Homöopathie kennenlernen für Ärztinnen und Ärzte

Berlin, 12. April 2023. Im Mittelpunkt dieses praxisbezogenen Seminars steht eine griffige Einführung in die Homöopathie und die Behandlung akuter Erkrankungen mit homöopathischen Arzneien. Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt, die Lerninhalte unmittelbar umzusetzen und in die Praxis zu integrieren.

Das Ziel des Seminars ist, Ihre therapeutischen Optionen in der (Kassen-)Praxis, mit einem Minimum an Theorie, um die homöopathische Akutbehandlung zu erweitern.

Dieser Kurs richtet sich insbesondere an Allgemeinmediziner und Kinderärzte mit begrenzten Zeitressourcen in der (Kassen-)Praxis. Auch Ärzte, die bereits über Grundlagen verfügen, werden viele Anregungen erhalten, wie sich die homöopathische Akutbehandlung nach dem Muster der bewährten „Indikationen“ erfolgreich in den Praxisalltag integrieren lässt.

Themen

  1. Pragmatische Einführung in die Grundlagen der homöopathischen Medizin
  2. Homöopathische Behandlung akuter Erkrankungen: Fieberhafte Infekte, Atemwegsinfekte, Otitis media, Verletzungen
  3. Hinweise zur Integration der Homöopathischen Medizin in den Praxisalltag

Auf einen Blick

Datum: Samstag, 20.05.2023, 08:30-11:30 Uhr (Pause 10:00-10:15 Uhr)

Zielgruppe: Ärztinnen und Ärzte, keine Laien

Kosten: kostenfrei

Anmeldung: Über die reguläre Kongressanmeldung (Auf der zweiten Seite der Anmeldung ist die Karte „Homöopathie kennenlernen“ buchbar.)

Informationen und Anmeldung: https://2023.homoeopathie-kongress.de/

 

2023-04-12T16:58:07+02:00

Kommentar zur Kündigung des Homöopathie-Vertrags der AOK plus Sachsen und Thüringen

Berlin, 4. April 2023. In der Rubrik DZVhÄ-Regional kommentiert Dr. med. Anke Böhme, Fachärztin für Allgemeinmedizin / Homöopathie / Naturheilverfahren, Vorsitzende des DZVhÄ-Landesverbandes Sachsen und Sachsen-Anhalt, die Kündigung des Homöopathie-Versorgungsangebots der AOK plus Sachsen und Thüringen zum 31. März 2023.

Als Hausärztin und Fachärztin für Allgemeinmedizin behandle ich viele Patientinnen und Patienten mit teilweise sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern. Ergänzend zur konventionellen Medizin habe ich als praktizierende und qualifizierte homöopathische Ärztin die Möglichkeit, je nach Indikation auch begleitend homöopathisch zu behandeln. Dies kann bei akuten, aber auch bei chronischen Erkrankungen der Fall sein. Bei Letzteren sind ausführliche und in der Regel zeitaufwendige Anamnesen nötig; nachvollziehbar, da die Homöopathie eine sehr individuelle Medizin ist.

Um den Patienten und Patientinnen Homöopathie auf „Chipkarte“ anbieten zu können bei gleichzeitig angemessener Vergütung, haben viele gesetzliche Krankenkassen sogenannte Versorgungsverträge deutschlandweit mit der Managementgesellschaft für Gesundheitsdienstleistungen oder auch länderspezifisch mit Kassenärztlichen Vereinigungen abgeschlossen. Leistungen über diese Verträge können aber nur entsprechend qualifizierte Ärztinnen und Ärzte abrechnen, d.h., wir besitzen als Fachärzte und Fachärztinnen die von der Ärztekammer anerkannte Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ bzw. als weitergehende Qualifikation das „Homöopathie-Diplom“ – verliehen vom Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ). So ist in den Arztpraxen eine hohe Versorgungsqualität für die Patientinnen und Patienten gewährleistet.

Nun hat leider die AOK Plus die mit den KVen Sachsen und Thüringen geschlossenen Verträge über die vertragsärztliche Behandlung mit klassischer Homöopathie nach § 73a SGB V in Sachsen und Thüringen zum 31. März 2023 gekündigt. Diese Entscheidung bedaure ich sehr. Denn eine homöopathische Behandlung ist nicht nur eine wirksame, sanfte und praktisch nebenwirkungsfreie Medizin, sie ist auch – je nach Krankheitsbild – nachhaltig und kostengünstig!

Wenn daher Krankenkassen freiwillig Homöopathie ihren Versicherten über die entsprechenden Versorgungsverträge anbieten, gibt dies nicht nur den Patienten und Patientinnen unabhängig vom Einkommen die Möglichkeit an erweiterter medizinischer Versorgung und damit auch Freiheit in Bezug auf die Behandlungswahl, sondern es ist ebenso hinsichtlich der allgemeinen Gesundheitsvorsorge sinnvoll und wirtschaftlich. Eine Ende 2020 publizierte Studie der SECURVITA belegte die Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit der Homöopathie, u.a. zeigte sie auch, dass der Einsatz von Antibiotika bei homöopathisch behandelten Patienten und Patientinnen reduziert werden kann. Zurecht wird also die Homöopathie von Patienten und Patientinnen gewünscht und stark nachgefragt. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Homöopathie ihren festen Platz in der Gesundheitsversorgung behält!

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Homöopathie ihren festen Platz in der Gesundheitsversorgung behält!

▶️ Tipp vom Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH): Wenn zuvor angebotene Leistungen, etwa Homöopathie, nicht mehr übernommen werden, empfiehlt der BPH die Krankenkasse zu wechseln. Auf der BPH-Seite wird das Procedere des Wechselns erklärt.

 

2023-04-12T13:30:13+02:00

Video-Statements zum DZVhÄ-Kongress von Referentinnen und Referenten

Berlin, 6. März 2023. Der Ärztekongress für Homöopathie des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) findet vom 18.-20. Mai 2023 ONLINE statt. Es ist die 171. Jahrestagung des Verbandes. Der Anfang und das Ende des Lebens stehen für die zwei sensibelsten Phasen im Kreislauf des Lebens von Menschen und Tieren. „In beiden Lebensphasen kann die Homöopathie mit eine wertvolle Therapieoption sein“, sagt Dr. med. Michaela Geiger, 1. DZVhÄ Vorsitzende. „Wir haben ein Kongressprogramm für Ärzt:innen, Tierärzt:innen und Hebammen konzipiert, dass diese vulnerablen Lebensphasen besonders in den Fokus rücken.“

Referentinnen und Referenten stellen im Video ihr Thema vor und sagen, warum sich der Kongress direkt für die Praxis lohnt

▶️ Ingeborg Stadelmann, Hebamme:

„In meinem Vortrag werde ich auch bewährte homöopathische Arzneimittel rund um die Hebammenhilfe vorstellen, so dass Hebammen einen direkten praktischen Nutzen für ihre Arbeit aus dem Vortrag erhalten“

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▶️ Dr. med. Sigrid Kruse, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin am Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU München:

„Die Homöopathie kann unsere Therapiemöglichkeiten bei Kindern enorm erweitern und das ohne schädigende Nebenwirkungen“

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▶️ Dr. med. vet. Dörte v. Bremen, Tierärztin, erklärt, wie der Themenstrang Veterinärmedizin gestaltet wird:

„Die Homöopathie bekommt in der Nutztierpraxis aufgrund der EU-Bio-Verordnung einen noch größeren Stellenwert.“

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▶️ Robert Schmidt, Chefarzt am Krankenhaus für Naturheilweisen München, erklärt stellvertretend für das wissenschaftliche Team des DZVhÄ Kongresses

„Wir haben ein Kongressprogramm für Ärzt:innen, Tierärzt:innen und Hebammen konzipiert, dass diese vulnerablen Lebensphasen besonders in den Fokus rücken“

Zum Video


Anmeldung und Informationen hier.

2023-03-09T12:03:30+01:00

Medikamentenmangel? Die Homöopathie hat da was

Berlin, 8. Februar 2023. Medikamentenmangel in Deutschland, aktuell fehlen 409 gängige Arzneimittel, betroffen ist eine breite Palette von Präparaten: etwa Fiebersäfte, Schmerzmittel, Antibiotika, Bluthochdruckmittel bis hin zu Krebsmedikamenten. In homöopathisch tätigen Arztpraxen können fiebersenkende Arzneimittel, in vielen Fällen aber auch Antibiotika und vieles mehr ersetzt werden.

In den Praxen ist Hochkonjunktur: Patientinnen und Patienten mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit geben sich die Klinke in die Hand. Jung wie Alt plagen sich mit den unterschiedlichen fieberhaften, betont viralen Infekten herum, jeder mit seinem individuellen Beschwerdebild. Darauf können Ärztinnen und Ärzte mit einem breit aufgestellten Therapiespektrum gut eingehen, zum Beispiel mit Homöopathie. „Wir haben seit mehr als 200 Jahren in der Praxis erprobte homöopathische Arzneimittel, die viele zurzeit nicht lieferbare Medikamente ersetzen können“, sagt Dr. med. Michaela Geiger, 1. Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ). Die Hausärztin fügt hinzu: „Aufgrund unserer ärztlichen Ausbildung wissen wir aber auch, dass etwa Krebsmedikamente wie das oft zitierte Tamoxifen nicht durch Homöopathie ersetzt werden kann.“

Medikamentenmangel: Ärztliche Weiterbildung macht den Unterschied

Bei Ärztinnen und Ärzten, aber auch bei Apothekerinnen und Apothekern, die über eine Weiterbildung Homöopathie verfügen, löst die Debatte um die Versorgungsprobleme zum Teil Unverständnis aus. Einerseits, da sie belegte therapeutische Antworten auf die drängenden medizinischen Fragen haben. Aber auch, da gerade die Zusatzbezeichnung Homöopathie von den meisten Landesärztekammern abgeschafft wird. Und dieses komplementäre medizinische Wissen wird in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehenl. Die Diskussion um die Abschaffung der Apotheker-Weiterbildung Naturheilverfahren und Homöopathie hat gerade erst begonnen. 

Homöopathie wird in tausenden Arztpraxen in Deutschland angewendet, abgesichert durch wissenschaftliche Erkenntnisse, tägliche ärztliche Erfahrung und ein betont patientenzentriertes Vorgehen. „Aber nehmen wir einmal an, Homöopathie wirke nur über den Placebo-Effekt, wie kolportiert wird“, spekuliert Internist Dr. med. Ulf Riker, 2. Vorstand des DZVhÄ, „selbst dann wäre sie eine Option, erst recht, wenn andere Optionen fehlen.“ Da homöopathisch ausgebildete Ärztinnen und Ärzte den generellen Krankheitsverlauf beurteilen können, können sie auch eine Placebo- von einer Arzneiwirkung unterscheiden. 

Medikamentenmangel: Unsicherheit bei Fieber

Viele Eltern werden bei Fieber ihrer Kinder ab 38,5°C unsicher. Die Knappheit von Fiebersäften verstärkt das Gefühl der Hilflosigkeit und das Unverständnis über das medizinische System. „De facto wird Patientinnen und Patienten eine Therapieoption vorenthalten, wo Beratung und Behandlung wichtig wären“, sagt Dr. Riker. Umso wichtiger ist eine engmaschige Betreuung durch die Hausärztin oder den Hausarzt. Da diese aber nicht immer erreichbar sind, können Ärztinnen und Ärzte und Patientinnen und Patienten über die Fieber-App (https://www.feverapp.de/) kommunizieren. 

Tipp von Dr. Geiger: „Sollten Sie in der kommenden Zeit Ihre konventionellen Fiebersäfte nicht erhalten, suchen Sie eine Fachapotheke für Naturheilverfahren und Homöopathie auf. Steht eine ärztliche Konsultation an, können erfahrene homöopathische Ärztinnen oder Ärzte Ihnen ein passendes homöopathisches Arzneimittel verordnen.“

 

2024-08-14T14:08:01+02:00

DZVhÄ Kongress 18.-20. Mai: Homöopathie am Anfang und Ende des Lebens

Berlin, 11. Januar. Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) lädt zu seiner 171. Jahrestagung, dem Deutschen Ärztekongress für Homöopathie, ganz herzlich vom 18.-20. Mai 2023 ein. Das Thema des ONLINE-Kongresses: Homöopathie am Anfang und Ende des Lebens. Der Frühbucherrabatt läuft noch bis zum 15. Januar – hier geht es zur Anmeldung.

Der Anfang und das Ende des Lebens stehen für die zwei sensibelsten Phasen im Kreislauf des Lebens von Menschen und Tieren. „In beiden Lebensphasen kann die Homöopathie mit eine wertvolle Therapieoption sein“, sagt Dr. med. Michaela Geiger, 1. DZVhÄ Vorsitzende. „Wir haben ein Kongressprogramm für Ärzt:innen, Tierärzt:innen und Hebammen konzipiert, dass diese vulnerablen Lebensphasen besonders in den Fokus rückt.“

Bereits die häufig beschwerliche Schwangerschaft kann homöopathisch vorzüglich begleitet werden. Und auch während der Geburt, die für Mutter und Kind eine außergewöhnliche körperliche und psychische Belastungssituation darstellt, möchten viele Hebammen und Geburtshelfer:innen die Homöopathie nicht missen. Nach der Geburt gilt es für Mutter und Kind, sich auf einen völlig neuen Lebensabschnitt einzustellen und diesen zu meistern. Die Art und Weise, wie das gelingt, dürfte für das ganze weitere Leben prägen. Die Homöopathie kann hier auf gezielte und nachhaltige Weise große Hilfe leisten.

„Wir möchten interdisziplinär das breite Spektrum der Homöopathie am „Anfang des Lebens“ beleuchten und nicht nur den Austausch ärztlicher Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Fachdisziplinen anregen, sondern auch auf den homöopathischen Erfahrungsschatz der Hebammen zurückgreifen.“ Dr. med. Michaela Geiger, DZVhÄ-Vorsitzende

Auch die körperlichen und seelischen Umstellungen im Senium und am Lebensende fordern einen patientenzentrierten und komplexen Therapieansatz. Gerade bei geriatrischen Patienten:innen häufen sich oft chronische Erkrankungen. Eine große Herausforderung ist die Polypharmazie mit häufig unkalkulierbaren Neben- und Wechselwirkungen.
Hier kann die Homöopathie als Bestandteil eines integrativen Behandlungskonzepts ebenso große Dienste leisten wie in der Palliativmedizin, bei der es vor allem um eine Linderung sowohl körperlicher, wie  auch psychischer Symptome wie Angst, innere Unruhe oder Verzweiflung geht.

Zur Anmeldung

2023-01-11T16:15:22+01:00

DZVhÄ: Globuli sind nie Impfersatz

Berlin, 3. Mai 2021. Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) hat bereits zu Beginn der Pandemie im Jahr 2020 darauf hingewiesen, dass im Zusammenhang mit Covid-19 zunächst sämtliche Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sowie der Gesundheitsbehörden zu berücksichtigen seien. Es wurde außerdem klargestellt, dass die Nennung homöopathischer Einzelarzneien zur Behandlung schwerer Corona-Verläufe unterbleiben sollte, weil dies nicht den Regeln der Homöopathie Hahnemanns entspricht und Patient*innen zu Fehlschlüssen oder unkontrollierter Selbstbehandlung verleiten kann.

Im Laufe der Pandemie haben zahlreiche ärztliche Kolleginnen und Kollegen, die über eine homöopathische Zusatzausbildung sowie langjährige Praxiserfahrung verfügen, in sorgfältiger Abwägung konventionell-medizinischer Notwendigkeiten und individueller Besonderheiten die Erfahrung gemacht, dass gezielt ausgewählte homöopathische Arzneien in der Lage sind, die Krankheits-Symptomatik abzumildern und Krankheitsverläufe abzukürzen. „Für homöopathisch tätige Ärzt*innen gilt das im Übrigen nicht nur bei Covid-19, sondern auch bei anderen, vielfach viralen Infekten, bei denen die Therapieoptionen der konventionellen Medizin nicht selten eingeschränkt sind.  Ob Homöopathie zum Einsatz kommt oder nicht liegt in der freien Entscheidung jedes einzelnen, aufgeklärten Patienten und in der Erfahrung der Ärzt*innen.“ betont Dr. Ulf Riker, 2. Vorsitzender des DZVhÄ.

Impfungen dienen der Vorbeugung von Erkrankungen. Wirksame Impfstoffe sind gerade in einer Pandemie wichtige Hilfen für Menschen, die sich schützen wollen und die auch geschützt werden müssen. Homöopathisch ausgebildete und tätige Ärzt*innen sind nicht automatisch Impfgegner, wie immer wieder unterstellt wird. Riker weist darauf hin, dass „die Abwägung, ob im Einzelfall der erwünschte Impferfolg mögliche Neben- und Folgewirkungen einer Impfung überwiegt, einer sorgfältigen Analyse, Aufklärung und Beratung durch Ärzt*innen mit einschlägiger Erfahrung“ bedarf.

Es bleibt in der Eigenverantwortung einzelner Apotheker*innen, in Eigenregie oder auf Wunsch von Ärzt*innen (oder Heilpraktikern) aus Impfstoffen (oder anderen Medikamenten) homöopathische Präparate herzustellen. Dabei sind arzneimittelrechtliche Vorschriften einzuhalten. Eine explizite Aufklärung darüber, dass diese Präparate definitiv kein Ersatz für eine Impfung sind, ist zwingend erforderlich.

„Ausleitung“ meint im naturheilkundlichen Sinne „Entgiftung“. Impfstoffe sind primär keine „Gifte“, ihre immunologische Wirkung ist erwünscht. Das Auftreten von Krankheitssymptomen nach einer Impfung ist eine Eigenreaktion des Organismus auf die Impfung. Die auftretenden Erscheinungen lassen sich nicht „ausleiten“, aber homöopathisch und individuell behandeln. Präparate aus Krankheitsprodukten oder auch herkömmlichen Arzneien (also auch aus Impfstoffen) können erfahrungsgemäß dazu beitragen, Symptome zu lindern. Dasselbe Ziel lässt sich aber prinzipiell auch mit den bereits bekannten und handelsüblichen homöopathischen Arzneien erreichen.

Der DZVhÄ appelliert an seine Mitglieder, sich der Behandlung von Corona-Patient*innen oder Geimpften mit Folgeerscheinungen mit besonderer Sorgfalt zu widmen, rechtliche Vorgaben zu berücksichtigen, die eigene Erfahrung in der Behandlung von Covid-19 selbstkritisch zu reflektieren. „Dazu gehört, dass wir unsere Patient*innen über Möglichkeiten, Grenzen und Folgewirkungen einer Impfung, einer homöopathischen Begleitung, bei einer unzureichend behandelten Krankheit aber auch über drohende Komplikationen vollumfänglich aufklären. Gegebenenfalls überweisen wir sie an ärztliche Kolleg*innen oder in die Klinik“, sagt Dr. Michaela Geiger, 1. Vorsitzende des DZVhÄ.

Kontakt:

Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V. (DZVhÄ)
Axel-Springer-Str. 54b, 10117 Berlin
Telefon: (030) 325 9734 0, Fax: (030) 325 9734 19
E-Mail: presse@dzvhae.de
Internet: www.dzvhae.de

2021-05-08T13:13:38+02:00

Standpunkt des DZVhÄ gegen Rechts!

Berlin, 30. März 2021. Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V. (DZVhÄ) steht für eine offene und pluralistische Gesellschaft, in der ein toleranter und respektvoller Umgang gepflegt wird. Der DZVhÄ wendet sich entschieden gegen Strömungen, die unsere Gesellschaft spalten, Minderheiten ausgrenzen oder totalitäres Gedankengut verbreiten.

Unsere Standpunkte

  1. Wir distanzieren uns ausdrücklich von einer Partei, in der die Zeit des Nationalsozialismus als Vogelschiss der Geschichte dargestellt wird. Wir stellen fest, dass es zwischen rechtsextremen Gedanken und Bewegungen einerseits und dem ärztlichen Berufsethos andererseits keine Brücken geben kann und gebaut werden dürfen.
  2. Wir bekennen uns zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit als Grundlagen einer werteorientierten und offenen Gesellschaft mündiger und selbstbestimmter Bürgerinnen und Bürger.
  3. Wir erwarten Respekt und Toleranz als Voraussetzungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
  4. Wir verurteilen verbale Angriffe auf demokratische Werte, Verrohung der Sprache und Ausgrenzungen im öffentlichen Raum.
  5. Wir sind überzeugt, dass ein Bemühen um friedliches Zusammenleben und die Möglichkeit aktiven Mitgestaltens in einem „bunten“ Miteinander die Resilienz der Gesellschaft gegenüber braunen Umtrieben stärkt.

Der DZVhÄ verwehrt sich gegen Versuche, den Verband bzw. die Homöopathie an sich in Verbindung mit rechtem Gedankengut oder Parteien zu bringen – dies gilt für Gegenwart und Vergangenheit gleichermaßen. Immer wieder wird kolportiert, dass es zwischen der Homöopathie und der nationalsozialistischen Ideologie eine Gemeinsamkeit gebe. „Eine solche Sicht kann man nur als Geschichtsklitterung bezeichnen“, schreibt der Medizinhistoriker Prof. Dr. Robert Jütte in einer historischen Expertise. Der DZVhÄ hatte sich 2013 in seiner „Weimarer Erklärung“ dazu verpflichtet, die eigene Geschichte zwischen 1933 und 1945 zu erforschen und aufzuarbeiten. Wir verweisen auf das Buch von Prof. Dr. Florian G. Mildenberger: „Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte im Nationalsozialismus – Bestandsaufnahme, Kritik, Interpretation“. In den Jahren des Nationalsozialismus hat der DZVhÄ durch Wegschauen, falsche Verbeugungen und Ausblenden der Welt jenseits der eigenen Praxis Mitschuld auf sich geladen.

Der DZVhÄ-Bundesvorstand:
Dr. med. Michaela Geiger – 1. Vorsitzende
Dr. med. Ulf Riker – 2. Vorsitzender
Dr. med. Gerhard Antrup – Vorstand Finanzen
Dr. med. Alexandra Schulze-Rohr – Vorstand Fort- und Weiterbildung

 

2024-08-14T14:30:08+02:00

DZVhÄ Standpunkt: Skeptiker Brief an Tierärztekammer

Stellungnahme der AG VetMed des DZVhÄ zu einem offenen Brief von Skeptikern an die Bundestierärztekammer und einem Kommentar in dem Online-Medium Volksverpetzer: Tierärzte und Homöopathie vom 4. Februar 2021

Berlin, 11.02.2021 – Wir haben den offenen Brief einiger tierärztlicher Kolleginnen und Kollegen an die Bundestierärztekammer anlässlich eines in der Februar-Ausgabe des Deutschen Tierärzteblattes 2021 veröffentlichten Artikels, sowie den dazugehörigen Kommentar auf der Online- Plattform “Volksverpetzer” zur Kenntnis genommen.

Anstatt eines fachlichen Diskurses in einem unter Medizinerinnen und Medizinern angemessenen Tonfall, wurde hier in unwürdiger Art und Weise öffentlich Hetze betrieben – und das in einem Ton, der leider auf Plattformen der sozialen Medien inzwischen die Regel geworden ist. Andere mit geringschätzigen Namen zu betiteln, ist weder anständig, noch hat es mit einer guten Diskussionskultur das Geringste zu tun. Wir befürworten eine offene, wertschätzende, fruchtbare Diskussion unter Standeskolleginnen und -kollegen.

Besonders irritiert haben uns die von den Autoren des Briefes gezogenen Vergleiche mit dem NS-Regime. Solche Allegorien sind in jeglicher fachlichen Auseinandersetzung unangebracht.

Wir gehen davon aus, dass diese Gruppe von 100 Tierärztinnen und Tierärzten nicht für die restlichen der über 12 000 praktizierenden Tierärztinnen und Tierärzten in Deutschland spricht und wir verwehren uns aufs schärfste gegen diese unsachlichen und diffamierenden Aussagen, die dem Berufsstand nur schaden können.

Für eine fachliche Diskussion stehen wir natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Dr. med. vet. Brigitte Hentschel, München

AG Vetmed des DZVhÄ

Kontakt: presse@dzvhae.de

Tipp: Der Deutsche Ärztekongress für Homöopathie (ONLINE) vom 13.-15. Mai bietet erstmals in einem eigenen Strang tiermedizinische Themen. Informationen: https://2021.homoeopathie-kongress.de/

2021-03-22T12:07:05+01:00

DZVhÄ Standpunkt: WELT über Minister Klaus Holetschek

Berlin, 10.02.2021 – Wieder einmal bietet die WELT in diesem beitrag von Per Hinrichs einseitig Homöopathie-Leugnern die Bühne. Hauptdarsteller im Drehbuch von Hinrichs sind wie so oft dieselben Verdächtigen, die ohne eigene homöopathische Therapieerfahrung über die „fehlende Wirksamkeit der Homöopathie“ schwadronieren, die eine geplante Einrichtung eines Lehrstuhles für Integrative Medizin in Bayern mit Homöopathie in einen Sack stecken (damit man beim Draufschlagen auch möglichst gleich Alles trifft, was man zerstören will), die so überaus dämliche Sätze sagen dürfen wie „Wer Homöopathie sät, wird Impfmüdigkeit ernten“ oder ‚Wissenschafts-Pluralismus sei unsinnig und gefährlich, da es nur eine Wissenschaft gebe‘. – Nein, es gibt hoch angesehene wissenschaftliche Disziplinen, z.B. Naturwissenschaft, daneben Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaft und vieles mehr. Und dann gibt es auch noch eine Wissenschaft, die auf Empirie gründet, und manchmal bereichern und ergänzen sich diese Wissenschaften gegenseitig.

Was – wie immer – zu kurz kommt oder glatt unterschlagen wird:

1.) Homöopathisch tätige Ärzt*innen sind keine Impfgegner, aber sie beraten ihre Patient*innen individuell. Kritisches Denken ist nicht dasselbe wie Gegnerschaft. Aber es ist natürlich einfacher, hier partout nicht zu differenzieren, auch nicht zwischen homöopathisch tätigen Ärzt*innen und anderen „Heiler*innen“. Mehr journalistische Redlichkeit wäre heilsam in einer von Spaltung und Polarisierung geprägten Zeit.

2.) Die Aussage, Homöopathie sei „seit mehr als 200 Jahren jeden Beweis ihrer Wirksamkeit schuldig geblieben“ wird durch ständiges Wiederholen nicht richtiger: es liegen genügend Ergebnisse aus der klinischen Forschung ebenso wie aus den Bereichen der Grundlagen- und Versorgungsforschung vor, die eine weitere Forschung rechtfertigen. Forschung braucht aber auch Lehrstühle und Finanzierung. Forschung in einem speziellen Feld für beendet zu erklären entspricht wissenschaftlicher Selbstverleugnung.

3.) Die Besetzung politischer Positionen ist auch Ausdruck von Legitimation durch demokratische Wahlen. Einen HNO-Arzt kann man wechseln, einen Chefredakteur oder -reporter aber kann man nicht abwählen (bestenfalls kann man eine andere Zeitung abonnieren oder das Fernsehprogramm wechseln). Und wie viele Menschen haben auch Politiker ihre Überzeugungen, die sie dem mündigen Bürger gegenüber vertreten müssen. Menschen fordern Integrative Medizin, auch wenn dies der Einen oder dem Anderen nicht passt. Insofern ist es auch in der Politik ein Gewinn, wenn Pluralismus herrscht und wählbar ist.

Zu guter Letzt: „Die Medizin muss nicht heilen können, darf aber nicht schaden“: so macht sich die WELT über Homöopathie lustig. Ganz anders bei der konventionellen Medizin: sie kann zwar in vielen Fällen auch nicht heilen (sondern nur Symptome der Krankheit beherrschen, was in vielen Fällen selbstverständlich auch schon viel ist), aber dafür darf sie natürlich schaden! So einfach geht Messen mit zweierlei Maß bei der WELT! Ärztliche Kolleg*innen wissen selbstverständlich um die Möglichkeiten und Grenzen der konventionellen Medizin, und gerade deshalb vertreten viele von Ihnen auch die Integrative Medizin in ihren Praxen.

Der DZVhÄ-Vorstand im Februar 2021
Dr. med. Michaela Geiger – 1. Vorsitzende
Dr. med. Ulf Riker – 2. Vorsitzender
Dr. med. Gerhard Antrup – Vorstand Finanzen
Dr. med. Alexandra Schulze-Rohr – Vorstand Fort- und Weiterbildung

Kontakt:
Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V. (DZVhÄ)
Axel-Springer-Str. 54b, 10117 Berlin
Telefon: (030) 325 9734 0, Fax: (030) 325 9734 19
E-Mail: presse@dzvhae.de

2021-03-22T11:53:16+01:00

DZVhÄ Standpunkt: Corona-Newsticker der HG

Aus Sicht des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) haben alle gesellschaftlichen Gruppierungen (nicht nur) in Corona-Zeiten die Verantwortung, das Miteinanderleben in unserer Gesellschaft kritisch zu begleiten – aber nicht zu polarisieren oder gar zu spalten. Die Anti-Homöopathie-Kampagne trägt ihren Teil zur Verunsicherung der Bevölkerung bei. Zusätzlich stellt ein „Corona-Newsticker“ der Hahnemann-Gesellschaft vom Dezember 2020 die von Politik und Wissenschaft veranlassten Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung in Frage. Beides bringt die ärztliche Homöopathie in Misskredit.

Bereits im November 2020 hatte der DZVhÄ aus aktuellem Anlass eindeutig Stellung bezogen zu medialen Verknüpfungen der Themen „Homöopathie“ einerseits und „Impfgegnern“, „Corona-Leugnern“ oder radikalen politischen oder ideologischen Sichtweisen im Umfeld der Covid-19-Pandemie andererseits, in DZVhÄ-Positionspapier heißt es unter anderem:

Wir leugnen nicht die Schwere der Covid-19-Pandemie, aber wir warten nicht allein auf einen Impfstoff, sondern bieten den Betroffenen – wenn gewünscht – im Krankheitsfall und bis sichere Impfstoffe vorhanden, sind eine therapeutische Begleitung mit homöopathischen Arzneien an.

Die Sicherheit der Patientinnen und Patienten steht für Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie im Mittelpunkt des Handelns. Hierin unterscheiden wir uns nicht im Geringsten von ärztlichen Kolleginnen und Kollegen anderer Fachrichtungen.

Die Verlautbarung der Hahnemann-Gesellschaft (Dezember 2020) erfordert aus unserer Sicht eine erneute Klarstellung:

  1. In einem Beitrag von Deutschlandfunk Kultur wird die Hahnemann-Gesellschaft als „Deutschlands führende Homöopathie-Organisation“ vorgestellt. Diese Darstellung ist falsch: Mit einer um den Faktur 100 größeren Mitgliederzahl ist der DZVhÄ mit Abstand der größte Berufsverband von (Fach-) Ärzt*innen mit Zusatzqualifikation Homöopathie. Der DZVhÄ ist darüber hinaus primärer Ansprechpartner der Ärztekammern im Zusammenhang mit der Erlangung der Zusatzbezeichnung sowie auch der gesetzlichen Kostenträger im Rahmen der Kostenübernahme.
  2. Der DZVhÄ distanziert sich klar und eindeutig von allen Aussagen der Hahnemann-Gesellschaft, die als Verharmlosung der Covid-19 Pandemie verstanden werden können.
  3. Der DZVhÄ distanziert sich speziell von den Aussagen, die Schutzmaßnahmen (AHA-Regeln) seien „wirkungslos“, Impfungen seien „unnötig“ und „symptomlose Virusträger seien nicht ansteckend“.
  4. Solange täglich in Deutschland und weltweit tausende Menschen nicht nur mit, sondern auch an Covid-19 sterben, halten wir die Äußerung für zynisch, auch diese Pandemie sei selbstlimitierend. Die Folgen der Verharmlosung der Pandemie zeigen sich aktuell in erschütternder Deutlichkeit in anderen Ländern, z.B. in den USA oder in Brasilien
  5. Der DZVhÄ weist darauf hin, dass auch für Ärzt*innen Meinungsfreiheit besteht. Ärzt*innen unterliegen freilich auch ihrer Berufsordnung und sind für die Folgen ihres Handelns jeweils selbst verantwortlich. Die Verantwortung für eine gelingende Pandemiebekämpfung und den Schutz der Bevölkerung können einzelne Ärzt*innen nicht übernehmen, deshalb liegt diese Verantwortung bei der Politik und ihren professionellen Beratern.

Die Position des DZVhÄ ist eindeutig:

  1. Wir tragen die politisch legitimierten und medizinisch notwendigen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung mit. Gleichzeitig wünschen wir uns eine nachvollziehbare und längerfristige Strategie, die sich nicht nur an tagesaktuellen Zahlen, sondern an plausiblen Zielen orientiert.
  2. Wir behalten uns als Ärzt*innen mit Zusatzbezeichnung Homöopathie vor, unsere Patient*innen homöopathisch zu begleiten, sofern diese das wünschen und das entsprechende Vorgehen nicht zur Unterlassung anderer notwendiger medizinischer Maßnahmen führt.
  3. Wir erwarten eine differenzierte Aufklärung der Bevölkerung über Hintergründe und Zusammenhänge der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Hierzu gehören auch Transparenz und eine bessere Kommunikation hinsichtlich aller Fakten im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung.
  4. Wir erwarten eine konsequente wissenschaftliche Begleitung aller Maßnahmen und ihrer Ergebnisse, nicht zuletzt auch der medizinischen, psychologischen und sozialen Kollateralfolgen.
  5. Wir stellen fest: die angeordneten Maßnahmen sowie die Pandemie an sich bedeuten Stress und lösen in der Bevölkerung Ängste aus. Beide Faktoren bergen die Gefahr der Schwächung körpereigener Abwehrleistung. Die Stärkung des Immunsystems ist, unabhängig von den erwarteten Effekten der Impfung ein wichtiges Ziel im Kampf gegen die Pandemie. Auf dieses Ziel sollten Politik und Medizin mehr als bisher ihr Augenmerk richten. Homöopathie kann hier, neben anderen Maßnahmen, helfen und sich bewähren.

Der DZVhÄ-Vorstand im Januar 2021, mitgetragen von den Vorständen der Landesverbände

Dr. Michaela Geiger – 1. Vorsitzende

Dr. Ulf Riker – 2. Vorsitzender

Dr. Gerhard Antrup – Vorstand Finanzen

Dr. Alexandra Schulze-Rohr – Vorstand Fort- und Weiterbildung

Dr. Ursula Dohms – 1. Vorsitzende Berlin Brandenburger Verein homöopathischer Ärzte

Dr. Katharina Kunze – 1. Vorsitzende LV Sachsen / Sachsen-Anhalt

Dr. Sieglinde Lauer – 1. Vorsitzende LV Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland

Dr. Peter Emmrich – 1. Vorsitzender LV Baden-Württemberg

Dr. Peter Großgott – 1. Vorsitzender LV Thüringen

Dr. Anja Hölscher – 1. Vorsitzende LV Hamburg / Schleswig-Holstein

Dr. Ulf Riker – 1. Vorsitzender LV Bayern

2021-03-22T12:11:51+01:00
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