24 24 August

Zum Tod von Dr. med. Karl-Heinz Gebhardt

Karl-Heinz Gebhardt ist im Alter von 99 Jahren am 16. August 2023 gestorben. Wir trauern um den ehemaligen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden des DZVhÄ.

Karl-Heinz Gebhardt, in Coburg geboren, war Internist, sein Schwerpunkt die Onkologie – und er hat sich sein gesamtes Berufsleben mit der Homöopathie beschäftigt. Er war Chefarzt und ärztlicher Direktor eines Krankenhauses und er war von 1971 bis 2019 in eigener Praxis in Karlsruhe niedergelassen. Die Homöopathie begleitete ihn. Er erzählte, dass ihn die Homöopathie 1932, als er acht Jahre alt war, das Leben gerettet habe. Diese Erfahrung war Ausgangspunkt für sein Interesse an der Methode.

Bereits als Medizinstudent in Halle begann er sich mit ihr zu beschäftigen und von dort an war sie Teil seines medizinischen Repertoires. Doch Karl-Heinz Gebhardt nutzte die Homöopathie nicht nur für seine Patientinnen und Patienten. Er wollte auch, dass möglichst viele Ärztinnen und Ärzte die Homöopathie kennenlernen und sie anwenden. So war er auch 10 Jahre Lehrbeauftragter der Universität Heidelberg. Er engagierte sich berufspolitisch, da neben der ärztlichen Weiterbildung auch immer die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen für die Homöopathie gestaltet werden müssen. Und Karl-Heinz Gebhardt gestaltete. Er engagierte sich in Verbänden – oder gründete sie mit, wie die Hufelandgesellschaft. Gebhardt war von 1972 bis 1992 Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) und war 30 Jahre lang Schriftleiter der Allgemeinen Homöopathischen Zeitschrift, der AHZ. Er war auch in der Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde und im Hartmann-Bund aktiv.

In einem Interview in den DZVhÄ-Vereinsmitteilungen der AHZ (2015; 260 (4): 1–3) berichtet Gebhardt über seine politische Arbeit in den 1970er Jahren. Die Bundesregierung habe ein Gesetz vorbereitet, mit dem Naturheilverfahren und Homöopathie praktisch verboten werden sollten. Das konnte verhindert werden, weil die Bevölkerung mobilisiert wurde, erzählt er. „Ich habe mir gesagt, wer den längeren Atem hat, der gewinnt“ – und er hat gewonnen. Sein Engagement wurde vielfach gewürdigt, unter anderem 1988 mit dem Bundesverdienstkreuz.

Karl-Heinz Gebhardt war im Mai 2023 Referent des Deutschen Ärztekongresses für Homöopathie des DZVhÄ. Das Motto des Kongresses: Homöopathie am Beginn und Ende des Lebens. Gebhardt berichtete über rund 75 Jahre ärztliche Praxis, über Berufspolitik und Homöopathie. Dieses von Robert Schmidt, Chefarzt des Münchner Krankenhauses für Naturheilweisen, geführte sehr persönliche Gespräch ist in voller Länge auf der DZVhÄ-Webseite anzusehen. Zum Gespräch.

27 27 Juli

Podcast: Homöopathie in der Kinderheilkunde

Im 6. Podcast des DZVhÄ sprechen die Kinderärztin Dr. Monika Grasser und der Kinderarzt Dr. Dominik Ewald über ihr Fachgebiet.

Frau Grasser ist u.a. auf Neonatologie spezialisiert, Herr Ewald informiert neben der kinderärztlichen Praxis auch aus der Perspektive des Vorsitzenden des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (LV Bayern).

Ein vielseitiger Podcast über Therapie, Elternwünsche, Abrechnung und Berufspolitik.

Diese DZVhÄ-Podcasts sind bisher erschienen

  • Homöopathie in der Allgemein- und Familienmedizin – Dr. med. Michaela Geiger und Dr. med. Jörg Albrecht sprechen im 5. DZVhÄ-Podcast über die Homöopathie in der hausärztlichen Versorgung. Was ist Familienmedizin und wie wird Homöopathie in die Hausarztpraxis integriert?
  • Patientensicherheit – Der Präsident der Bundesapothekerkammer, Thomas Benkert, im Gespräch mit Dr. Ulf Riker, Internist und Vorstandsmitglied im DZVhÄ, über Patientensicherheit im Miteinander von konventioneller und homöopathischer Medizin.
  • Die Integrative Medizin – Dr. med. Michaela Geiger, 1. Vorsitzende des DZVhÄ im Gespräch mit Robert Schmidt, Chefarzt des Münchner Krankenhauses für Naturheilweisen über die Integrative Medizin in Praxis und Klinik.
  • Über die Vielfalt in der Medizin – Dr. med. Michaela Geiger und Dr. med. Ulf Riker, Vorstände des DZVhÄ, berichten u.a. an Beispielen aus der eigenen Praxis, warum Pluralismus und Therapiefreiheit wichtige Werte in der Medizin sind.

  • Die Anamnese in der Homöopathie – Dr. med. Michaela Geiger und Dr. med. Alexandra Schulze-Rohr, Vorstände des DZVhÄ, sprechen darüber, wie sich in der Homöopathie das diagnostische Gespräch mit der klinischen Diagnostik zu einer Medizin verbindet.
24 24 Juli

AHZ 4/2023 Angsterkrankungen

Thema: Angsterkrankungen

Aus dem Editorial von Ulrich Koch:

[…] Da Ängste unser Menschsein seit Menschengedenken begleiten, haben wir schnell phytopharmakologische Behandlungswege gefunden, und die Suche, das angstvolle Leiden an der Welt zu lindern, hat uns bis heute zu vielen betäubenden und abhängig machenden Substanzen geführt. Da zeigt sich die Homöopathie als bemerkenswerte Alternative, der Tyrannei der Angst, wie Ernst Trebin seine Fallgeschichte betitelt hat, zu begegnen und diese aufzulösen. Auch bei Heinz Wittwers Artikel Verschreibungen von Muttermitteln aufgrund der Causa findet sich Angst als häufiges Thema in Spektrum der beschriebenen Arzneien.

In der Evaluation von sechs Repertoriumsrubriken von Rainer Schäferkordt findet sich auch eine differenzierende Betrachtung zu 2 Angstrubriken, wobei sich der Artikel im Kern mit einem neuen Ansatz der Arzneifindung auf der Basis miteinander kombinierter Phänomene, die der Materia medica entnommen wurden, auseinandersetzt. Schließlich gibt ein Artikel aus eigener Feder Angststörungen und ihre homöopathische Behandlung eine Übersicht über wichtige Aspekte in deren Behandlung. […]

Viel Spaß bei der Lektüre dieser AHZ-Ausgabe.

11 11 Juli

LIMed ist bereits in sieben Ärztekammern vertreten

Berlin, 11. Juli 2023. Seit 2019 tritt LIMed, die Liste Integrative Medizin, bei Kammerwahlen an und ist nun bereits in sieben Landesärztekammern vertreten. In Niedersachsen, Hamburg, Bayern, Baden-Württemberg, Bremen und seit Mitte Juni 2023 auch im Ärzteparlament in Hessen.

LIMed  setzt sich aus engagierten Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Fachrichtungen, Tätigkeits- und Interessenbereichen zusammen. Sie alle eint die Überzeugung, dass die gesamte Vielfalt der Methoden zum Wohle aller Patient*innen in den Praxisalltag zu integrieren ist. Diese Überzeugung tragen die Ärztinnen und Ärzte der LIMed auf berufspolitischem Wege in die Gremien der Ärztekammern und fördern einen Systemwechsel von ökonomisierter zu patientenorientierter Medizin.

Aus dem Programm

Wissenschaft

  • Wir unterstützen eine Medizin, die den wissenschaftlichen Dialog zwischen konventioneller mit komplementärer Behandlung fördert und nach außen trägt.
  • Wir fordern die wissenschaftliche Untersuchung komplementärmedizinischer Ansätze, wenden uns aber gegen einseitige Vorgehensweisen und Interpretationen, die den Boden der Wissenschaft verlassen. So ist z.B. die Meta-Analyse eine wissenschaftliche Methode, die in der Regel mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet. Die „Evidence Based Medicine“ (EBM) ist eine Medizin, die sich auf empirische Belege stützt. Dazu gehören neben der besten verfügbaren Informationslage aus wissenschaftlicher Literatur, die fachliche Meinung des Behandlers und die Präferenzen der Patienten. Methodische Überlegungen zur EBM weisen darauf hin, dass ein zirkulärer, zyklischer Erkenntnisprozess gerade bei der Evaluation komplexer therapeutischer Maßnahmen ein angemessenerer Weg der Evaluation darstellt als ein alleiniges hierarchisches Vorgehen.
  • Eine neue Rubrik im Deutschen Ärzteblatt und anderen offiziellen Organen der deutschen Ärzteschaft sollte den Anfang in der Kommunikation machen, um den hohen wissenschaftlichen Standard der vorhandenen komplementär medizinischen Therapien anhand von spezifischen Kasuistiken zu vermitteln. Das wird Brücken zwischen den beiden Disziplinen bauen.

Methodenvielfalt in der Medizin

  • Erhalt und Ausbau der Methodenvielfalt in der ärztlichen Behandlung. Integration von studienbelegten Konzepten im Kontext von Phytotherapie, Homöopathie, Anthroposophischer Medizin, Akupunktur und anderer integrativ-medizinischer Methoden. Individuell abgestimmte Gesamtkonzepte mit dem Ziel einer ganzheitlichen Förderung der Gesunderhaltung und Salutogenese breiter und vulnerabler Bevölkerungsschichten.

Systemwechsel von ökonomisierter zu patienten­orientierter Medizin

  • Gleichstellung von sprechender, apparativer Medizin und Pharmakotherapie, die Patienten als Subjekt und Dialogpartner sieht und in der Summe die Compliance verbessert.

Qualität – Erhalt ärztlicher Kompetenz für integrative Verfahren

  • Langfristige Verankerung in der Weiterbildungsordnung als unverzichtbare Notwendigkeit zur Fortsetzung und Weiterentwicklung bewährter Fortbildungen im integrativ-medizinischen Bereich.
  • Der konstruktive Weg dorthin ist ein „Ausschuss Integrative Medizin“ und Sicherstellung seiner Präsenz in den Ausschüssen für Ärztliche Fortbildung und Ärztliche Weiterbildung

Finanzielle Gleichstellung von Gesprächsmedizin, apparativer Medizin und Pharmakotherapie

  • Der reale ärztliche Zeitaufwand in der komplementären Medizin muss sich im Verdienst wiederspiegeln. Eine Prüfung von finanziellen Fehlanreizen im System sollte diesen Prozess begleiten.

Nachhaltigkeit für die Medizin der Zukunft

  • Die Hinwendung zu nachhaltigen und ökologischen Verfahren in der Medizin ist uns ein wichtiges Anliegen. Hier bietet die Integrative Medizin vorausschauende und auf Nachhaltigkeit ausgerich­tete Behandlungen an.

Chefarzt Schmidt: Warum LIMed bei den Kammerwahlen antritt

Robert Schmidt, Chefarzt am Krankenhaus für Naturheilweisen in München, erklärt im DZVhÄ-Video, warum die LIMed für die Ärztekammerwahl in Bayern angetreten ist und welche Ziele die Delegierten vertreten. Zum Video

Koordiniert wird die Liste Integrative Medizin von der Hufelandgesellschaft, aktuelle Berichte über den Fortgang der LIMed-Geschichte werden auf der  Webseite zusammengefasst.

27 27 Juni

News vom 27. Juni

▶️ Umfrage: Mehrheit für Homöopathie-Empfehlungen – apotheke adhoc fasst eine Umfrage zusammen.

▶️ Homöopathie: So wirken Globuli und Co. -das online Magazin Lifeline berichtet ausführlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9 9 Juni

News vom 9. Juni

▶️ Debatte über Krankenkassen­beiträge und Rationierung entfacht das Ärzteblatt fasst zusammen.

▶️ Unsere Debatte ist kaputt – ein guter Beitrag über die Debattenkultur im Magazin PRO.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6 6 Juni

AHZ 3/2023 Vielfalt der Forschung

Thema: Vielfalt der Forschung

Aus dem Editorial von Christian Lucae:

[…] Die Durchführung wissenschaftlicher Forschung zur Homöopathie ist aufwendig, kostspielig und gewiss nicht einfach „nebenbei“ von homöopathischen Praktikern zu erledigen. Dazu trägt auch die Gesetzgebung bei, wodurch die Anforderungen – insbesondere im Bereich klinischer Studien – immer weiter gestiegen sind. […]

Aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit, insbesondere auch des Medizinjournalismus, scheinen klinische Studien stets eine besondere Rolle zu spielen: Schließlich könne damit gezeigt werden, ob an der Homöopathie „etwas dran“ sei. Ein weit verbreiteter Irrtum besteht aber darin, dass eine medizinische Intervention – egal welcher Art – mit Studien gewissermaßen „hundertprozentig bewiesen“ werden könne. Letztlich beruhen Schlussfolgerungen aus Studiendaten immer nur auf Wahrscheinlichkeiten. Wenn man sich mal wieder die Evidenzlage in der Medizin allgemein vor Augen führt, wird auch die vermeintlich schlechte „Beweislage“ in der Homöopathie schnell relativiert. […]

Viel Spaß bei der Lektüre dieser AHZ-Ausgabe.

1 1 Juni

News vom 1. Juni

▶️ Tierhaltung funktioniert auch ohne Antibiotika – das Millefolia, das Schweizer Infoportal für Komplementärmedizin, veröffentlicht ein gutes Interview.

▶️ Wie Lauterbach den Tod von Tina Turner nutzt, um Homöopathie zu kritisieren – lesenswerter Beitrag der Berliner Zeitung.

▶️ Die 15 besten Tipps gegen Heuschnupfen – Aponet geht auch auf Homöopathie ein.

▶️ Das hilft am besten gegen Regelschmerzen – das ARD Magazin Brisant erwähnt auch Homöopathie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25 25 Mai

News vom 25. Mai

▶️ Leserbriefe im SPIEGEL zu einer weiteren unsäglichen Homöopathie-Geschichte.

▶️ Homöopathie für Pflanzen – das Online-Magazin nau.ch erklärt, wie es geht.

▶️ Positionspapier des Studierendenverbandes: Klare Worte zum Thema Homöopathie – die DAZ fasst zusammen.

▶️ BAH-Umfrage: Knappe Mehrheit für Homöopathie aus der Apotheke – die PZ führt die Apotheken-Diskussion weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach oben