Homöopathie muss in der GKV bleiben!

Berlin, 15. April 2026. Homöopathie muss in der GKV bleiben. Sie ist eine evidenzbasierte Methode mit nachgewiesenem Nutzen für Patientinnen und Patienten. Homöopathie verbessert die Versorgungsqualität bei nachgewiesener Kosteneffizienz. Wird sie aus der GKV gestrichen, entstehen durch Verlagerung in die konventionelle Medizin dem System höhere Kosten.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die Homöopathie mit auf die Streichliste zur Gesundheitsreform genommen. Ihre Entscheidung basiert auf einem Report der australischen Gesundheitsbehörde aus dem Jahr 2016, der seit seinem Erscheinen aufgrund seiner wissenschaftlichen Mängel kritisiert wird. Aktuelle Studien werden vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) nicht berücksichtigt. Auch nicht die Tatsache, dass Homöopathie in die ärztliche S3-Leitlinie „Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen“ 2021 aufgenommen wurde – diese Entscheidung wurde 2024 bestätigt. Allein diese Entscheidung zeigt den Stellenwert der Homöopathie in der Versorgung.

Homöopathie ist Teil der Lösung – nicht das Problem

Daten aus Wissenschaft und Praxis belegen, dass

  • Homöopathie unter Berücksichtigung aller aktuell vorliegender wissenschaftlicher Studien eine evidenzbasierte Therapieoption darstellt,
  • durch Streichung der Homöopathie lediglich eine Kostenverschiebung in den konventionell-medikamentösen Bereich und ohne erwartbares Einsparpotential erfolgt,
  • die Homöopathie im Sinne des Wirtschaftlichkeitsgebotes als Teil der GKV-Versorgung erhalten bleiben muss.

Nachgewiesene Kosteneffizienz in der Praxis

Ökonomisch macht es keinen Sinn, die freiwillige Kassenleistung Homöopathie zu streichen. Sie macht lediglich 0,03 Prozent der GKV-Gesamtausgaben aus. Das Streichen der Homöopathie kann für das System teuer werden, da die Patienten dennoch behandelt werden müssen und entsprechende Kosten in die konventionelle Medikation verlagert werden.

Die Zusammenschau der Studiendaten lässt den Schluss zu: Homöopathie kann Kosten sparen, den Medikamentenverbrauch reduzieren und Folgekosten durch Vermeidung von unerwünschten Nebenwirkungen minimieren. Jenseits der Kostenfrage unterstreichen die meisten Studien den Behandlungserfolg, der im Rahmen der homöopathischen Behandlung erzielt wurde. [1]

Nachgewiesene Verbesserung der Versorgungsqualität

Die Homöopathie verbessert die Versorgungsqualität der GKV. Viele Ärztinnen und Ärzte wenden sich der Homöopathie zu , da sie so insbesondere Patienten mit chronischen oder wiederkehrenden Erkrankungen erfolgreich behandeln können.

  • Viele Patienten suchen homöopathisch tätige Ärztinnen und Ärzte auf, weil andere Behandlungen nicht geholfen haben oder wegen Nebenwirkungen abgebrochen werden mussten. Bis zu 87 Prozent der Homöopathie-Nutzer geben an, dass Homöopathie hilft, wo konventionelle Medizin versagt; bei Befragten ohne eigene Erfahrung sind es 60 Prozent. [2]
  • Die Homöopathie in der Kassen-Praxis kann Nutzen für die GKV haben. Studien aus der Versorgungsforschung zeigen viele Effekte, die ökonomisch bedeutsam und versorgungsrelevant sind. Beobachtungsstudien liefern wertvolle klinisch relevante Informationen darüber, wie sich eine Behandlung im Versorgungsalltag bewährt.
  • Die französische EPI3-Studie [3] (2012–2016) mit über 8.500 Patienten in der Primärversorgung zeigt:
  • Homöopathische Behandlung geht mit deutlich geringerem Einsatz konventioneller Medikamente einher – bei vergleichbaren Therapieergebnissen.
  • In homöopathischen Praxen wurden rund 50 Prozent weniger Antibiotika, Schmerz- und Entzündungsmedikamente verordnet. Auch Psychopharmaka kamen deutlich seltener zum Einsatz. Gleichzeitig zeigte sich teils eine stärkere Symptomverbesserung.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Homöopathie in integrierten Versorgungskonzepten zu weniger Medikation und potenziell geringeren Kosten beitragen kann.

Nachgewiesene wissenschaftliche Evidenz

Aktuelle Studien belegen die wissenschaftliche Evidenz der Homöopathie. 10 Wissenschaftler kommen zu dem Fazit: „Es liegen genügend aussagekräftige Studien für akute und chronische Erkrankungen vor, die eine Wirksamkeit der homöopathischen Therapie im Placebo – Vergleich belegen und die in wissenschaftlichen hochrangigen Zeitschriften publiziert sind. Zudem bestätigt die ärztliche Erfahrung jeden Tag aufs Neue, dass wir es nicht mit einem Placebo zu tun haben.[4]

➡️ Medizinische Leitlinie nimmt Homöopathie auf

Auf der Grundlage von Studienergebnissen wurde die zusätzliche homöopathische Behandlung bei Krebspatienten als Behandlungsoption in die ärztliche S3-Leitlinie „Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen“ 2021 aufgenommen und 2024 aktualisiert. [5]

➡️ Ein Systematisches Review belegt die Evidenz der Homöopathie

Ein Systematisches Review wertet alle 6 vorliegenden placebokontrollierten Homöopathie-Metaanalysen (MA) zu jeglicher Indikation gemäß aktuell gültigen wissenschaftlichen Standards aus. Es wurde Oktober 2023 in der renommierten Zeitschrift Systematic Reviews[6] veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse:

5 der 6 MA enthielten eine Effektschätzung für alle eingeschlossenen Studien. Alle 5 zeigten signifikant positive Effekte der Homöopathie, im Vergleich zu Placebo.

Bei Beschränkung der Auswertung auf Studien mit höherer methodischer Qualität bleiben die positiven Therapieeffekte erhalten (statistisch signifikant in 3 von 4 verfügbaren Auswertungen).

Die methodische Qualität der Homöopathiestudien war ähnlich oder besser als bei anderen klinischen Studien mit gleichem Design, aus einem vergleichbaren Zeitraum und bewertet nach gleichen Kriterien.

➡️ Grundlagenforschung zeigt Evidenz homöopathischer Präparate

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in 95 Prozent aller veröffentlichten Untersuchungen homöopathischer Präparate mit pflanzlichen Bioassays signifikante Wirkungen gegenüber adäquaten Kontrollen beobachtet wurden. Wir kommen also zu dem Schluss, dass es eine gute Evidenz für spezifische Wirkungen homöopathischer Präparate gegenüber Placebo gibt.“ [7]

Quellen

[1] www.faktencheck-homöopathie.de/studien-wissenschaft/studien/studien-zur-kosteneffektivitaet/#toggle-id-1

[2] www.bertelsmann-stiftung.de/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/pid/gesundheitsmonitor-patienten-fuehlen-sich-durch-homoeopathische-behandlung-gut-versorgt

[3] www.hri-research.org/de/hri_publication/the-epi3-laser-study-real-world-observational-evidence-for-homeopathy-from-general-physicians-in-france/

[4] www.thieme-connect.de/products/ejournals/html/10.1055/a-1587-2308

[5] www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/komplementaermedizin

[6]www.springermedizin.de/efficacy-of-homoeopathic-treatment-systematic-review-of-meta-ana/26139250

[7] www.ikim.unibe.ch/forschung/uebersichten_zum_stand_der_forschung/homoeopathie/index_ger.html

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2026-04-15T12:09:54+02:00

DZVhÄ-Statement zur BMG-Finanzkommission – Homöopathie muss Teil der GKV bleiben

Berlin, 1. April 2026. DZVhÄ-Statement zur BMG-Finanzkommission – eine Stellungnahme des Vorstands des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) zum Vorschlag der Finanzkommission des Bundesministeriums für Gesundheit, die Homöopathie aus der GKV zu streichen.

Zusammenfassung

Entgegen der Finanzkommission lässt sich mit aktuellen Daten aus Wissenschaft und Praxis belegen, dass

  • die Homöopathie unter Berücksichtigung aller aktuell vorliegender wissenschaftlicher Studien eine evidenzbasierte Therapieoption darstellt
  • durch Streichung der Homöopathie lediglich eine Kostenverschiebung in den konventionell-medikamentösen Bereich und ohne erwartbares Einsparpotential erfolgt
  • die Homöopathie im Sinne des Wirtschaftlichkeitsgebotes als Teil der GKV-Versorgung erhalten bleiben muss.

Die Finanzkommission des Bundesministeriums für Gesundheit schlägt vor, die Homöopathie aus der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu streichen. Zu diesem Schluss kommt das Gremium auf Basis einer veralteten Datenlagen. Die Kommission beruft sich auf eine Veröffentlichung des australischen National Health and Medical Research Council (NHMRC) aus dem Jahr 2016, die von wissenschaftlichen Gesellschaften stark kritisiert wurde. Neuere Studien wurden in dem Bericht der Kommission nicht berücksichtigt.

Nachgewiesene Kosteneffizienz in der Praxis

Ökonomisch macht es keinen Sinn, die freiwillige Kassenleistung Homöopathie zu streichen. Sie macht lediglich 0,03 Prozent der GKV-Gesamtausgaben aus. Das Streichen der Homöopathie kann für das System aber teuer werden, da die Patienten dennoch behandelt werden müssen und entsprechende Kosten in die konventionelle Medikation verlagert werden.

Die Zusammenschau der Studiendaten lässt den Schluss zu: Homöopathie kann Kosten sparen, den Medikamentenverbrauch reduzieren und Folgekosten durch Vermeidung von unerwünschten Nebenwirkungen minimieren. Jenseits der Kostenfrage unterstreichen die meisten Studien den Behandlungserfolg, der im Rahmen der homöopathischen Behandlung erzielt wurde. [1]

Nachgewiesene Verbesserung der Versorgungsqualität

Die Homöopathie verbessert die Versorgungsqualität der GKV. Viele Ärztinnen und Ärzte wenden sich der Homöopathie zu , da sie so insbesondere Patienten mit chronischen oder wiederkehrenden Erkrankungen erfolgreich behandeln können.

  • Viele Patienten suchen homöopathisch tätige Ärztinnen und Ärzte auf, weil andere Behandlungen nicht geholfen haben oder wegen Nebenwirkungen abgebrochen werden mussten. Bis zu 87 % der Homöopathie-Nutzer geben an, dass Homöopathie hilft, wo konventionelle Medizin versagt; bei Befragten ohne eigene Erfahrung sind es 60 %. [2]
  • Die Homöopathie in der Kassen-Praxis kann Nutzen für die GKV haben. Studien aus der Versorgungsforschung zeigen viele Effekte, die ökonomisch bedeutsam und versorgungsrelevant sind. Beobachtungsstudien liefern wertvolle klinisch relevante Informationen darüber, wie sich eine Behandlung im Versorgungsalltag bewährt.
  • Die französische EPI3-Studie [3] (2012–2016) mit über 8.500 Patienten in der Primärversorgung zeigt:
  • Homöopathische Behandlung geht mit deutlich geringerem Einsatz konventioneller Medikamente einher – bei vergleichbaren Therapieergebnissen.
  • In homöopathischen Praxen wurden rund 50 % weniger Antibiotika, Schmerz- und Entzündungsmedikamente verordnet. Auch Psychopharmaka kamen deutlich seltener zum Einsatz. Gleichzeitig zeigte sich teils eine stärkere Symptomverbesserung.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Homöopathie in integrierten Versorgungskonzepten zu weniger Medikation und potenziell geringeren Kosten beitragen kann.

Nachgewiesene wissenschaftliche Evidenz

Aktuelle Studien belegen die wissenschaftliche Evidenz der Homöopathie. 10 Wissenschaftler kommen zu dem Fazit: „Es liegen genügend aussagekräftige Studien für akute und chronische Erkrankungen vor, die eine Wirksamkeit der homöopathischen Therapie im Placebo – Vergleich belegen und die in wissenschaftlichen hochrangigen Zeitschriften publiziert sind. Zudem bestätigt die ärztliche Erfahrung jeden Tag aufs Neue, dass wir es nicht mit einem Placebo zu tun haben.[4]

➡️ Medizinische Leitlinie nimmt Homöopathie auf

Auf der Grundlage von Studienergebnissen wurde die zusätzliche homöopathische Behandlung bei Krebspatienten als Behandlungsoption in die ärztliche S3-Leitlinie „Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen“ 2021 aufgenommen und 2024 aktualisiert. [5]

➡️ Ein Systematisches Review belegt die Evidenz der Homöopathie

Ein Systematisches Review wertet alle 6 vorliegenden placebokontrollierten Homöopathie-Metaanalysen (MA) zu jeglicher Indikation gemäß aktuell gültigen wissenschaftlichen Standards aus. Es wurde Oktober 2023 in der renommierten Zeitschrift Systematic Reviews[6] veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse:

5 der 6 MA enthielten eine Effektschätzung für alle eingeschlossenen Studien. Alle 5 zeigten signifikant positive Effekte der Homöopathie, im Vergleich zu Placebo.

Bei Beschränkung der Auswertung auf Studien mit höherer methodischer Qualität bleiben die positiven Therapieeffekte erhalten (statistisch signifikant in 3 von 4 verfügbaren Auswertungen).

Die methodische Qualität der Homöopathiestudien war ähnlich oder besser als bei anderen klinischen Studien mit gleichem Design, aus einem vergleichbaren Zeitraum und bewertet nach gleichen Kriterien.

➡️ Grundlagenforschung zeigt Evidenz homöopathischer Präparate

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in 95 % aller veröffentlichten Untersuchungen homöopathischer Präparate mit pflanzlichen Bioassays signifikante Wirkungen gegenüber adäquaten Kontrollen beobachtet wurden. Wir kommen also zu dem Schluss, dass es eine gute Evidenz für spezifische Wirkungen homöopathischer Präparate gegenüber Placebo gibt.“ [7]

Quellen

[1] www.faktencheck-homöopathie.de/studien-wissenschaft/studien/studien-zur-kosteneffektivitaet/#toggle-id-1

[2] www.bertelsmann-stiftung.de/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/pid/gesundheitsmonitor-patienten-fuehlen-sich-durch-homoeopathische-behandlung-gut-versorgt

[3] www.hri-research.org/de/hri_publication/the-epi3-laser-study-real-world-observational-evidence-for-homeopathy-from-general-physicians-in-france/

[4] www.thieme-connect.de/products/ejournals/html/10.1055/a-1587-2308

[5] www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/komplementaermedizin

[6]www.springermedizin.de/efficacy-of-homoeopathic-treatment-systematic-review-of-meta-ana/26139250

[7] www.ikim.unibe.ch/forschung/uebersichten_zum_stand_der_forschung/homoeopathie/index_ger.html

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2026-04-01T15:42:24+02:00

DZVhÄ-Buchempfehlung: Prof. Rosa – Situation und Konstellation

Berlin, 23. März 2026. Dr. med. Ulf Riker, 2. DZVhÄ-Vorsitzender, stellt das Buch von Prof. Hartmut Rosa Situation und Konstellation – vom Verschwinden des Spielraums“ vor. 

„Augenmaß, Fingerspitzengefühl und Urteilskraft“ … diese drei Begriffe tauchen im Buch immer wieder auf und markieren das, was in unseren Tagen gesellschaftlich, aber auch im Medizinbetrieb so notwendig wäre, aber doch immer wieder zu kurz kommt.

Im Klappentext heiß es:

Unmerklich verändert sich in der Gegenwartsgesellschaft der Charakter unseres Handelns. Insbesondere im Berufsleben …zeichnen uns Richtlinien und Formulare, Algorithmen und Apps die Wege zur Entscheidungsfindung minutiös vor. An die Stelle situationssensiblen Überlegens und Urteilens tritt die konstellationsbasierte Vollzugslogik der Maschinen… Wenn Ermessensspielräume verschwinden und die Kreativität menschlichen Handelns aus den alltäglichen Praxisvollzügen eliminiert wird, wächst das Gefühl der Ohnmacht.

Was als soziologische Analyse formuliert wird lässt sich auch auf die Medizin übertragen. Rosa beschreibt Spannungen und Widersprüche zwischen konstellativer Logik und Konsequenz auf der einen Seite und situativer Angemessenheit und sozialer Richtigkeit auf der anderen Seite, was die Notwendigkeit von Handlungsspielräumen der Akteure unterstreicht. Konstellationen sind in diesem Zusammenhang und im Fokus der Medizin Ergebnis einer Reduktion komplexer Situationen in ein Bündel einzelner, klar bestimmbarer, messbarer und oft binärer Konstellationen (also Bündel von Messwerten und Befunden).

Rosa spricht dem konstellativen Vorgehen seine Berechtigung nicht ab, sondern sieht sehr wohl die resultierenden Optionen objektiven Erkenntnisgewinns. Aber er fordert die Einbettung dieser konstellativen Befunde in ihre situativen und lebensweltlichen Zusammenhänge. Übertragen auf unsere Profession und die Homöopathie könnte das bedeuten, Leitlinien der Therapie (wie sie die konventionelle Medizin vertritt) nicht abzulehnen, sondern vielmehr durch narrative, biografische Interviews (ähnlich unseren homöopathischen Anamnesen) zu ergänzen, damit Motivstrukturen erkennbar und Deutungen mit Sinngehalt möglich werde. Also nicht: entweder – oder, sondern: sowohl-als auch!

Das Buch öffnet auf erfrischende und gut lesbare Weise nicht nur die Augen, sondern immer wieder auch das Herz!

➡️ Hartmut Rosa, geboren 1965, ist Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt.

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2026-03-23T16:18:57+01:00

Fakten – neue Homöopathie-Studien zur Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen

Berlin, 4. März 2026. Fakten – neue Homöopathie-Studien zur Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen. In einer Serie stellt der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) Fakten über Homöopathie in Praxis und Wissenschaft vor. Diese Themen werden auf dem DZVhÄ-Kongress vom 14.-16. Mai `26 vertieft. Der Kongress-Titel: Homöopathie als Chance in der Versorgung.

Dokumentierte Erfahrungen homöopathisch tätiger Ärztinnen und Ärzte zeigen die Wirksamkeit der Homöopathie in der Praxis. Doch diese Erfahrungen sollten auch durch eine stabile Studienlage bestätigt werden. Wie sieht es aus mit der Aussage, dass Homöopathie zur Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen beitragen kann? Dieser Frage gehen die Wissenschaftler Dr. rer. nat. Marcus Reif, Medizinischer Biometriker, und Prof. Dr. sc. nat. Stephan Baumgartner, Physiker, in ihrem Kongress-Vortrag auf den Grund.

Vortrag: Homöopathie als Chance – Beiträge zu einer verantwortungsvollen Hausarztmedizin

Homöopathische Therapien regen über eine Stimulation körpereigener Regulationssysteme die Selbstheilungskräfte an. Dies erlaubt einen verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten wie Antibiotika, die als externe kausale Intervention nur in indizierten Situationen eingesetzt werden sollten. Die Homöopathie kann damit aus ihrem Selbstverständnis heraus konstruktiv zur Vermeidung der globalen Antibiotika-Resistenz-Problematik beitragen.

Für eine evidenzbasierte wissenschaftliche und politische Diskussion muss dieser Anspruch freilich mit Daten belegt werden. Hinsichtlich des Einsatzes von Homöopathika zur Vermeidung oder Verringerung einer Antibiotika-Therapie sind vor allem Studien wichtig, die homöopathische Therapien im Vergleich zu konventioneller Behandlung untersuchen.

Neuen Studien werden auf dem Kongress vorgestellt

Eine auf akute Infekte der oberen Atemwege fokussierte Literatursuche ergibt 10 solche Studien, in denen der Einsatz von Homöopathika signifikant (4 Studien) bzw. tendenziell (2) überlegen oder zumindest signifikant nicht unterlegen (4) war. Zusätzlich möchten wir Resultate von 2 weiteren neuen Studien vorstellen, einer multizentrischen, prospektiven, vergleichenden Beobachtungsstudie und einer Registerdatenanalyse mit 583 bzw. 18‘960 Patient:innen.

Kongressthema: Homöopathie als Chance

Die Homöopathie eröffnet neue Perspektiven für die medizinische Versorgung – in der Praxis wie in der Klinik, im Stall und sogar auf dem Feld.

➡️ Kongress bietet Antworten und Praxiswissen

Der Homöopathie-Kongress 2026, veranstaltet vom DZVhÄ in Kooperation mit WissHom, bietet Antworten auf drängende medizinische und gesundheitspolitische Fragen und vermittelt evidenzbasiertes Wissen, das sich direkt im Praxisalltag anwenden lässt.

➡️ Therapienotstände überbrücken

Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen zeigen, wie sich Therapienotstände mithilfe der Homöopathie überbrücken lassen.

➡️ Wenn Leitlinien an Grenzen stoßen

Sie präsentieren konkrete Ansätze für Situationen, in denen Leitlinien an der Realität scheitern – und wie durch Erfahrung und Augenmaß ein verantwortungsvoller Umgang mit Antibiotika möglich ist.

➡️ Erweiterung des Methodenspektrums

Die Medizin steht vor der Aufgabe, ihr Methodenspektrum zu erweitern, um den wachsenden Herausforderungen durch zivilisatorische und altersbedingte Erkrankungen begegnen zu können. Mehr echte Prävention und die Integrative Medizin sind zentrale Bausteine der Lösung – aktuelle Studien und Forschungsprojekte belegen das eindrucksvoll.

Hier online anmelden: www.homoeopathie-kongress.de/anmeldung

Zum Nachlesen

DZVhÄ-Kongress: www.homoeopathie-kongress.de

Studienübersicht: www.faktencheck-homöopathie.de

Universität Bern: www.ikim.unibe.ch/forschung

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2026-03-25T10:32:10+01:00

DZVhÄ zu den Streichplänen von KBV-Chef Gassen

Berlin, 24. Februar 2026. Dr. med. Ulf Riker, 2. DZVhÄ-Vorsitzender, bezieht zu den Streichplänen von KBV-Chef Andreas Gassen Stellung. Gassen hatte am 22. Feruar ’26 öffentlich vorgeschlagen, alle freiwilligen Satzungsleistungen inklusive Homöopathie komplett zu streichen, um einen Beitrag zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen zu leisten. 

Freiwillige Leistungen sind, wie der Name schon sagt, freiwillig, und die Kassen unterscheiden sich darin im Sinne eines freien Wettbewerbes. Wollte man diesen Wettbewerb beenden, dann könnte man auch gleich den Vorschlag machen, eine einzige, einheitliche gesetzliche Krankenversicherung für Alle einzuführen. Aber Herr Gassen geht in seiner „Hau-Ruck-Forderung“ auch äußerst undifferenziert vor: neben der Homöopathie hat er relevante Vorsorgeleistungen auf seiner „Abschussliste“: z.B. kann professionelle Zahnreinigung nicht nur Karies und Parodontose vorbeugen, sondern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder später teuren Zahnersatz. Oder Gesundheitskurse: sicher sind nicht alle Angebote sinnvoll, aber viele eben doch! Zum Beispiel Rückenschule oder Anleitungen zur Stressreduktion zielen darauf ab, dass sich Menschen unter Anleitung besser um ihre eigene Gesundheit kümmern, was maßgeblich die eigene Motivation sowie Übernahme von Eigenverantwortung fördert.

An Maßnahmen zur Prävention zu sparen, verlagert anfallende Kosten nur in die Zukunft, während strukturelle Gründe für die aus dem Ruder laufenden Kosten unberücksichtigt bleiben.

Dass Herr Gassen im Übrigen gegen Homöopathie wettert ist nichts Neues! Erst jüngst haben wir ihn schriftlich gebeten, uns zu erklären, auf welcher Faktenbasis er Homöopathie für Unfug hält, auf eine Antwort warten wir bis heute.

Die Angebote auf seiner Streichliste seien „nice to have“, aber im Grunde überflüssig. Was sagt der DZVhÄ dazu?

Für einen Orthopäden und Unfallchirurgen wie Herrn Gassen geht es naturgemäß um`s Handeln, wenn eine Krankheit manifest oder zum Notfall geworden ist. Das ist auch völlig in Ordnung, nur sollte Herr Gassen dann auch die Grenzen seiner fachlichen Zuständigkeit berücksichtigen.

Homöopathie wünschen sich die Patienten nicht als zusätzlichen kleinen Luxus, sondern weil sie die Wirksamkeit entweder selbst oder in ihrem privaten Umfeld erlebt haben. Nicht selten sogar dann, wenn die konventionelle Medizin an ihre Grenzen gestoßen ist. Darüber hinaus möchten Patienten, dass die Kostenträger nicht nur die Folgen von Fehlernährung, Alkoholkonsum, Rauchen, Bewegungsmangel oder auch von potenziell risikoträchtigen Sportarten ganz selbstverständlich bezahlen, sondern dass auch ihr eigenes Verständnis von Gesunderhaltung und der Wunsch nach Therapievielfalt inklusive Homöopathie im Krankheitsfall entsprechend Berücksichtigung findet. Das ist nicht „nice to have“, sondern gerecht und eine Forderung nach Schutz individueller Rechte.

Warum soll Homöopathie als Kassenleistung erhalten bleiben?

Homöopathie ist wirksame Arzneitherapie! Anders als noch vor 15 oder 20 Jahren liegen heute ausreichend Ergebnisse aus unterschiedlichen Bereichen der Forschung und Wissenschaft vor, die eine eindeutige Wirkung über Placeboeffekte hinaus belegen! Man kann diesen Tatbestand zwar aus weltanschaulichen Gründen oder wegen „fehlender Plausibilität“ eines Wirkprinzips negieren, aber das ist kein solides wissenschaftliches Vorgehen, sondern im Grunde Willkür und Messen mit zweierlei Maß.

Die Versorgungsforschung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Homöopathie z.B. im Bereich von Erkrankungen der Atemwege, des Bewegungsapparats, aber auch bei wichtigen psychischen Erkrankungen zu denselben oder sogar besseren Behandlungsergebnissen führt als bei rein konventioneller Therapie. Die Notwendigkeit des Einsatzes z.B. von Antibiotika lässt sich mit Homöopathie reduzieren und auch bei diversen anderen Medikamenten kann die Dosierung und damit auch das Nebenwirkungsprofil minimiert werden. Auch die Kosteneffizienz von Homöopathie ist dokumentiert.

Dies sind die Gründe, warum Homöopathie als Kassenleistung erhalten bleiben muss! Hinzu kommt: Homöopathie hat Vorteile, keine Nachteile, hat sich bewährt und ist in ärztlicher Hand eine sichere Behandlungsoption.

Wesentliches Kriterium einer guten Medizin ist, ob sie evidenzbasiert ist. Was hat die Homöopathie hier zu bieten?

Die Kriterien einer evidenzbasierten Medizin sind ziemlich klar: es geht erstens darum, die Wünsche und Wertvorstellungen der Patienten im Krankheitsfall zu berücksichtigen, zweitens um die entsprechende Qualifikation und Erfahrung der Ärztinnen und Ärzte (interne Evidenz) und drittens um die bestmögliche (externe) Evidenz aus wissenschaftlichen Studien. Dass Homöopathie als Therapieoption in der Bevölkerung gewünscht wird haben Umfragen längst belegt. Dem Thema Qualifikation widmet sich der DZVhÄ seit Jahrzehnten im Rahmen seiner Ausbildungs-Curricula und mit zahlreichen hochqualifizierten und praxiserfahrenen Dozentinnen und Dozenten. Qualitätszirkel, Inter- und Supervisionen halten das erreichte Qualitätsniveau hoch. Und was die externe Evidenz betrifft: noch nie war Studienlage so hochkarätig und eindeutig wie heute. Das umfasst die Grundlagenforschung sowie die bereits erwähnte Versorgungsforschung genau so wie Ergebnisse aus RCT`s bis hin zu einem Systematischen Review. Wer heute noch behauptet, es gebe keine wissenschaftlichen Studien, der setzt wahrheitswidrig fake-news in die Welt, was einer sachlichen und faktenbasierten Auseinandersetzung entgegensteht!

Können die „freiwilligen Satzungsleistungen“ dazu beitragen, zukünftige Therapiekosten zu reduzieren, und wenn ja, warum?

Im Falle der Homöopathie ist gesichert, dass es sich um eine kosteneffiziente Therapieform handelt. Dies setzt voraus, dass Homöopathie in ärztlicher Hand konsequent, längerfristig und sowohl im akuten wie chronischen Krankheitsfall zur Anwendung kommt. Kostenaufwändig ist in erster Linie die homöopathische Anamnese, die sowohl akute und chronische Krankheitssymptome, die gesundheitliche Biografie und die Konstitution eines Patienten berücksichtigt. Auf diese ausführliche Erst-Anamnese kann im weiteren Verlauf – zeit- und kostensparend – immer wieder zurückgegriffen werden. Darüber hinaus kann auch ein differenziertes Gesundheitsbewusstsein bei den Patienten sowie deren Fähigkeit zur homöopathischen Selbstbehandlung bei weniger schweren Alltagsbeschwerden zu einer längerfristigen Kostendämpfung beitragen.

Dass präventive Maßnahmen wie die genannte professionelle Zahnreinigung oder Gesundheitskurse dazu beitragen, Anfälligkeiten zu beseitigen oder konstitutionelle Schwachstellen zu entschärfen entspricht dem Anspruch und Ziel von Prävention. Jede Vorbeugung kann die spätere Entwicklung von Komplikationen oder Chronifizierung verhindern und damit wesentlich teurere Folgekosten für aufwändige Therapien reduzieren. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wurde Prävention auch ausdrücklich im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD für den Bereich „Gesundheit“ verankert. Hier zu „sparen“ wäre daher in jedem Falle kontraproduktiv!

Können dadurch am Ende auch viel teurere Folgekosten verhindert werden?

Selbstverständlich! Das Gesundheitsbewusstsein derjenigen Patienten, die Homöopathie als ihre Therapieform wünschen, ist ein wertvolles Pfund, wenn man Gesundheit langfristig denkt. Die überwiegende Mehrzahl der Patienten, die wir in unseren Praxen haben legen nicht nur Wert auf Therapievielfalt, sondern auch auf Selbstwirksamkeit. Was kann ich selbst zu meiner Gesundheit beitragen.  Es ist kurzsichtig, diesen Aspekt zu übersehen.

Ganz abgesehen davon, dass ohne Homöopathie die Krankheiten ja trotzdem behandelt werden müssen, dann eben im Rahmen der konventionellen Medizin und wie wir wissen mit den entsprechend hohen und aus dem Ruder laufenden Kosten!

Aber ein großer Teil dieser Leistungen dienen auch der Krankheitsprävention, einem ganz zentralen Ziel der aktuellen Gesundheitspolitik, weil gerade Investitionen in Prävention dazu beitragen sollen, spätere viel höhere Therapiekosten zu vermeiden.

Hintergrund zur Homöopathie-Debatte.

Homöopathie? Wir haben Herrn Gassen erst vor Kurzem schriftlich um Auskunft gebeten, aufgrund welcher wissenschaftlichen Fakten er sich eigentlich gegen Homöopathie ausspricht. Wir haben bis heute keine Antwort bekommen, das ist das eine. Das andere ist: es gab noch nie in den letzten 20 Jahren so viele und eindeutige wissenschaftliche Ergebnisse aus der Forschung, die zeigen, dass H. über den Placeboeffekt oder irgendeinen Glaubensaspekt hinaus wirksam ist.

Es wird im Zusammenhang mit Homöopathie regelmäßig mit zweierlei wissenschaftlichem Maß gemessen: zahlreiche anerkannte Verfahren der konventionellen Medizin lassen eine ausreichend hohe wissenschaftliche Evidenz vermissen, werden aber trotzdem von den Kassen bezahlt. Von Überversorgung in Diagnostik und Therapie mal ganz zu schweigen. Homöopathie kann sich auf Ergebnisse aus der Grundlagenforschung berufen, aber auch auf Ergebnisse der Versorgungsforschung.

Erst vor 2 Jahren wurde ein systematischer Review veröffentlicht, ein wissenschaftliches Instrument, das an der Spitze der wissenschaftlichen Qualitätshierarchie steht. Dieser Review kommt zu dem Ergebnis: Homöopathie wirkt über den Placebo-Effekt hinaus. Solche Ergebnisse schlicht und einfach zu ignorieren, wie es Herr Gassen tut, ist reine Willkür und somit auch nicht wissenschaftsbasiert. Zum Review.

 

 

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2026-02-25T16:56:45+01:00

Fakten – Homöopathie ist wirksame und wissenschaftsbasierte Medizin

Berlin, 12. Februar 2026. Fakten – Homöopathie ist wirksame und wissenschaftsbasierte Medizin. In einer Serie stellt der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) Fakten über Homöopathie in Praxis und Wissenschaft vor. Vertieft werden diese Themen auf dem DZVhÄ-Kongress vom 14.-16. Mai `26 – Kongress-Titel: Homöopathie als Chance in der Versorgung.

Die homöopathische Therapie eröffnet neue Perspektiven für die medizinische Versorgung – in der Praxis, in der Klinik und im Stall. In der ärztlichen Praxis zeigen sich therapeutische Erfolge, die nicht durch Placebo zu erklären sind. Weder Zuhören noch Zuckerpillen heilen chronische Krankheiten oder Wunden. Dokumentierte Erfahrungen homöopathisch tätiger Ärztinnen und Ärzte belegen die Wirksamkeit der Homöopathie in der Praxis – bestätigt durch eine stabile Studienlage.

Homöopathie in der Versorgung

Die Medizin steht vor der Aufgabe, ihr Methodenspektrum zu erweitern, um den wachsenden Herausforderungen durch zivilisatorische und altersbedingte Erkrankungen begegnen zu können. Auf dem DZVhÄ-Kongress 2026 (Köthen, 14.-16. Mai) wird der Blick in die homöopathische Praxis geworfen und aktuelle Entwicklungen vorgestellt und diskutiert. Beispiele:

➡️ Dr. med. Christian Lucae, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Sein Thema: Homöopathie als Chance in der kinderärztlichen Praxis. Dr. Lucea berichtet,

  • wie Homöopathie in eine kinderärztliche Praxis integriert werden kann
  • schildert prägnante Fallbeispiele zu akuten und chronischen Erkrankungen und
  • analysiert, welche Chancen Homöopathie in der kinderärztlichen Praxis in Zukunft haben könnte.

➡️ Dr. med. Stefanie Jahn, Fachärztin für Anästhesiologie. Ihr Thema: Schmerztherapie im multimodalen Setting. Dr. Jahn: „Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die rein körperliche Therapie chronifizierter Schmerzen weder ausreichend noch nachhaltig ist.“ In Deutschland erfolgt die Behandlung multimodal durch ein interdisziplinäres Behandlungsteam und nach einem Bio-Psycho-Sozialen Schmerzmodell. Kernpunkte des Vortrags von Dr. Jahn:

  • ob und wie die Homöopathie eine Behandlungsoption sein könnte,
  • als Diskussionsgrundlage werden die ganzheitliche Behandlungsweise der Homöopathie, Behandlungswünsche von Betroffenen und Erkenntnisse aus der Placeboforschung dargestellt.

Die wissenschaftliche Basis der Homöopathie in der Praxis

„Fasst man den aktuellen Stand der präklinischen und klinischen Forschung zusammen, kann man schlussfolgern, dass homöopathische Präparate spezifische Wirkungen zeigen, die sich von Placebo unterscheiden, wenn sie adäquat eingesetzt werden.“ Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität Bern, die sich seit Jahren mit der Homöopathie-Forschung auseinandersetzen. Dieses Fazit wird zum Beispiel durch diese Studien untermauert:

  • Qualitativ hochwertige Studien legen den Schluss nahe, dass mit einer zusätzlichen zur Standardtherapie durchgeführten homöopathischen Behandlung, der Gesundheitszustand, die Lebensqualität und die Lebensdauer von Krebspatienten verbessert werden kann. Die Studienlage hat dazu geführt, dass die Homöopathie als Behandlungsoption in die ärztliche Leitlinie „Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen Patienten“ aufgenommen wurde.
  • Um einen umfassenden Überblick über die aktuelle Studiensituation zu erhalten, werden in systematischen Übersichtsarbeiten (= systematisches Review) verfügbare Studien gemäß einem festgelegten methodischen Vorgehen analysiert und ihre Qualität kritisch bewertet. Die Ergebnisse der gemeinsam ausgewerteten Studien werden in einer Metaanalyse zu einem Gesamtergebnis zusammengefasst. Ein Forscherteam hat 2023 eine solche methodisch hochwertige Metaanalyse zur Homöopathie veröffentlicht. Das Ergebnis: Nach Auswertung sämtlicher eingeschlossener Studien gibt es einen statistisch signifikant positiven Therapieeffekt über eine Placebowirkung hinaus.

Zum Nachlesen

DZVhÄ-Kongress: www.homoeopathie-kongress.de

Studienübersicht: www.faktencheck-homöopathie.de

Universität Bern: www.ikim.unibe.ch/forschung

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➡️ Schon zum DZVhÄ Homöopathie-Kongress (14.-16. Mai 2026) angemeldet? Direkt zur Anmeldung.

➡️ Homöopathie-News lesen Sie hier: www.dzvhae.de/wissen/news

 

2026-02-13T10:09:32+01:00

Ab jetzt anmelden zum DZVhÄ Homöopathie-Kongress 2026

Berlin, 20. November 2025. Zum Homöopathie Kongress 2026 vom 14.–16. Mai 2026 laden der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom), herzlich nach Köthen ein. Direkt zur Anmeldung.

Das Thema des 26er Kongresses: Homöopathie als Chance. Ein wichtiges Thema, da die Homöopathie neue Perspektiven für die medizinische Versorgung eröffnet – in der Praxis wie in der Klinik, im Stall und sogar auf dem Feld.

Homöopathie-Kongress bietet Perspektiven für die Praxis

Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen zeigen, wie sich Therapienotstände mithilfe der Homöopathie überbrücken lassen.
Sie präsentieren konkrete Ansätze für Situationen, in denen Leitlinien an der Realität scheitern – und wie durch Erfahrung und Augenmaß ein verantwortungsvoller Umgang mit Antibiotika möglich ist.

Homöopathie-Kongress  steht für Pluralismus in der Medizin

Die Medizin steht vor der Aufgabe, ihr Methodenspektrum zu erweitern, um den wachsenden Herausforderungen durch zivilisatorische, umwelt- und altersbedingte Erkrankungen begegnen zu können. Mehr echte Prävention und die Integrative Medizin sind zentrale Bausteine der Lösung – aktuelle Studien und Forschungsprojekte belegen das eindrucksvoll.

Der Kongress ist der Höhepunkt ärztlicher Homöopathie-Fortbildung im deutschsprachigen Raum. Und doch auch weit mehr als eine Fortbildung: Ein Ort der Begegnung und des Austauschs für alle, die die ärztliche Homöopathie im Alltag weitertragen und stärken möchten. Seien auch Sie ein Teil davon.

Hier, wo Samuel Hahnemann viele Jahre wirkte, treffen sich Ärztinnen und Ärzte, um Antworten auf die medizinischen Fragen unserer Zeit zu finden. Unter dem Motto „Homöopathie als Chance“ rücken wir 2026 die Möglichkeiten dieser Therapie ins Zentrum, denn Homöopathie eröffnet neue Perspektiven für die medizinische Versorgung.

➡️ Informationen zum Kongress-Programm und zur Anmeldung: www.homoeopathie-kongress.de

2025-11-24T11:18:37+01:00

Replik auf Medical Tribune Beitrag „Homöopathie richtet schließlich keinen Schaden an…“

Berlin, 11. November 2025. „Homöopathie richtet schließlich keinen Schaden an… – Was ist dran am Mythos von der harmlosen Naturmedizin?“ Mit diesem Titel erschien am 7. November 2025 ein Beitrag von Dr. med. Janos Hegedüs, Internist, in der Medcial Tribune. Eine Replik auf den Beitrag wurde von Dr. med. Ulf Riker, Internist und 2. Vorsitzenden des DZVhÄ, verfasst.

Der Beitrag erhebt Dr. Hegedüs, Internist und „Aufklärer“, in den Rang eines Experten in Sachen Homöopathie. Wobei er ganz offensichtlich weder eine entsprechende Ausbildung noch eigene Praxiserfahrung vorzuweisen hat. Seine Wahl zum Interviewpartner macht deutlich, dass eine differenzierte Auseinandersetzung mit Homöopathie seitens der Medical Tribune nicht vorgesehen war. Das Auswahlkriterium war erkennbar, Informationen so zu suchen und zu interpretieren, dass sie den mutmaßlich vorbestehenden redaktionellen Überzeugungen und Erwartungen entsprechen. – Im Wissenschaftsbetrieb nennt man das Confirmation Bias. Die Antworten decken sich auf recht banale und teilweise infantilisierende Weise mit den Narrativen der gegen Homöopathie zu Felde ziehenden Skeptikerbewegung.

Eine Gegendarstellung auf Augenhöhe

Im Sinne ausgewogener Berichterstattung sei es gestattet, eine Gegendarstellung zu den Interviewfragen vorzulegen. Der Autor der Antworten ist ebenfalls Internist, allerdings mit Zusatzbezeichnungen Homöopathie und Naturheilverfahren. Außerdem kann er auf ca. 35-jährige Praxiserfahrung mit Homöopathie als Bestandteil einer integrativen Medizin und individueller Therapieplanung auf den Boden evidenzbasierter Medizin blicken.

Fakt oder Mythos? „Homöopathie ist Naturmedizin“

Jede Form der Medizin greift auf die eine oder andere Weise in Prozesse der Natur ein: auf molekularer Ebene (Molekül-Rezeptor-Interaktion), physikalisch (Reiz-Reaktions-Modell), emotional-interaktiv (Psychotherapien), mechanisch (Operationen), manchmal sogar ohne sichere Kenntnis eines Wirkprinzips oder auf Basis von Studien ohne besonders hohen Evidenzgrad.

Naturmedizin nutzt in erster Linie diätetische oder physikalische Heilmethoden (Fasten, Kneipp-Anwendungen), aber auch Pflanzenextrakte (pharmakologische Wirkung) sowie Regulierung und Modifikation der Lebensweise (Ordnungstherapie). Homöopathie beruht auf einem phänomenologischen Ansatz: potenzierte Arzneien kommen nach dem Ähnlichkeitsprinzip zum Einsatz und wirken vermutlich ebenfalls auf einem naturbasierten Reiz-Reaktionsprinzip – dessen spezielle Natur aber noch nicht entschlüsselt ist.

Die Tatsache, dass homöopathische Arzneien in höheren Potenzen nur noch wenige oder gar keine Moleküle der Ausgangssubstanz (Salze, Mineralien, Pflanzen, tierische Produkte etc.) enthalten – und dennoch wirken! – erklärt die Gegnerschaft gegen die Methode. Dabei wird vorausgesetzt, dass es jenseits einer rein materialistischen Natursicht keine weiteren Hypothesen und schon gar keine Erfahrungen geben kann, die mit dieser Grundüberzeugung nicht in Einklang stehen.

Patienten verwechseln Homöopathie nur selten mit Naturmedizin. Wenn es dennoch vorkommt, lässt sich das Missverständnis rasch klären. Entscheidend ist, dass sich jede Form der Medizin, ob „Schulmedizin“, „Naturmedizin“ oder Homöopathie an ihren ganz konkreten und objektiven Therapieergebnissen messen lassen muss.

Fakt oder Mythos? „Die Patientinnen und Patienten wollen Homöopathie, weil sie gute Erfahrungen damit gemacht haben“

Patientinnen und Patienten möchten vor allem eines: ihre Beschwerden los und einfach wieder gesund werden. Dazu brauchen sie keine theoretischen, weltanschaulichen Belehrungen oder YouTube-Videos mit inhaltlicher Schlagseite, sondern Ärztinnen und Ärzte mit fundierter Ausbildung, Erfahrung und der Bereitschaft, auf Augenhöhe die in Frage kommenden Therapieoptionen zu besprechen. Dabei geht es nicht um wiederkehrenden Schnupfen oder ein wundgescheuertes Knie, sondern um akute oder chronische Krankheiten, für die es evidenzbasierte Therapie-Leitlinien gibt, aber oft auch andere Möglichkeiten der Behandlung. Wenn unter Homöopathie eine Neurodermitis ausheilt, eine Allergie oder eine Migräne  verschwindet, ein Bluthochdruck nur noch die Hälfte der bisher notwendigen Medikamente braucht oder Antibiotika überflüssig werden, weil sich die Immunität stabilisiert hat, dann wäre es zynisch, solche positiven Erfahrungen kopfschüttelnd ins Reich der Phantasie oder des Glaubens an Übersinnliches zu verweisen. Respekt lässt sich nicht durch Dogmatismus ersetzen!

Fakt oder Mythos? „Wer homöopathische Mittel nehmen will, soll das tun: Es schadet schließlich nicht“

Ärzte, auch homöopathisch zusatzqualifizierte, sind einer Medizin-Ethik verpflichtet, die fordert: erstens nicht schaden, zweitens vorsichtig sein, drittens heilen. In diesem Sinne erwarten Patienten sorgfältige Aufklärung über Möglichkeiten, mögliche Nebenwirkungen und Grenzen einer Methode. Das gilt selbstverständlich auch für die Homöopathie. Unter Umständen kann das bedeuten, dem Wunsch nach „alternativer“ homöopathischer Behandlung auch zu widersprechen. Unter der Obhut von Ärzten, die auf dem Boden evidenzbasierter Medizin stehen und sich ihrer Verantwortung bewusst sind läuft das Narrativ von „esoterischem Irrglauben“ oder dem Abgleiten „in eine Welt von Verschwörungserzählungen, Lügen und Scharlatanen“ ins Leere! Unterstellungen wie „Homöopathie vergiftet den Geist der Menschen“ sind bestenfalls Unfug, vielleicht auch Ignoranz, schlimmstenfalls bösartige Polemik und ärztlicher Profession unwürdig.

Fakt oder Mythos? „Die Wirkung von Homöopathie ist nur noch nicht beweisen, weil die Industrie nicht an Studien interessiert ist“

Wer als Arzt oder Ärztin zusätzlich Homöopathie praktiziert, ist deswegen noch lang kein Gegner der konventionellen Medizin oder der „Industrie“. Ähnliches gilt für Patientinnen und Patienten, die Homöopathie als Ergänzung und wenn möglich als Alternative wünschen. Es ist sogar genau andersherum: dass Homöopathie wirkt, und zwar eindeutig über den Placebo-Effekt hinaus wurde in den letzten 10 – 15 Jahren in zahlreichen und hochkarätigen Arbeiten aus der Grundlagenforschung, der Versorgungsforschung sowie in klinischen Studien belegt. Diese Arbeiten brauchen hinsichtlich ihrer Methodik und Auswertung den Vergleich mit Studien aus der konventionellen Medizin nicht zu scheuen. Wer ihnen dennoch jeglichen Wert abspricht ist entweder selbst gar nicht an den Ergebnissen interessiert (weil sie den eigenen Überzeugungen widersprechen) oder misst mit zweierlei Maß. Beides entbehrt wissenschaftlicher Solidität. Dass Homöopathie „allen fundamentalen Erkenntnissen der Naturwissenschaft widerspricht“ unterstellt, alles Erforschbare wäre heute final geklärt und es gebe ab sofort keine weiteren erwartbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse und Überraschungen mehr. Das ist das Gegenteil dessen, was jüngst ein Vertreter der sog. „Skeptiker“ angemahnt, aber sich selbst und seine Clique natürlich davon ausgenommen hat: „Epistemologische Bescheidenheit“!

Fakt oder Mythos? „Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker praktizieren eine sanfte, ganzheitliche Medizin, „Schulmediziner“ eine nebenwirkungsreiche Medizin“

Die meisten Ärzte haben – sofern es die Strukturen unseres Gesundheitssystems zulassen – den Anspruch auf ganzheitliches Therapieren, wirksame Medikamente haben Nebenwirkungen, und qualifizierte HeilpraktikerInnen arbeiten im Idealfall mit Haus- oder Fachärzten zusammen. Nichts von alledem hat zunächst mit Homöopathie zu tun, und die fiktive Meinungsäußerung polarisiert in unnötiger Weise. Denn oberstes Ziel von ÄrztInnen und HeilpraktikerInnen muss die Therapiesicherheit für die Patienten sein. Wenn es in gemeinsamer Anstrengung gelingt, Nebenwirkungen einer Therapie durch Homöopathie zu reduzieren oder eine allopathische Medikation im Einzelfall auch komplett überflüssig zu machen, dann festigt dies das Vertrauen in die jeweiligen BehandlerInnen, fördert die Compliance mündiger Patientinnen und sorgt so für bestmögliche Behandlungserfolge. Eine win-win-win-Situation also!

Fazit

Die permanente Wiederholung einschlägiger Negativ-Narrative zur Homöopathie und die Missachtung oder Negierung aktueller Forschungsergebnisse hat ein einziges Ziel: Homöopathie aus dem Gesundheitssystem, aus der Erstattung und am besten auch gleich aus den Köpfen der Menschen zu eliminieren, freilich ohne auch nur eine einzige Alternative anzubieten.

Homöopathie ist evidenzbasierte Medizin: Patienten wünschen sie, qualifizierte Ärztinnen und Ärzte bieten Wissen und Erfahrung (interne Evidenz) und wissenschaftliche Studien (externe Evidenz) belegen eine Wirksamkeit der Homöopathie über Placebo hinaus. Daher muss für wirksame, aber frei verkäufliche Arzneien die Apothekenpflicht und damit die Beratung erhalten bleiben, damit auch bei Selbstmedikation die Patientensicherheit gewährleistet ist.

Dass Homöopathie „Schaden anrichten“ kann – durch Unterlassung oder Verzögerung einer anderen indizierten Therapie – wurde bislang nie in relevanter Weise belegt, müsste im Falle der Objektivierung allerdings auch in Relation zu einer in Deutschland fünfstelligen Zahl jährlichen Todesfällen durch Medikamentennebenwirkungen gesetzt wird.

Der Autor

Dr. Ulf Riker (72) – Internist (Zusatzbezeichnungen Homöopathie und Naturheilverfahren) auf Basis der EbM –  mehrjährige Klinikleitung – seit 25 Jahren in eigener Praxis niedergelassen – verschiedene Vorstandstätigkeiten im DZVhÄ und dem Landesverband Bayern – langjährige Dozententätigkeit in Homöopathie für Ärzte und Apotheker.

 

 

2025-11-11T11:02:01+01:00

Kommentar zum Anti-Homöopathie Antrag zum Grünen-Parteitag

Berlin, 29. Oktober 2025. Kommentar von Dr. med. Ulf Riker, 2. Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) zu einem Anti-Homöopathie Antrag zur Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis90/Die Grünen, 28.-30. November 2025 in Hannover:

Das Grundsatzprogramm der GRÜNEN stellt fünf Grundwerte in den Mittelpunkt: neben Ökologie, Gerechtigkeit, Demokratie und Frieden auch die Selbstbestimmung. Explizit heißt es: „Im Mittelpunkt unserer Politik steht der Mensch in seiner Würde und Freiheit“.

Grundsätzlich wären diese Aspekte ohne Probleme anschlussfähig an eine moderne Medizin-Ethik, in deren Mittelpunkt ja ebenfalls das Recht auf Selbstbestimmung sowie die Menschenwürde verankert sind.

Ein Antrag aus den Reihen der GRÜNEN hat zum Ziel, die Erstattung homöopathischer Leistungen durch gesetzliche Krankenkassen zukünftig zu verbieten. Die Antragsbegründung ist in keinem einzigen Punkt stichhaltig: sie ignoriert umfangreiche Forschungsergebnisse, ignoriert Erfahrungen zahlloser PatientInnen und ÄrztInnen, missachtet die Kosteneffizienz, ist reine Symbolpolitik und widerspricht dem eigenen grünen Parteiprogramm. Denn das Selbstbestimmungsrecht der Patientinnen und Patienten wird auf dem Umweg über die Erstattungspraxis ausgehebelt und führt bestenfalls zu einer homöopathischen Zwei-Klassen-Medizin, ohne dass dadurch auch nur ein einziges notwendiges Reformprojekt für unser Gesundheitssystem realisiert würde.

Die medizinethische Forderung des „Nicht Schadens“ wäre unter Umständen das einzige tragfähige Argument, das ein Interventionsrecht der Politik (Patientenschutz) begründen könnte. Es existieren aber keine belastbaren oder relevanten Daten, die belegen würden, dass Homöopathie in ärztlicher Hand zu Verzögerung einer anderen notwendigen Therapie führt und dadurch Patienten schadet.

Es kann nicht Aufgabe grüner Politik sein, die wissenschaftliche Relevanz von medizinischen Therapieoptionen zu beurteilen. Erst recht dann nicht, wenn die Faktenlage gar nicht oder nur selektiv Berücksichtigung findet.

Aber vermutlich teilen ja auch gar nicht alle GRÜNEN die Ansichten der Antragsteller und schließen sich daher einem Gegenantrag an, der den Erhalt von Therapievielfalt inklusive der Homöopathie zum Ziel hat.

Zusammen mit der Bürgerkampagne „weil’s hilft!“ haben wir alle die Möglichkeit, rechtzeitig vor der Bundesdelegiertenkonferenz der GRÜNEN Paroli zu bieten und dem Gegenantrag Rückenwind zu geben.

2025-10-29T17:39:13+01:00

Podcast: Homöopathie in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

Berlin, 27. Oktober 2025. In dieser 10. DZVhÄ-Podcast-Folge sprechen zwei Ärztinnen und eine Hebamme über Homöopathie in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Die Homöopathie gehört rund um die Schwangerschaft zu der am häufigsten eingesetzte komplementäre Methode. Warum das so ist, in welchen Situationen sie häufig angewendet wird und wie das Wissen erlernt werden kann, sind Themen dieser Folge.

Homöopathie rund um die Geburt ist in Deutschland fast Standard, da mit Hilfe der Homöopathie viele Beschwerden oder auch komplexere Situation gelöst werden können. Das setzt aber Wissen voraus. Bei vielen Fortbildungen wird dieses ärztlichen Geburtshelferinnen und -helfern und Hebammen vermittelt – zum Beispiel beim DZVhÄ-Zertifikat „Geburtshilfe“, dessen Curriculum der Berufsverband homöopathischer Ärzte in Nordrhein-Westfalen e.V. (Landesverband im DZVhÄ) entwickelt hat und dazu Fortbildungskurse anbietet.

In der 10. Folge des DZVhÄ-Podcast sprechen über ihre Erfahrungen:

  • Dr. med. Ruth Dörfel, Oberärztin in der Filder-Klinik, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, bei Stuttgart:
    „Mithilfe der Homöopathie können viele Schwangerschaftsbeschwerden oder auch Entwicklungen begleitet und dabei ihren salutogenetische Perspektive wunderbar beibehalten werden.“
  • Ingeborg Stadelmann, Hebamme, Autorin, Wiggensbach im Allgäu:
    „Wer Homöopathie anwendet, sieht und hört hin und nimmt die Schwangere in ihrer Gesamtheit wahr.“
  • Dr. med. Angelika Czimmek, Allgemeinärztin | Bocholt, Vorstandsmitglied im Berufsverband homöopathischer Ärzte in NRW, beteiligt an der Curriculumsentwicklung des Homöopathie-Zertifikats „Geburtshilfe“ des DZVhÄ:
    „Ich wünsche mir, dass Kollegen vorurteilsfrei der Homöopathie begegnen, damit sie ihre Möglichkeiten erkennen.“

Die 10. Folge der DZVhÄ-Podcast Reihe wird wieder von Dr. Martina Kloepfer moderiert.

Abonnieren nicht vergessen!

„Der Homöopathie-Podcast“ des DZVhÄ kann direkt hier auf der Webseite gehört werden. Sie möchten keine neue Folge verpassen? Dann hören und abonnieren Sie den Podcast auf allen gängigen Podcast-Plattformen: Spotify, Apple Podcasts, podimo, Deezer, Youtube Music, Youtube und vielen mehr. Wir freuen uns, wenn Sie den Podcast dort liken!

Diese DZVhÄ-Podcasts sind bisher erschienen

  • Jüngere Ärztinnen und Ärzte setzen auf Homöopathie | Folge 9 – Warum junge Ärztinnen und Ärzte heute auf Homöopathie setzen – und wie der Einstieg gelingt. Zwei Ärztinnen und ein Arzt berichten aus ihrer Praxis und der Weiterbildung.

  • Homöopathie in der Forschung | Folge 8 – Drei Wissenschaftler berichten über den Stand der Homöopathie-Forschung

  • Homöopathie in der Tiermedizin | Folge 7 – Die Tierärztinnen Dr. med. vet. Brigitte Hentschel, Dr. med. vet. Beatrice Milleder und Dr. med. vet. Dörte v. Bremen sprechen über die Homöopathie in der Tiermedizin.
  • Homöopathie in der Kinderheilkunde | Folge 6 – Kinderärztin Dr. Monika Grasser und der Kinderarzt Dr. Dominik Ewald: Ein vielseitiger Podcast über Therapie, Elternwünsche, Abrechnung und Berufspolitik.
  • Homöopathie in der Allgemein- und Familienmedizin | Folge 5 – Dr. med. Michaela Geiger und Dr. med. Jörg Albrecht sprechen im 5. DZVhÄ-Podcast über die Homöopathie in der hausärztlichen Versorgung. Was ist Familienmedizin und wie wird Homöopathie in die Hausarztpraxis integriert?
  • Patientensicherheit | Folge 4 – Der Präsident der Bundesapothekerkammer, Thomas Benkert, im Gespräch mit Dr. Ulf Riker, Internist und Vorstandsmitglied im DZVhÄ, über Patientensicherheit im Miteinander von konventioneller und homöopathischer Medizin.
  • Die Anamnese in der Homöopathie | Folge 3 – Dr. med. Michaela Geiger und Dr. med. Alexandra Schulze-Rohr, Vorstände des DZVhÄ, sprechen darüber, wie sich in der Homöopathie das diagnostische Gespräch mit der klinischen Diagnostik zu einer Medizin verbindet.
  • Die Integrative Medizin | Folge 2 – Dr. med. Michaela Geiger, 1. Vorsitzende des DZVhÄ im Gespräch mit Robert Schmidt, Chefarzt des Münchner Krankenhauses für Naturheilweisen über die Integrative Medizin in Praxis und Klinik.
  • Über die Vielfalt in der Medizin | Folge 1 – Dr. med. Michaela Geiger und Dr. med. Ulf Riker, Vorstände des DZVhÄ, berichten u.a. an Beispielen aus der eigenen Praxis, warum Pluralismus und Therapiefreiheit wichtige Werte in der Medizin sind.

Und hier finden Sie alle Podcast-Folgen auf einen Blick.

2025-10-29T09:52:54+01:00
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