Berlin, 28. Mai 2026 | Rund 80 Ärztinnen und Ärzte demonstrierten am 27. Mai 2026 für Homöopathie und Anthroposophische Medizin in Köln. Organisiert wurde diese „Weiß-Kittel“-Demo von Dr. med. Karin Michael und dem Berufsverband homöopathischer Ärzte Nordrhein-Westfalen. Die Forderung: Homöopathie und Anthroposophische Medizin müssen in der GKV bleiben – für Therapiefreiheit und Therapievielfalt!

Mit der Initiative „Mittwochs-Märsche der Weißkittel – es ist Fünf nach Zwölf!“ begann in Freiburg die Protestbewegung von Dr. med. Karin Michael gegen die im Bundeskabinett beschlossene Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Nun wurde in Köln für Therapiefreiheit und Therapievielfalt demonstriert. Mit-Organisator ist der Berufsverband homöopathischer Ärzte Nordrhein-Westfalen, der seine Geschäftsstelle in Köln hat.

Über 30 Millionen Menschen in Deutschland nutzen Homöopathie und anthroposophische Therapien. Jetzt sollen die Therapiemethoden als Kassenleistung mit der Begründung von fehlendem wissenschaftlichen Wirknachweis gestrichen werden. Das ist für die auch in Deutschland tätige Kinder- und Jugendärztin nicht nachvollziehbar: „Während der Staat Milliardenprobleme hat, wird eine Debatte angestoßen, die lediglich 0,03 % der Gesundheitsausgaben betrifft. Wer hier streicht, spart nicht, sondern verschiebt Kosten in teurere Behandlungen, was vor allem Patient:innen mit chronischen Erkrankungen, onkologischen Krankheiten oder mit komplexen oder schwer behandelbaren Krankheitsverläufen betrifft. Integrative Medizin und eine gute Patientenversorgung sind in Gefahr!“, sagt Karin Michael.

„Wir sind Teil der Lösung, nicht das Problem“

1. Keine Einsparungen, sondern Kostenverschiebung

  • Minimaler Kostenanteil: Homöopathie macht lediglich 0,03 Prozent der gesamten GKV-Ausgaben aus.
  • Gefahr von Mehrkosten: Eine Streichung spart kein Geld. Da Patienten weiterhin behandelt werden müssen, verlagern sich die Kosten in den teureren, konventionell-medikamentösen Bereich.

2. Nachgewiesene Versorgungsqualität

  • Weniger Medikamente: Die französische EPI3-Langzeitstudie zeigt, dass in homöopathischen Praxen rund 50 Prozent weniger Antibiotika, Schmerzmittel und Psychopharmaka verordnet werden – bei gleichwertigen Therapieerfolgen.
  • Hohe Patientenzufriedenheit: Bis zu 87 Prozent der Nutzer geben an, dass Homöopathie hilft, wenn die konventionelle Medizin an ihre Grenzen stößt.

3. Wissenschaftliche Evidenz vorhanden

  • Positive Studienlage: Ein systematisches Review von sechs Metaanalysen (2023) bestätigt signifikant positive Effekte der Homöopathie im Vergleich zu Placebos, selbst bei der Beschränkung auf methodisch hochwertige Studien.
  • Anerkennung in der konv. Medizin: Aufgrund der Datenlage ist die Homöopathie seit 2021 (bestätigt 2024) offizieller Bestandteil der medizinischen S3-Leitlinie für die Behandlung von Krebspatienten.

Fazit

Das Streichen der Homöopathie entbehrt einer soliden wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Grundlage. Homöopathie sichert eine kosteneffiziente Patientenversorgung und entlastet das Gesundheitssystem.

Weitere Aktionen sind geplant

Am 10. Juni ist in Berlin am Brandenburger Tor gemeinsam mit dem Bürgerbündnis ‚weil`s hilft‘ eine Demonstration angemeldet.

________________________

Thema: Demo für Homöopathie und Anthroposophische Medizin in Köln