Share this emailCopy the public link or share it on your favorite channel.
facebook instagram twitter linkedin 

Homöopathie ist keine GKV-Leistung mehr

Die Bundesregierung hat die vollständige Streichung von homöopathischen und anthroposophischen Arzneimitteln sowie therapeutischen Leistungen aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ab dem 1. Januar 2027 beschlossen.
Heute Vormittag hat der Bundestag die GKV-Reform beschlossen, im Bundesrat kam es am Nachmittag nicht zur notwendigen Mehrheit für einen Vermittlungssausschuss. Damit kann das Gesetz in Kraft treten.

„Uns wird ohne Not eine wichtige wirksame und wirtschaftliche Methode genommen – die Versorgung wird schlechter und teurer“, kritisiert Monika Kölsch, 1. Vorsitzende des DZVhÄ. Die Leipziger Hausärztin bemängelt zudem, dass das Gesetz im Hauruck-Verfahren und ohne Blick auf Fakten durchgepeitscht wurde.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es war und ist ein Kampf „David gegen Goliath“: Unser Bemühen, die ärztliche Homöopathie aus den Sparmaßnahmen (GKV-Finanzstabilisierungsgesetz) mit sehr guten Begründungen herauszuhalten oder wenigstens ein Moratorium zu erreichen, ist trotz Unterstützung durch einige Prominente und bestens vernetzten Aktionen mit anderen (weil's hilft, GAÄD, ZAEN, BPH) leider gescheitert!

Im großen Topf der Themen (u.a. Pflege, Rente etc.) ist unser Anliegen ein Randthema geblieben. Das Narrativ „Homöopathie hat keine Evidenz und muss daher gestrichen werden“ hat sich hartnäckig in den Köpfen der verantwortlichen Politiker*innen gehalten, obwohl wir unermüdlich und unter Nutzung aller unserer medialen und politischen Möglichkeiten darauf hingewiesen haben: Dieses Narrativ stimmt nicht! Nehmt endlich unsere Argumente wahr! Lest – verdammt nochmal! – die vorhandenen Studien aus verschiedenen Forschungsfeldern! Hört uns zu und sprecht mit uns! Denkt endlich über euren politischen Tellerrand hinaus! Macht nicht mit dem Rotstift kaputt, was den Menschen nachhaltig hilft und was mündige Bürger*innen für den Krankheitsfall fordern! Leider war die kommunikative Totalverweigerung durch die Politik nicht zu durchbrechen! Das ist bitter!

Aber: wir werden nicht aufgeben! Wir werden den Kampfgeist und Schwung aus den Landesverbänden, von Aktiven, von politischen Unterstützer*innen, von einem bestens vernetzten Miteinander in die nächsten Monate mitnehmen!
Wir werden versuchen, mit Unterstützung unseres Coach Frau Amlacher und anderen „kampferprobten“ Kolleg*innen wie Yatin Shah, Armin Steuernagel, Stephan Schmidt-Troschke und natürlich mit unserem außerordentlich aktiven Christoph Trapp eine Manöverkritik zu machen, daraus die nächsten Schritte ableiten und alles dafür tun, dass ärztliche Homöopathie auch weiterhin unseren Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen kann und dass nicht zuletzt auch unsere jüngeren Kolleg*innen eine realistische Praxisperspektive mit Homöopathie haben können! Versprochen!

Vermutlich werden wir gezielt einige therapeutische Schwerpunkt-Themen identifizieren, bei denen die konventionelle Medizin an Grenzen stößt und die Menschen eine ernsthafte Alternative brauchen! Wir werden uns – auch mit juristischer Unterstützung – um tragfähige Modelle der Finanzierung homöopathischer Leistungen bemühen, denn eins ist klar: Der Gesetzentwurf wird sein Ziel (Einsparungen durch Streichung der Homöopathie) verfehlen, und das werden auch die Kostenträger erkennen. Die Qualität unserer täglichen Arbeit in der ärztlichen Versorgung sowie die Qualität unserer Argumente werden Bestand haben. Aber wir müssen vermutlich einen „langen Atem“ haben. Das sagen wir Ihnen aus Vorstandssicht zu und darum bitten wir auch Sie alle miteinander!

In diesem Sinne: Tief durchatmen, jeden Tag aufs Neue, und an unseren Altvorderen Dr. Willibald Gawlik denken, der uns immer wieder zurief: “ad multos centos annos!“
Kommen Sie gut und mit hartnäckigem Durchhaltewillen durch den Sommer!

Monika Kölsch, 1. Vorsitzende, und Dr. Ulf Riker, 2. Vorsitzender
Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V. (DZVhÄ)
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesgeschäftsstelle
Binzstr. 51
13189 Berlin

Tel: 030 - 325 97 34 13
Fax: 030 - 325 97 34 19

info@dzvhae.de
www.dzvhae.de
Wenn Sie kein Mitglied des DZVhÄ sind, können Sie den Newsletter hier abbestellen.

Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten im Zusammenhang mit diesem Newsletter finden Sie in der Datenschutzerklärung auf unserer Webseite: www.dzvhae.de/datenschutz


Impressum: www.dzvhae.de/impressum