Hochwertige Studie zeigt: Homöopathie wirkt besser als Placebo

Berlin, 28. Januar 2024. Ein Autorenteam hat Anfang Oktober 2023 ihre Arbeit mit dem Titel „Wirksamkeit der homöopathischen Behandlung: Systematische Überprüfung von Meta-Analysen randomisierter, placebokontrollierter Homöopathie-Studien für jede Indikation“ veröffentlicht. Es wurden alle bisher vorhandenen sechs Homöopathie-Metaanalysen (MA) methodisch sehr aufwendig nach aktuellen wissenschaftlichen Standards ausgewertet. Zur Studie.

Dieses erstmalige systematische Review aller MA kommt zu diesen Ergebnissen

  • 5 der 6 MA enthielten eine Effektschätzung für alle eingeschlossenen Studien. Alle 5 zeigten signifikant positive Effekte der Homöopathie, im Vergleich zu Placebo.
  • 4 MA enthielten eine Effektschätzung nach Beschränkung auf Studien mit höherer methodischer Qualität.
  • In 3 dieser 4 MA blieben die signifikanten positiven Effekte der Homöopathie erhalten, in 1 MA war der positive Effekt nunmehr nicht signifikant.
  • Die methodische Qualität der Homöopathiestudien war ähnlich wie bei anderen klinischen Studien mit gleichem Design, aus einem vergleichbaren Zeitraum und bewertet nach gleichen Kriterien.
  • Die Qualität der Gesamtevidenz für positive Homöopathie-Wirksamkeit in diesem systematischen Review war ebenfalls ähnlich wie in systematischen Reviews zu anderen Interventionen aus einem vergleichbaren Zeitraum und eingestuft anhand desselben Bewertungsinstruments (GRADE).

Fazit: Homöopathie wirkt besser als Placebo

Die Antwort der Autoren zu einer Kritik von Edzard Ernst lesen Sie hier: Hamre_et_al_2023-11-13_Comment_on_blog

Die Studie:

„Efficacy of homoeopathic treatment: Systematic review of meta-analyses of randomised placebo-controlled homoeopathy trials for any indication“

Autoren: H.J. Hamre, A. Glockmann, K. v. Ammon, D.S. Riley, H. Kiene. Erschienen in der Zeitschrift Systematic Reviews am 7. Oktober 2023.

 

2024-01-28T16:31:55+01:00

AHZ 1/2024 Homöopathiekongress – in memoriam Karl-Heinz Gebhardt

Die Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ) ist die Mitgliederzeitschrift des DZVhÄ. In der ersten Ausgabe 2024 steht das Thema „Nachlese Homöopathiekongress – in memoriam Karl-Heinz Gebhardt“ im Mittelpunkt. Lesen Sie das Editorial und die Vereinsmitteilung in voller Länge und stöbern Sie im Inhaltsverzeichnis. Mitglieder erhalten die komplette Print-Ausgabe automatisch im Rahmen ihrer Mitgliedschaft.

Editorial: Nachlese Homöopathiekongress – in memoriam Karl-Heinz Gebhardt

von Christian Lucae

Karl-Heinz Gebhardt – Ein Leben für die Homöopathie

Karl-Heinz Gebhardt (1924–2023) war 35 Jahre lang – von 1972 bis 2006 – Schriftleiter der AHZ. In persönlichen Gesprächen hat er immer wieder berichtet, wie er die Schriftleitung über viele Jahre ganz allein bewerkstelligen musste. Dabei vollzog er auch den Übergang von der naturwissenschaftlich-kritischen Richtung, die Hochpotenzen ablehnte, zur moderneren, klassischen Homöopathie. Würdigungen seiner Arbeit und Laudationen zu verschiedenen runden Geburtstagen sind vielfach in der AHZ nachzulesen [AHZ 1984; 229(5): 207–209, AHZ 1999; 244(5): 204–206, AHZ 2014; 259(6): 27, u. a.].

Erinnerung und Würdigung im 99. Lebensjahr

Auf unserer Herausgebersitzung im April 2023 hatten wir eigentlich ein Sonderheft zum 100. Geburtstag für ihn geplant, das im Herbst 2024 erscheinen sollte. Nun ist es anders gekommen: Am 16. August 2023 verstarb Karl-Heinz Gebhardt im 99. Lebensjahr. Aus diesem Grund ist im vorliegenden Heft nicht nur ein Nachruf zu lesen (Ulrich Koch), sondern die Transkription seines letzten Auftritts auf dem Deutschen Ärztekongress für Homöopathie am 20. Mai 2023. Im Gespräch mit Robert Schmidt können wir hier noch einmal nachempfinden, mit welcher Begeisterung er die Homöopathie praktizierte und für sie warb.

Manfred Freiherr von Ungern-Sternberg

Ebenfalls im August 2023 verstarb ein weiterer homöopathischer Grandseigneur: Manfred Freiherr von Ungern-Sternberg (1930–2023), der sich in seinem 93. Lebensjahr befand und der AHZ noch kurz vor seinem Tode ein Manuskript in Aussicht gestellt hatte. Einen Nachruf hat Antje Oswald geschrieben.

Der Deutsche Ärztekongress für Homöopathie 2023

Im vorliegenden Heft sind zwei weitere Beiträge vom Deutschen Ärztekongress für Homöopathie 2023 nachzulesen: Andreas Wegener zeigt in seinem Aufsatz Homöopathie am Lebensende, welche homöopathischen Arzneien in dieser Phase wichtig werden können, und schöpft dabei aus seiner eigenen, langjährigen Praxiserfahrung auf der soliden Basis der klassischen Homöopathie.

Harald Walach war für den Abschlussvortrag eingeladen und sprach zur Zukunft der Homöopathie. Seine persönliche Sicht dazu hat er im vorliegenden Artikel für die AHZ frisch formuliert. Wie von ihm gewohnt, wandert der Blick weit über den Tellerrand hinaus und konfrontiert uns mit einigen unkonventionellen, ungewohnten oder sogar unbequemen Gedanken: Zunächst wird konstatiert, dass die Homöopathie zwar ein sehr spezifisches Heilverfahren darstelle, diese Spezifität aber nicht unbedingt in einem physikalisch messbaren „Informationsgehalt“ bestehe. Wesentliche Aspekte der bisherigen Forschungsbemühungen seien daher gründlich zu überdenken. Schließlich wird die Homöopathie vor dem Hintergrund des in der Wissenschaft aktuell vorherrschenden naturalistischen Weltbildes betrachtet: Aufgrund dieser Denkhaltung würden deren Grundlagen nicht im Sinne einer „Frage von wahr und falsch“, sondern einer „Frage der emotionalen Präferenzen“ bewertet.

Gesellschaftliche Tendenzen und Zukunftsperspektiven

Der Kolumnist Harald Martenstein beschrieb diese Beobachtung kürzlich in einem Interview ähnlich, wenn auch aus einem ganz anderen Blickwinkel. Bezogen auf kritische Reaktionen seiner Leserschaft meinte er: „Früher hieß es: Sie sind ein fürchterlicher Mensch, ein Hohl- und Holzkopf, Sie schreiben grauenhaftes Zeugs. Heute fällt fast in jedem Brief die Bemerkung: Sie sollten nicht mehr schreiben dürfen. Was Sie denken, sollte nicht gedruckt werden. Das ist neu. Viele Leute ertragen nur noch sich selbst, ihre eigene Meinung“ [NZZ vom 23.10.2023]. Der Homöopathie ergeht es derzeit zwar nicht viel anders – aber dadurch wird sie nicht untergehen.

2024-11-20T14:56:45+01:00

Debatte: Homöopathie als freiwillige Kassenleistung

Berlin, 22. Januar 2024. Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat durch einen Tweet am Abend des 10. Januars eine Debatte um die Homöopathie ausgelöst. Er möchte Homöopathie als freiwillige Kassenleistung streichen, ein entsprechendes Gesetz soll noch bis zur Sommerpause 2024 verabschiedet werden. Er greift damit in ein funktionierendes System von Patient:innen, Ärzt:innen, Apotheker:innen und Krankenkassen ein.

Die Debatte um Homöopathie als freiwillige Kassenleistung geht in die zweite Woche. Die Sicht homöopathisch tätiger Ärztinnen und Ärzte nimmt in der Diskussion eine große Stellung ein. Interviews mit großen Medien, wie ARD und ZDF aber auch Agenturen (DPA) wurden und werden vom Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) gegeben.

Beispiele zur Homöopathie-Debatte

  • Tagesschau24, 11. Januar: „Im Sinne unserer Patienten fordern wir, dass Homöopathie erhalten bleibt als Kassenleistung“, fordert Michaela Geiger, Vorsitzende vom Zentralverein homöopathischer Ärzte bei tagesschau24. Es sei wichtig, ein breites Feld der Therapien zur Verfügung zu haben in der Grundversorgung, um allen Patienten gerecht zu werden.
  • ZDF heute journal, 11.1. (Beitrag nicht mehr online verfügbar): Der Arzt Jürgen de Laporte sieht mehr Schaden als Nutzen: „Für die Patienten würde es dann bedeuten, dass die Besserverdienenden es weiterhin bezahlt bekommen, die privat versichert sind. Aber diejenigen, die es jetzt von den Kassen erstattet bekommen, nicht mehr. Und das würde ich ungerecht finden.“
  • Welt TV,11.1.: „Homöopathie ist wissenschaftsbasiert, das belegen viele Studien – sei es Grundlagenforschung, sei es klinische Forschung, sei es Versorgungsforschung.“
  • ARD Tagesschau,11.1.: „Hausärztin Cornelia Piper behandelt Patientinnen und Patienten seit 30 Jahren auch homöopathisch. Sie habe gute Erfahrungen damit gemacht: ‚Es ist für mich eine wunderbare Gelegenheit, Patienten helfen zu können, die man auf anderen Wegen nicht hilft.'“ (ab Minute 5:30)
  • FAZ, 12. Januar: „Homöopathie werde von ihr und ihren Kolleginnen und Kollegen begleitend zur konventionellen Medizin eingesetzt, sagte Geiger. „Viele Patientinnen und Patienten kommen ganz gezielt wegen der Homöopathie in unsere Arztpraxen, vor allem auch bei chronischen Erkrankungen.“
  • BR24, 12. Januar: Die Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte, Geiger, warnte vor einer „therapeutischen Monokultur“. Dabei erlebe man täglich in der Praxis, dass die Vielfalt der Therapie medizinisch sinnvoll sei.
  • NZZ,12.1.: …die Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte, Michaela Geiger, dass eine Streichung der freiwilligen Kassenleistung Homöopathie das Therapieangebot in der ärztlichen Versorgung einschränken würde.
  • DLF, 13.1.: Wie geht’s weiter mit der Homöopathie? Interview mit Dr. Michaela Geiger
  • DLF, 20.1.: Pro und Kontra mit Jürgen de Laporte und Jürgen Windeler

Debatte Homöopathie als freiwillige Kassenleistung streichen, das sagen Landesminister

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) bezeichnete Lauterbachs Plan in der Frankenpost als „eine politische Nebelkerze“. Offensichtlich solle mit dieser Diskussion davon abgelenkt werden, dass die Bundesregierung bei der notwendigen Finanzierungsreform der gesetzlichen Krankenkassen nicht vorankomme. Die evidenzbasierte moderne Medizin müsse zwar der Maßstab für die Versorgung sein. Es bestehe aber in der Bevölkerung durchaus auch der Wunsch nach ganzheitlichen alternativen Behandlungsansätzen. Wichtig sei, die Grenzen dieser Methoden zu kennen – „und das sollte der Entscheidung der Krankenkassen und der Versicherten wie bisher überlassen bleiben“, sagte Gerlach. (Quelle)

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha warf Lauterbach „Nebelkerzen zulasten der Homöopathie“ vor. Es handle sich um eine „scheinheilige Evidenz-versus-Kosten-Debatte“, sagte er dem Tagesspiegel. Viele Menschen vertrauten der Homöopathie, weil sie damit offensichtlich gute Erfahrungen machen würden, sagte der Grünenpolitiker weiter. Auch Lucha sagte, es lasse sich hier kaum etwas einsparen. Hier stünden zehn Millionen Euro gegen eine Finanzierungslücke der gesetzlichen Kassen von 3,2 Milliarden Euro. (Quelle)

Die wichtigsten Argumente in der  Debatte um Homöopathie als freiwillige Kassenleistung

  • Eine Streichung der freiwilligen Kassenleistung Homöopathie würde das Therapieangebot in der ärztlichen Versorgung einschränken. Es würde eine therapeutische Monokultur in den Praxen entstehen – die Leidtragenden wären die Patienten.
  • Wir erleben täglich in der Praxis, dass die Therapievielfalt medizinisch sinnvoll ist. Homöopathie wird von uns begleitend zur konventionellen Medizin eingesetzt. Viele Patientinnen und Patienten kommen ganz gezielt wegen der Homöopathie in unsere Arztpraxen, vor allem auch bei chronischen Erkrankungen.
  • Die freiwillige Kassenleistung ist wichtig, denn nur so erhalten Patienten die ärztliche Homöopathie auf ‚Chipkarte‘. Zusatzversicherungen kosten Geld, das können sich nicht alle Patienten leisten – Homöopathie aber ist versorgungsrelevant.
  • Homöopathie ist evidenzbasierte Medizin nach der Definition des Begründers der EbM (Evidenzbasierte Medizin) Dr. David Sackett. Die EbM steht auf den drei Säulen, der externen Evidenz der Wissenschaft, der Erfahrung der Ärzte / Ärztinnen und der Präferenz der Patienten. Diese Kriterien erfüllt die Homöopathie.

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Der Deutsche Ärztekongress für Homöopathie findet vom 9. bis 11. Mai 2024 in Lindau / Bodensee stattfindet. Ausrichter des Kongresses ist der DZVhÄ. Informationen zum Kongress erhalten Sie hier: www.homoeopathie-kongress.de.

2025-01-22T12:45:11+01:00

Trotz Lauterbach – Homöopathie ist evidenzbasierte Medizin

Berlin, 16. Januar 2024. Homöopathie ist evidenzbasierte Medizin. Gesundheitsminister Karl Lauterbach möchte die Homöopathie dennoch als freiwillige Kassenleistung streichen. Da das Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung für das Jahr 2023 auf 17 Milliarden Euro geschätzt wird, muss Lauterbach handeln – und setzt bei der Homöopathie an, die mit etwa 10 Millionen Euro zu Buche schlägt.

In Lauterbachs „Empfehlungsschreiben für eine stabile, verlässliche und solidarische Fianzierung der gesetzlichen Krankenversicherung“ vom Mai 2023, dass dem Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) vorliegt, reichen gerade vier Zeilen, um der Homöopathie den Garaus zu machen – jedoch ohne einen einzigen Beleg für die Behauptungen. Betroffen davon sind jedoch Millionen Patientinnen und Patienten und tausende Ärztinnen und Ärzte. In dem offiziellen Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit wird nur ein Grund für das angestrebte Aus der Homöopathie in der GKV genannt: Homöopathie habe keinen medizinisch belegbaren Nutzen. Lauterbach ergänzt via X (ehemals Twitter): „Die Grundlage unserer Politik muss die wissenschaftliche Evidenz sein.“ „Wenn Lauterbach aus Gründen der Evidenz die Homöopathie streichen möchte, müsste er dies mit etwa 80 Prozent der Kassenleistungen tun“, urteilt Dr. med. Michaela Geiger, Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ).

Homöopathie ist evidenzbasierte Medizin – Hintergrund

Homöopathie ist evidenzbasierte Medizin (EbM) nach der Definition ihres Begründers Dr. David Sackett. Die EbM steht auf diesen drei Säulen: der externen Evidenz der Wissenschaft, der Erfahrung der Ärztinnen und Ärzte der Präferenz der Patientinnen und Patienten. Diese Kriterien erfüllt die Homöopathie.

Häufig wird alleine der Fokus auf die externe Evidenz der Wissenschaft gelegt, so auch von Minister Lauterbach. Schaut man sich den Stand der Forschung zur Homöopathie einmal genauer an, sehen wir qualitativ gute Studien, die der Homöopathie eine belegbare Wirksamkeit über Placebo bescheinigen. Hier werden nur zwei Beispiele genannt:

  • „Wirksamkeit der homöopathischen Behandlung: Systematische Überprüfung von Meta-Analysen randomisierter, placebokontrollierter Homöopathie-Studien für jede Indikation“, Oktober 2023. Fazit: Homöopathie wirkt besser als Placebo. 5 der 6 Metaanalysen enthielten eine Effektschätzung für alle eingeschlossenen Studien. Alle 5 zeigten signifikant positive Effekte der Homöopathie, im Vergleich zu Placebo. Die methodische Qualität der Homöopathiestudien war ähnlich wie bei anderen klinischen Studien mit gleichem Design, aus einem vergleichbaren Zeitraum und bewertet nach gleichen Kriterien. Zur Studie.
  • Universität Bern: „Fasst man den aktuellen Stand der präklinischen und klinischen Forschung zusammen, kann man schlussfolgern, dass homöopathische Präparate spezifische Wirkungen zeigen, die sich von Placebo unterscheiden, wenn sie adäquat eingesetzt werden…“ Zur Studie.

Homöopathie ist evidenzbasierte Medizin – auf den Punkt

  • Eine Streichung der freiwilligen Kassenleistung Homöopathie würde das Therapieangebot in der ärztlichen Versorgung einschränken. Es würde eine therapeutische Monokultur in den Praxen entstehen – die Leidtragenden wären die Patienten.
  • Homöopathisch tätige Ärztinnen und Ärzte erleben täglich in der Praxis, dass die Therapievielfalt medizinisch sinnvoll ist. Homöopathie wird begleitend zur konventionellen Medizin eingesetzt. Viele Patientinnen und Patienten kommen gezielt wegen der Homöopathie in die Arztpraxen, vor allem auch bei chronischen Erkrankungen.
  • Die freiwillige Kassenleistung ist wichtig, denn nur so erhalten Patientinnen und Patienten die ärztliche Homöopathie auf ‚Chipkarte‘. Zusatzversicherungen kosten Geld, das können sich nicht alle Patienten leisten – Homöopathie aber ist versorgungsrelevant.
  • Homöopathie ist evidenzbasierte Medizin nach der Definition des Begründers der EbM (Evidenzbasierte Medizin) Dr. David Sackett. Die EbM steht auf den drei Säulen, der externen Evidenz der Wissenschaft, der Erfahrung der Ärztinnen und Ärzte der Präferenz der Patientinnen und Patienten. Diese Kriterien erfüllt die Homöopathie.

„Somit fordern wir die Erhaltung der Erstattung von Satzungsleistung für Homöopathie und den weiteren Therapiemethoden der Komplementärmedizin“, so Dr. Michaela Geiger, „für die Patientinnen und Patienten – unabhängig ihrer sozialen Schicht als nachhaltige, wirksame Therapieoption in der ärztlichen Praxis.“

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Der Deutsche Ärztekongress für Homöopathie findet vom 9. bis 11. Mai 2024 in Lindau / Bodensee stattfindet. Ausrichter des Kongresses ist der DZVhÄ. Informationen zum Kongress erhalten Sie hier: www.homoeopathie-kongress.de.

2024-01-16T14:34:59+01:00

Studie: Einsatz von Homöopathie in der Landwirtschaft zeigt positive Effekte

Berlin, 18.12.2023. Das Homeopathy Research Institute (HRI) stellt in der achten Folge des HRI-Studien-Monitors eine wichtige Studie aus der Agrohomöopathie vor. Der Wissenschaftler Dr. Fernando Abasolo-Pacheco von der Staatlichen Technischen Universität Quevedo in Ecuador hat eine kontrollierten Studie im Jahr 2020 mit Steckrüben durchgeführt und konnte den positiven Einfluss von homöopathischen Arzneimitteln auf diese Pflanzen-Kulturen belegen.

Da die Steckrübe ein wesentlicher Bestandteil in der Ernährung der ecuadorianischen Bevölkerung ist, wurde sie zum Forschungsgegenstand ausgewählt. Sie wird in großem Stil unter hohem Einsatz von Agrochemikalien angebaut. Diese chemische Belastung wirkt sich negativ auf das Ökosystem – auf Mensch, Tier und Umwelt – aus. Homöopathie wird in der Landwirtschaft zunehmend eingesetzt und es liegen bereits mehrere fundierte Studien vor. Eingesetzt werden aufgelöste für den Menschen zugelassene homöopathische Arzneimittel. Belegt sind eine höhere Keimrate, verbessertes Wachstum und schnellerer Austrieb.

Die Ergebnisse zeigen positive Effekte der Homöopathie auf die Pflanzen

Dr. Fernando Abasolo-Pacheco und sein Team testete diese drei homöopathischen Arzneimitteln: Silicea terra (SiT), Natrium muriaticum (NaM) und Phosphoricum acidum (PhA) in jeweils zwei unterschiedlichen Potenzierungen. Die Kontrollgruppe wurde lediglich mit Wasser behandelt. Untersucht wurden die drei Wachstumsphasen der Pflanzen: Keimung, Austrieb und das Stadium der vegetativen Entwicklung. Ergänzt wurde die Studie durch eine wirtschaftliche Analyse anhand der Variablen Anbauertrag, Nutzen-Kosten-Verhältnis und Rentabilität.

  • In der ersten Wachstumsphase, der Keimungsphase, verzeichnete die Studie durchweg einen positiven Effekt im Vergleich zu den Ergebnissen der Kontrollgruppe. Durch die Behandlung mit den jeweiligen homöopathischen Arzneien, in unterschiedlicher Dosis, konnte sowohl eine signifikant bessere Keimung sowie ein höheres Stängelwachstum beobachtet werden.
  • Auch in den beiden anderen Wachstumsphasen waren die Ergebnisse deutlich positiver als die der Kontrollgruppe.

Damit kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich alle sechs homöopathischen Behandlungen, zu allen drei Zeitpunkten positiv auf das Wachstum der Pflanze auswirkten.

  • Auch die wirtschaftliche Analyse verzeichnete positive Ergebnisse. Besonders die Behandlung mit Silicea terra und Natrium muriaticum schlossen mit der besten Rentabilität ab.

Die Ergebnisse bestätigen frühere Erkenntnisse anderer wissenschaftlicher Untersuchungen

In den letzten Jahren gab es zahlreiche Studien, die die positive Auswirkungen der Agrohomöopathie belegten. An diese Ergebnisse schließt die aktuelle Studie an. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass Agrohomöopathie eine sinnvolle Alternative in der Landwirtschaft ist, und als nachhaltige Option eingesetzt werden sollte.

Zum HRI Studien-Monitor

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Der Deutsche Ärztekongress für Homöopathie, 9.-11. Mai 2024 – jetzt anmelden.

Die Verbände des ÄNH stellen das wissenschaftliche Gremium für den Deutschen Ärztekongress für Homöopathie, der vom 9. bis 11. Mai 2024 in Lindau / Bodensee stattfindet. Ausrichter des Kongresses ist der DZVhÄ, das Motto: ‚Homöopathie bei Umbrüchen und Lebenskrisen‘. Informationen zu dem Kongress erhalten Sie hier: www.homoeopathie-kongress.de.

2023-12-19T11:59:29+01:00

Dr. med. Michaela Geiger im Video Ärztenetzwerk Homöopathie ÄNH

Berlin, 7. Dezember 2023. Das Ärztenetzwerk Homöopathie – ÄNH – veröffentlicht eine Videoreihe mit den Vorsitzenden der ärztlichen Berufsverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dr. med. Michaela Geiger, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Notfallmedizin, Homöopathie, ist Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte e.V. (DZVhÄ), erklärt die Relevanz der Homöopathie in der hausärztlichen Versorgung und betont, wie wichtig eine gute Ausbildung ist. Im ÄNH-Video sagt sie: „Für uns Hausärztinnen und Hausärzte ist es unabdingbar, reichhaltige Therapieoptionen zu haben, um ALLEN Menschen in unseren Praxen gerecht zu werden.“ Michaela Geiger betont, „dass der Einsatz der unterschiedlichen Therapieoptionen aber auch ein profundes Fachwissen und eine ebensolche Ausbildung verlangt.“  

ÄNH unterstützt den Deutschen Ärztekongress für Homöopathie 2024

Die Verbände des ÄNH stellen das wissenschaftliche Gremium für den Deutschen Ärztekongress für Homöopathie, der vom 9. bis 11. Mai 2024 in Lindau / Bodensee stattfindet. Ausrichter des Kongresses ist der DZVhÄ, das Motto: ‚Homöopathie bei Umbrüchen und Lebenskrisen‘. Informationen zu dem Kongress erhalten Sie hier: www.homoeopathie-kongress.de.

2023-12-08T18:59:09+01:00

Imagefilm des Ärzte-Netzwerk Homöopathie ÄNH

Berlin, 5. Dezember 2023. Das Ärzte-Netzwerk Homöopathie (ÄNH)  ist gegründet. Jetzt stellen die Vorsitzenden der beteiligten Verbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz das ÄNH in einem kurzen Video vor.

ÄNH unterstützt den Deutschen Ärztekongress für Homöopathie 2024

Die Verbände des ÄNH stellen das wissenschaftliche Gremium für den Deutschen Ärztekongress für Homöopathie, der vom 9. bis 11. Mai 2024 in Lindau / Bodensee stattfindet. Ausrichter des Kongresses ist der DZVhÄ, das Motto: ‚Homöopathie bei Umbrüchen und Lebenskrisen‘. Informationen zu dem Kongress erhalten Sie hier: www.homoeopathie-kongress.de.

2023-12-05T16:24:13+01:00

Deutsch-Österreichisch-Schweizerisches Ärzte-Netzwerk Homöopathie gegründet

Berlin, 30. November 2023. Die Berufsverbände der homöopathisch tätigen Ärztinnen und Ärzte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben im Herbst 2023 das Ärzte-Netzwerk Homöopathie (ÄNH)  gegründet. Jetzt stellt sich das ÄNH erstmals der Öffentlichkeit vor.

Das Ärzte-Netzwerk Homöopathie (ÄNH) ist gegründet und besteht aus dem Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), der Österreichischen Gesellschaft für homöopathische Medizin (ÖGHM), der Ärztegesellschaft für klassische Homöopathie (ÄKH), der Österreichischen Gesellschaft für Veterinärmedizinische Homöopathie (ÖGVH) und dem Schweizerischen Verein homöopathischer Ärztinnen und Ärzte (SVHA). Das ÄNH setzt sich für eine Integrative Medizin – dem Zusammenspiel von konventioneller und komplementärer Medizin – ein. Die Verbände sind in ihren Ländern die Hauptansprechpartner für die Weiter- und Fortbildung in ärztlicher oder tierärztlicher Homöopathie. So eint die Verbände die Aufgabe, die berufspolitischen Weichen in der ärztlichen Fort- und Weiterbildung, Praxis und Forschung zu stellen und die Öffentlichkeit über die ärztliche Homöopathie zu informieren.

Die ÄNH-Video-Reihe

Expert:innen verschiedener ärztlicher Disziplinen erzählen in einer Video-Reihe aus ihrem Alltag in der Praxis, der Forschung, der Klinik und auch aus dem Stall. Bisher sind in der ÄNH-Reihe sieben Videos und ein Image-Film erschienen, sie sind auf den ÄNH-Video-Kanal abrufbar.

  • Dr. med. Michaela Geiger, Vorstand DZVhÄ, spricht im DZVhÄ-Video über die nötigen Qualitäten von Ärztinnen und Ärzten in der modernen Medizin.
  • Dr. med. Holger Malchow, Vorstand SVHA, geht der Frage nach, wie Homöopathie in der Onkologie sinnvoll eingesetzt werden kann.
  • Dr. med. Anna Gerstenhöfer, WissHom, berichtet, wie in der hausärztlichen Praxis Homöopathie die leitliniengerechte Allgemeinmedizin ergänzt und erweitert.
  • Robert Schmidt, Chefarzt des Krankenhauses für Naturheilweisen, stellt dar, wie Integrative Medizin in einem Krankenhaus angewendet wird.
  • Dr. med. Bernhard Zauner, Vorstand ÄKH, spricht über die große Nachfrage von Patientinnen und Patienten nach Integrativer Medizin und dem Wunsch, dass mehr Forschung in diesem Gebiet stattfinden soll.
  • Dr. med. Gisela Etter, Vorstand SVHA, stellt im Video die Frage: ‚Wenn Sie krank werden, welche Medizin wünschen Sie sich?‘ Sie weiß, dass die Nachfrage nach Integrativer Medizin viel grösser ist als das Angebot.
  • Dr. med. vet. Petra Weiermayer, Vorstand ÖGVH, geht der Frage nach, warum das One Health-Konzept die Chance im Kampf gegen die Antibiotikaresistenz-Problematik ist.

ÄNH unterstützt den Deutschen Ärztekongress für Homöopathie 2024

Die Verbände des ÄNH stellen das wissenschaftliche Gremium für den Deutschen Ärztekongress für Homöopathie, der vom 9. bis 11. Mai 2024 in Lindau / Bodensee stattfindet. Ausrichter des Kongresses ist der DZVhÄ, das Motto: ‚Homöopathie bei Umbrüchen und Lebenskrisen‘. Informationen zu dem Kongress erhalten Sie hier: www.homoeopathie-kongress.de.

2023-12-04T08:55:28+01:00

Podcast: Homöopathie in der Tiermedizin

Berlin, 24. November 2023. Im 7. DZVhÄ-Podcast „Homöopathie in der Tiermedizin“ sprechen die Tierärztinnen Dr. med. vet. Brigitte Hentschel, Dr. med. vet. Beatrice Milleder und Dr. med. vet. Dörte v. Bremen über die Homöopathie in der Tiermedizin.

Sie betreuen sowohl Haus- als auch Nutztiere und erklären, wie eine Anamnese beim Tier abläuft. Außerdem beantworten sie die Frage, wie Tiere homöopathische Arzneimittel am besten einnehmen. Hören Sie, wie Homöopathie in der Tiermedizin angewendet wird und warum sie eine wertvolle Ergänzung zu konventionelle Methoden darstellt.

Die drei erfahrenen Tierärztinnen teilen auch ihre persönlichen Geschichten:

  • Dr. Brigitte Hentschel spricht über ihre anfängliche Skepsis und wie sie zu einer überzeugten homöopathisch arbeitenden Veterinärin wurde.
  • Dr. Dörte von Bremen erzählt, dass sie Homöopathie zwar durch ihr Elternhaus kannte, aber erst durch Kontakte im Studium und durch Patientennachfragen wieder zur Homöopathie fand.
  • Dr. Beatrice Milleder schildert, wie eine Erkrankung ihrer Mutter sie zur klassischen Homöopathie brachte und wie sie das Wissen der Humanausbildung auf ihre tierischen Patienten überträgt.


Wie immer wird der DZVhÄ-Podcast „Homöopathie in der Tiermedizin“ von Dr. Martina Kloepfer moderiert.

Abonnieren nicht vergessen!

„Der Homöopathie-Podcast“ des DZVhÄ kann direkt hier auf der Webseite gehört werden. Sie möchten keine neue Folge verpassen? Dann hören und abonnieren Sie den Podcast auf allen gängigen Podcast-Plattformen: Spotify, Apple Podcasts, podimo, Deezer, Youtube Music, Youtube und vielen mehr. Wir freuen uns, wenn Sie den Podcast dort liken!

Diese DZVhÄ-Podcasts sind bisher erschienen

  • Homöopathie in der Forschung | Folge 8 – Drei Wissenschaftler berichten über den Stand der Homöopathie-Forschung
  • Homöopathie in der Tiermedizin | Folge 7 – Die Tierärztinnen Dr. med. vet. Brigitte Hentschel, Dr. med. vet. Beatrice Milleder und Dr. med. vet. Dörte v. Bremen sprechen über die Homöopathie in der Tiermedizin.
  • Homöopathie in der Kinderheilkunde | Folge 6 – Kinderärztin Dr. Monika Grasser und der Kinderarzt Dr. Dominik Ewald: Ein vielseitiger Podcast über Therapie, Elternwünsche, Abrechnung und Berufspolitik.
  • Homöopathie in der Allgemein- und Familienmedizin | Folge 5 – Dr. med. Michaela Geiger und Dr. med. Jörg Albrecht sprechen im 5. DZVhÄ-Podcast über die Homöopathie in der hausärztlichen Versorgung. Was ist Familienmedizin und wie wird Homöopathie in die Hausarztpraxis integriert?
  • Patientensicherheit | Folge 4 – Der Präsident der Bundesapothekerkammer, Thomas Benkert, im Gespräch mit Dr. Ulf Riker, Internist und Vorstandsmitglied im DZVhÄ, über Patientensicherheit im Miteinander von konventioneller und homöopathischer Medizin.
  • Die Anamnese in der Homöopathie | Folge 3 – Dr. med. Michaela Geiger und Dr. med. Alexandra Schulze-Rohr, Vorstände des DZVhÄ, sprechen darüber, wie sich in der Homöopathie das diagnostische Gespräch mit der klinischen Diagnostik zu einer Medizin verbindet.
  • Die Integrative Medizin | Folge 2 – Dr. med. Michaela Geiger, 1. Vorsitzende des DZVhÄ im Gespräch mit Robert Schmidt, Chefarzt des Münchner Krankenhauses für Naturheilweisen über die Integrative Medizin in Praxis und Klinik.
  • Über die Vielfalt in der Medizin | Folge 1 – Dr. med. Michaela Geiger und Dr. med. Ulf Riker, Vorstände des DZVhÄ, berichten u.a. an Beispielen aus der eigenen Praxis, warum Pluralismus und Therapiefreiheit wichtige Werte in der Medizin sind.

Und hier finden Sie alle Podcast-Folgen auf einen Blick.

2025-01-20T14:12:28+01:00

AHZ 6/2023 Arzneimittelbilder

Die Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ) ist die Mitgliederzeitschrift des DZVhÄ. In der sechsten Ausgabe 2023 steht das Thema „Arzneimittelbilder“ im Mittelpunkt. Lesen Sie das Editorial und die Vereinsmitteilung in voller Länge und stöbern Sie im Inhaltsverzeichnis. Mitglieder erhalten die komplette Print-Ausgabe automatisch im Rahmen ihrer Mitgliedschaft.

Editorial: Arzneimittelbilder

von Ulrich Koch

Die Einzigartigkeit von Patienten und Arzneien

So wie unsere Patienten einzigartig sind und einen ganz individuellen Ausdruck ihres In-der-Welt-Seins haben, so sind spiegelbildlich die Entitäten, die Ausgangsstoffe unserer homöopathischen Arzneien in ihrer Stellung in der Welt einzigartig. Die homöopathische Behandlungsmethode stellt den Symptomen unserer Patienten die zugeordneten Symptome einer Arznei gegenüber. So wird die ähnlichste Arznei mit den meisten Übereinstimmungen auf Symptomebene herausgearbeitet.

Herausforderungen und Arzneimittelprüfung

Doch den schier unbegrenzten Individualitäten unserer Patienten steht ein nur sehr beschränkter Arzneifundus gegenüber. In der Praxis stellt das oft eine große Herausforderung dar, zumal nur ein vergleichsweise kleiner Anteil der homöopathischen Arzneien qualitativ hochwertig und ausreichend umfangreich geprüft worden ist. Eine solche Arzneimittelprüfung erfordert zudem einen großen Zeitaufwand und einige Logistik. Nur so lassen sich Rohdaten zu einem nachvollziehbaren und praxisverifizierbaren Bild zusammenführen.

Die Bedeutung des Homöopathenkollektivs

Wir sind auf die Mitarbeit des Homöopathenkollektivs angewiesen. Durch Arzneimittelselbstversuche, Patientenbeobachtungen und toxikologische Erkenntnisse werden die Arzneimittelbilder ergänzt und und ihnen eine größere Tiefenschärfe verliehen. Letztendlich übersetzt jedes Arzneimittelbild die Wirkkräfte der Ausgangssubstanz auf sehr feine und differenzierte Weise in medizinisch bedeutsame Handlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig offenbart es ein immer tiefer werdendes Weltverständnis.

Beiträge und Forschungen zu Arzneimitteln

Die Arbeiten, die wir in diesem Heft zusammengetragen haben, stellen sich dieser Herausforderung in ganz unterschiedlicher Weise und werfen aus verschiedenen Perspektiven ein hoffentlich neues Licht auf alte wie neue Arzneien. Christoph Abermann, Alexandra Gründl und Claudia Pircher arbeiten das Gemütsbild von Thuja anhand von 4 Fallgeschichten genauer heraus, was sich gerade durch eine für die Arznei spezifische „Nichtgreifbarkeit“ als genauso wichtiges wie schwieriges Unterfangen herausstellt.

Würdigung von Dr. Karl-Heinz Gebhardt

Schließlich erreichte uns ganz kurz vor Redaktionsschluss die traurige Nachricht vom Tod unseres langjährigen Schriftleiters Dr. med. Karl-Heinz Gebhardt, der noch vor wenigen Monaten trotz seines fortgeschrittenen Alters von 98 Jahren vital und sehr präsent öffentlich auftrat und auch umfangreiche Interviews gab. Wir gedenken eines großen Homöopathen, der sich unermüdlich und mit viel Geschick jahrzehntelang für die Homöopathie außerordentlich engagierte, und werden ihn aus redaktionellen Gründen erst im nächsten Heft ausführlich würdigen.

Dank an unsere Leser und Unterstützer

Außerdem danken wir unserer Leserschaft, die es mit ihrem Interesse in diesen für die Homöopathie schwierigen Zeiten möglich macht, dass wir die Homöopathie lebendig halten und weiterentwickeln können. Dieser Dank geht auch an unsere Autoren, die immer neue Aspekte zu der bewährten Heilmethode erarbeiten und bei uns vorstellen, sowie an jene, die durch Leserbriefe und Rückmeldungen einen Diskurs aufrechterhalten. Schließlich geht unser großer Dank auch an all diejenigen, die für unsere Leser unsichtbar im Hintergrund Wesentliches zum Entstehen der AHZ beitragen.

Wir wünschen Ihnen geruhsame Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2024. Mögen Sie gesund und voller Lebensfreude ins neue Jahr kommen und möge die Homöopathie wieder mehr Beachtung finden für das, was sie ausmacht: eine ganzheitliche, individualisierende und sanfte Heilmethode der Zukunft!

2024-11-20T15:29:49+01:00
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