunterzeichner des Positionspapiers des Netzwerk Pro Homöopathie sind

  • Prof. Dr. Michael Keusgen, Apotheker, Fachbereich Pharmazie der Philipps-Universität Marburg
  • Dr. med. Fred-Holger Ludwig, Bundesvorsitzender der Senioren-Union Deutschland der CDU
  • Dr. med. Michaela Geiger, Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ)
  • Meinolf Stromberg, Vorsitzender des Bundesverbands Patienten für Homöopathie (BPH)

Netzwerk Pro Homöopathie: Es ist von enormer Bedeutung für das Gesundheitswesen und die Integrative Versorgung der Menschen, dass die Homöopathie ihren Stellenwert im Gesundheitssystem behält

Das Positionspapier versteht sich als Beitrag zur Versachlichung einer Debatte, die vielfach unwissenschaftlich geführt wird – unter dem Einfluss von Lobbyisten bedauernswerterweise sogar in weiten Teilen der deutschen Ärzteschaft. So beziehen sich die Kritikerinnen und Kritiker der Homöopathie auf einen verkürzten Evidenzbegriff, der die Wirksamkeit eines Medikamentes einzig an seinem Abschneiden in Placebo-kontrollierten Studien festmacht. Doch Evidenz im Sinne Dr. David L. Sacketts, dem Begründer der evidenzbasierten Medizin, steht auf drei Säulen und nicht nur auf einer: die erste Säule ist die externe Evidenz durch Studien. Die zweite Säule ist die Erfahrung des Arztes / der Ärztin und die dritte Säule ist die Präferenz des Patienten / der Patientin. Je seltener eine Erkrankung auftritt, umso wichtiger wird die Erfahrung des behandelnden Arztes und die Vorstellung des Patienten von seiner Therapie. Gleiches gilt für chronische Erkrankungen. Es ist von enormer Bedeutung für das Gesundheitswesen und die Integrative Versorgung der Menschen, dass die Homöopathie ihren Stellenwert im Gesundheitssystem behält, auch als Angebot zur ärztlichen Weiterbildung. Denn wer nur auf Basis von hochwertigen Studienlagen behandelt, beraubt sich in der konventionellen wie der komplementären Medizin selbst der Chance, Menschen im Sinne der staatlich garantierten Methodenpluralität – entsprechend des hippokratischen Eids – zu helfen.

Über das Netzwerk Pro Homöopathie

Das Netzwerk Pro Homöopathie ist ein Zusammenschluss von Medizinern, Wissenschaftlern und Patienten, die in ihrem beruflichen Alltag oder in bei Erkrankungen positive Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht haben. Sie setzen sich dafür ein, dass die bewährte Heilmethode ihren Stellenwert im Gesundheitswesen sowie in der ärztlichen Weiterbildung behält – ganz im Sinne einer Integrativen Medizin. Im Fokus ihres Engagements stehen eine Versachlichung der Debatte um die Homöopathie und der Einsatz für Methodenpluralität in der Medizin durch Öffentlichkeitsarbeit, Fachbeiträge und Interessenvertretung.

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2024-03-05T16:55:27+01:00

Studie: Integrative Medizin genießt in Österreich großes Vertrauen der Bevölkerung

Berlin, 19. Oktober 2023.

Die Wiener Städtische Versicherung hat auch im Jahr 2023 eine repräsentative Umfrage mit 1.000 Österreicher:innen, im Alter von 16 bis 70 Jahren. Besonders interessant ist, dass die Studie ein sehr positives Meinungsbild zum Thema Integrative Medizin zeigt. Drei von vier Österreicher:innen sehen die Komplementärmedizin als Teil der Gesundheitsversorgung.

Komplementärmedizinische Behandlungen erzielen Erfolge

Die Befragten bekunden nicht nur Interesse an der Integrativen Medizin, die Mehrheit hat bereits positive Erfahrungen mit ihr gemacht. Und der Trend bleibt positiv. 70 Prozent der Studienteilnehmer:innen berichten von einem (sehr) guten Behandlungserfolg. Das Resultat: die Mehrheit der Befragten sieht die Komplementärmedizin als optimale Ergänzung zur konventionellen Medizin. Ein Sechstel bevorzugt diese sogar.

Die Bevölkerung vertraut der Integrativen Medizin

Sonja Steßl, Generaldirektor-Stellvertreterin der Wiener Städtischen Versicherung, spricht von einem hohen Vertrauen in die Methoden. 43 Prozent der Studienteilnehmer:innen mit Kindern bis 18 Jahre, haben diese bereits integrativmedizinisch behandeln lassen. Ein Viertel könnte sich dies auch in Zukunft vorstellen, insbesondere bei der Bewältigung von Stress und Nervosität. 39 Prozent der Kinder sind laut ihren Eltern (stark) mental belastet.

Das österreichische Gesundheitssystem wird abgestraft

Das Bewusstsein für die eigene körperliche und mentale Fitness steigt. Zwei von fünf Österreicher:innen achten mehr auf ihre Gesundheit als im Vorjahr. In Kontrast dazu steht die Bewertung des Gesundheitssystems. Laut der Gesundheitsstudie 2023 ist die Zufriedenheit der Österreicher:innen in den letzten zwei Jahren um 21 Prozentpunkte gesunken. Die genannten Gründe sind: Zu lange Wartezeiten, zu wenig Zeit für Behandlungen und immer weniger Leistungen. Die Konsequenz ist, dass jede dritte Versicherte in die private Gesundheitsversorgung wechselt.

Integrative Medizin auch in Deutschland etabliert

In Deutschland sind komplementärmedizinische Behandlungen als freiwillige Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung verankert. Dass die Nachfrage besteht, haben Studien der letzten Jahre mehrfach gezeigt. 70 Prozent der Bevölkerung ist laut einer Forsa Umfrage im Jahr 2021 offen für Homöopathie. Mehr als jede zweite Befragte konnte von eigenen Erfahrungen berichten.

Grafik: www.wienerstaedtische.at

2023-10-30T12:33:06+01:00

LIMed ist bereits in sieben Ärztekammern vertreten

Berlin, 11. Juli 2023. Seit 2019 tritt LIMed, die Liste Integrative Medizin, bei Kammerwahlen an und ist nun bereits in sieben Landesärztekammern vertreten. In Niedersachsen, Hamburg, Bayern, Baden-Württemberg, Bremen und seit Mitte Juni 2023 auch im Ärzteparlament in Hessen.

LIMed  setzt sich aus engagierten Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Fachrichtungen, Tätigkeits- und Interessenbereichen zusammen. Sie alle eint die Überzeugung, dass die gesamte Vielfalt der Methoden zum Wohle aller Patient*innen in den Praxisalltag zu integrieren ist. Diese Überzeugung tragen die Ärztinnen und Ärzte der LIMed auf berufspolitischem Wege in die Gremien der Ärztekammern und fördern einen Systemwechsel von ökonomisierter zu patientenorientierter Medizin.

Aus dem Programm

Wissenschaft

  • Wir unterstützen eine Medizin, die den wissenschaftlichen Dialog zwischen konventioneller mit komplementärer Behandlung fördert und nach außen trägt.
  • Wir fordern die wissenschaftliche Untersuchung komplementärmedizinischer Ansätze, wenden uns aber gegen einseitige Vorgehensweisen und Interpretationen, die den Boden der Wissenschaft verlassen. So ist z.B. die Meta-Analyse eine wissenschaftliche Methode, die in der Regel mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet. Die „Evidence Based Medicine“ (EBM) ist eine Medizin, die sich auf empirische Belege stützt. Dazu gehören neben der besten verfügbaren Informationslage aus wissenschaftlicher Literatur, die fachliche Meinung des Behandlers und die Präferenzen der Patienten. Methodische Überlegungen zur EBM weisen darauf hin, dass ein zirkulärer, zyklischer Erkenntnisprozess gerade bei der Evaluation komplexer therapeutischer Maßnahmen ein angemessenerer Weg der Evaluation darstellt als ein alleiniges hierarchisches Vorgehen.
  • Eine neue Rubrik im Deutschen Ärzteblatt und anderen offiziellen Organen der deutschen Ärzteschaft sollte den Anfang in der Kommunikation machen, um den hohen wissenschaftlichen Standard der vorhandenen komplementär medizinischen Therapien anhand von spezifischen Kasuistiken zu vermitteln. Das wird Brücken zwischen den beiden Disziplinen bauen.

Methodenvielfalt in der Medizin

  • Erhalt und Ausbau der Methodenvielfalt in der ärztlichen Behandlung. Integration von studienbelegten Konzepten im Kontext von Phytotherapie, Homöopathie, Anthroposophischer Medizin, Akupunktur und anderer integrativ-medizinischer Methoden. Individuell abgestimmte Gesamtkonzepte mit dem Ziel einer ganzheitlichen Förderung der Gesunderhaltung und Salutogenese breiter und vulnerabler Bevölkerungsschichten.

Systemwechsel von ökonomisierter zu patienten­orientierter Medizin

  • Gleichstellung von sprechender, apparativer Medizin und Pharmakotherapie, die Patienten als Subjekt und Dialogpartner sieht und in der Summe die Compliance verbessert.

Qualität – Erhalt ärztlicher Kompetenz für integrative Verfahren

  • Langfristige Verankerung in der Weiterbildungsordnung als unverzichtbare Notwendigkeit zur Fortsetzung und Weiterentwicklung bewährter Fortbildungen im integrativ-medizinischen Bereich.
  • Der konstruktive Weg dorthin ist ein „Ausschuss Integrative Medizin“ und Sicherstellung seiner Präsenz in den Ausschüssen für Ärztliche Fortbildung und Ärztliche Weiterbildung

Finanzielle Gleichstellung von Gesprächsmedizin, apparativer Medizin und Pharmakotherapie

  • Der reale ärztliche Zeitaufwand in der komplementären Medizin muss sich im Verdienst wiederspiegeln. Eine Prüfung von finanziellen Fehlanreizen im System sollte diesen Prozess begleiten.

Nachhaltigkeit für die Medizin der Zukunft

  • Die Hinwendung zu nachhaltigen und ökologischen Verfahren in der Medizin ist uns ein wichtiges Anliegen. Hier bietet die Integrative Medizin vorausschauende und auf Nachhaltigkeit ausgerich­tete Behandlungen an.

Chefarzt Schmidt: Warum LIMed bei den Kammerwahlen antritt

Robert Schmidt, Chefarzt am Krankenhaus für Naturheilweisen in München, erklärt im DZVhÄ-Video, warum die LIMed für die Ärztekammerwahl in Bayern angetreten ist und welche Ziele die Delegierten vertreten. Zum Video

Koordiniert wird die Liste Integrative Medizin von der Hufelandgesellschaft, aktuelle Berichte über den Fortgang der LIMed-Geschichte werden auf der  Webseite zusammengefasst.

2023-07-11T11:34:59+02:00

ÖGVH Jahrestagung 2021

ÖGVH Jahrestagung vom 02.-03. Oktober 2021:

„Infektion bis Onkologie – Homöopathie als Integrativmedizinische Methode”

Nach der erfolgreichen Online-Premiere voriges Jahr und den nicht abschätzbaren coronabedingten Einschränkungen findet auch die heurige Jahrestagung (inklusive Jahreshauptversammlung) wieder virtuell statt. Der ÖGVH hat namhafte Referenten geladen und spannende Vorträge zu bieten.

Hier finden Sie das Programm der Jahrestagung  und weitere Infos zur Anmeldung.

Die Veranstaltung findet online statt, der Zugangslink wird Ihnen nach der Anmeldung (und dem Zahlungseingang) per Email zugesendet, die Anleitung zur Anwendung von Zoom und die anschließende Wissensüberprüfung ebenfalls.
Die Anmeldung ist unter fortbildung@oegvh.at oder sekretariat@homoeopathie.at möglich.

2021-08-18T14:35:38+02:00

Integrative Liste Niedersachsen ist erfolgreich

Mit der integrativen Liste Niedersachsen (iLN) traten Ärztinnen und Ärzte erstmalig bei der Wahl der Kammerversammlung der Ärztekammer in Niedersachsen an. Vom 1. bis 14. Dezember 2020 wurde gewählt und die integrierte Liste Niedersachsen war auf Anhieb erfolgreich. Wir haben mit der Braunschweiger Ärztin Dr. Ina Chammah, eine der Initiatorinnen der iNL, über das aktuelle Ergebnis und den Weg dahin gesprochen.

Fangen wir mit dem Ergebnis an. Wie sind die ersten Kammerwahlen der Integrativen Liste Niedersachsen gelaufen?

Es ist hervorragend gelaufen. Wir haben sehr viel Zuspruch und Unterstützung erfahren. Wir haben zwei sehr kompetente und gut vernetzte Kolleginnen in die Ärztekammer gewählt bekommen. Auffällig ist, dass diese beiden sich bereits vor der Entstehung der „integrativen Liste“ berufspolitisch engagiert hatten und somit einer Vielzahl von KollegInnen als kompetente Persönlichkeiten bekannt waren. Ich möchte sagen, dass Sie nicht nur wegen der iLN, sondern auch wegen Ihres Engagements zuvor gewählt worden sind. Das sollte die Kollegen in anderen Wahlkreisen beachten. Allerdings sind andere sehr kompetente und engagierte KollegInnen, sind nicht gewählt worden. Auffällig ist, dass Sie zwar sehr anerkannt in ihrer Region sind, aber vor ihrem Engagement nicht sehr vernetzt in anderen ärztlichen  Strukturen waren.

Sie sind in allen Bezirken angetreten, wo hat es gut funktioniert?

In Hannover und im Wahlkreis Verden/Stade/Lüneburg haben wir genug Stimmen bekommen um eine Vertreterin zu stellen. Der eine Wahlkreis ist sehr urban, der andere eher ländlich. Es liegt also nicht an der Gesellschaftsstruktur des Wahlkreises, was wir zunächst befürchtet hatten. Wir sind in Niedersachsen – ähnlich wie Brandenburg – ein Flächenstaat und hatten befürchtet, dass es schwierig wird, vor allem in Coronazeiten sich bekannt zu machen.

Welches sind Ihre wichtigsten Ziele?

Die Methodenvielfalt in ärztlicher Hand zu verankern. Dies  zum Wohle der PatientInnen und der behandelnden Ärzte, da die Zufriedenheit aller Beteiligten wächst, wenn für komplexe Probleme individuelle und funktionierende Lösungen gefunden werden können.

Hatten sich „nur“ Ärzt*innen mit Zusatzbezeichnung Homöopathie zur Wahl gestellt?

Nein. Der größte Anteil der Ärztinnen und Ärzte hat eine Zusatzbezeichnung Homöopathie, weil die Bewegung aus der Empörung über die Entscheidung der Ärztekammer zur Abschaffung der Zusatzbezeichnung entgegen der Musterweiterbildungsordnung entstanden ist. Aber auch KollegInnen aus anderen Fachbereichen haben sich und angeschlossen. Wir werden in der nun neuen Legislatur den Schulterschluss mit den KollegInnen weiter ausbauen.

Wie lange war die Vorbereitungszeit?

Am 30. November 2019 hat die Ärztekammer die Zusatzbezeichnung Homöopathie abgeschafft. Noch vor Weihnachten haben wir per Mailverteiler nach Mitstreitern für die integrative Liste Niedersachsen gesucht.  Ab März 2020 haben wir in regelmäßigen Zoommeetings unser Wahlprogramm und Thesenpapiere erarbeitet. Diese waren im Juni fertig, so dass wir uns zur Öffentlichkeitsarbeit an Zeitschriften und zur Erstellung der Flyer an Grafiker  wenden konnten. Dann begann die Wahlzeit ab August. In den ersten beiden Dezemberwochen wurde schließlich gewählt.

Welche Botschaft haben Sie an die DZVhÄ Landesverbände?

Die berufspolitische Arbeit ist meiner Meinung nach unerläßlich, um den Kontakt in den vorhandenen  ärztlichen Strukturen zu behalten. Wir haben alle erlebt, wie durch Meinungsmache und Falschdarstellungen unsere eigenen KollegInnen und VertreterInnen in den Ärztekammern  uns anscheinend als Fremdkörper wahrgenommen haben und ohne Zaudern aus dem Kreis der Zusatzqualifikationen ausgeschlossen haben. Die Arbeit zum Wahlkampf hat sehr viel Spaß gemacht und viele nur lose Kontakte in den jeweiligen Regionen gestärkt. Ich habe von allen Beteiligten erfahren, dass sie viel Zuspruch und Unterstützung erfahren haben. Was aus der Empörung heraus entstanden ist, ist mittlerweile eine positive zukunftsgewandte Bewegung geworden, mit dem Ziel einer besseren Medizin für alle Beteiligten. Wir planen bereits wie wir die Legislaturperiode gestalten können, um bei der nächsten Wahl noch mehr Zuspruch zu erfahren.

Wir gratulieren Ihnen zu diesem Erfolg und danken für Ihr Engagement!

2021-03-22T12:12:59+01:00
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