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Veranstaltungsdetails:

Praktisch veranlagt und handwerklich begabt zeigt er sich zuverlässig, routiniert und geduldig. Er ist der Versorger, er bildet das Fundament seiner Familie und gibt ihr Sicherheit. Man kann sich auf ihn und seine Beständigkeit verlassen, seine Stärke ist das Durchhaltevermögen. Seine Erdverbundenheit zeigt sich allerdings auch in seiner Weigerung, bei Bedarf einmal nach dem Weg zu fragen. Ein bemerkenswerter Mangel an Flexibilität und Spontaneität lässt ihn mitunter rigide erscheinen; sein anhaltender Perfektionismus und ein Zuviel an Pflichtbewusstsein erschöpfen ihn früher oder später. Seine Frau beklagt sich über seine unzureichende Emotionalität und seine Kinder über das Fehlen von Gelassenheit. Es werden Praxiserfahrungen vorgestellt zu: Angina pectoris und Schlafapnoe bei einem gestressten Unternehmer, Tietze-Syndrom, Urethritis und Epididymitis, Hyperplasie der Prostata, schwerer Arthritis, schmerzhaften Muskelentzündungen, Arthritis urica und Karpaltunnelsyndrom sowie einem Mann am Rande eines Burnouts durch familiäre Überlastung. Die verordneten Arzneien sind (nicht in der Reihenfolge der gerade erwähnten Hauptbeschwerden): Guajacum und Rhus toxicodendron, ergänzt durch Informationen zur Ordnung der Sapindales (überarbeitete Männer, die nicht klagen (können!)), Kalmia latifolia, Rhododendron und Chimaphila umbellata aus der Ordnung der Ericales/Heidekrautartigen (gewissenhafte Männer, wortkarg und steif), den Kreuzblütlern Brassica napus (Raps) und Cochlearia armoracia (Meerrettich) aus der Ordnung Capparales/Kapernartigen (Männer, die ihr Kreuz bis zur Erschöpfung tragen) und Kalium nitricum (Kaliums: ausdauernde und selbst in der Not pflichtbewusste Männer).

Allgemeine Einführung zu dieser Webinarreihe:

Was macht den Mann zum Mann? Diese Frage ist so alt wie die Menschheit selbst und begleitet Männer seit Beginn der Zeit bis zum heutigen Tag. Ist es das eine Y-Chromosom, das evolutionär-genetisch für die Ausprägung der männlichen Geschlechtsorgane zuständig ist und den Mann zum geborenen Jäger und Beutemacher prädestiniert? Kann er gar nicht anders, als in den Konflikt zu gehen und Auseinandersetzungen zu forcieren? Tut er sich aufgrund seiner vergleichsweise einfach gestrickten Hormonlage automatisch schwerer, die heute an ihn gestellte Rolle als Ernährer UND in der Kindeserziehung ausreichend erfüllen zu können? Wie denkt, fühlt, lebt (und liebt) der heutige Mann, dem von klein auf beigebracht wurde, dass das alte patriarchale Männerbild überholt ist? Und an wen kann er sich im Bedarfsfall mit seinen männerspezifischen Problemen wenden, wo es doch keinen Facharzt für Andrologie gibt? Wie schafft er es also, das alte, überholte Bild eines Machos in einen authentischen Mann zu verwandeln, ohne dabei seine Männlichkeit auf dem Altar der zeitgenössischen Geschlechterpluralität zu opfern? Und wie kann er von dem hitzigen Kampf um den 1. Platz beim Grillwettbewerb oder seiner modernen Identität als Diplom-Softie zu seiner wahren Identität finden: als einem Mann, der sich seiner besonderen Qualitäten bewusst ist, und sie für sich, seine Familie und die Gesellschaft einzubringen weiß?! Und wie sind die mann-igfaltigen Probleme, mit denen er auf seinem Weg konfrontiert wird, zu verstehen und in eine homöopathische Arznei zu übersetzen, auch wenn sich die Pathologien nicht immer und allein im Urogenitalbereich abspielen? Was kann die Homöopathie hier leisten – und was nicht?

Zu jedem Webinar erhalten Sie vorab die Fälle und nachträglich Repertorisationen, AMB und weitere Unterlagen (Themen von Arzneigruppen/-familien, Differenzialdiagnosen) sowie den Link zur Videoaufzeichnung (ein Jahr freigeschaltet, wird verlängert).

Referenten: Christoph Schlüter

Anzahl der UE: 4

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