Homöopathische Arzneimittel: Neun von zehn Packungen werden privat bezahlt. Umsatz 2018 lag bei 670 Millionen Euro

Berlin, 04. März 2019. Der Umsatz mit homöopathischen Arzneimitteln zum effektiven Verkaufspreis lag im Jahr 2018 in Deutschland bei insgesamt rund 670 Millionen Euro. Das teilte das Beratungsunternehmen IQVIA auf Anfrage des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) mit. Dabei entfielen rund 570 Millionen Euro auf die Selbstmedikation mit homöopathischen Arzneimitteln (85 Prozent), die von Bürgern privat bezahlt werden. Etwa 100 Millionen Euro entfielen auf von Ärzten ausgestellte Rezepte (15 Prozent), die teilweise bei gesetzlichen Krankenversicherungen eingereicht und erstattet werden können.

Der direkte Absatz über Apotheken inklusive Versandhandel lag laut IQVIA im Jahr 2018 bei 54,5 Millionen Packungen. Hier entfielen 47,4 Millionen Packungen auf die Selbstmedikation mit homöopathischen Arzneimitteln (87 Prozent) und 7,1 Millionen Packungen auf Verordnungen durch den Arzt (13 Prozent).

„Die Zahlen zeigen die hohe Bereitschaft der Bürger in Deutschland, Homöopathie zu nutzen und für ihre Gesundheit selbst einzustehen“, erklärt Cornelia Bajic, 1. Vorsitzende des DZVhÄ. Ergebnisse aus repräsentativen Befragungen stützen dies: Laut aktueller Befragung von Forsa ist der Verwenderkreis homöopathischer Arzneimittel in Deutschland auf 53 Prozent der Bevölkerung gestiegen. Und eine repräsentative Befragung von Kantar TNS (2018) zeigt: 75 Prozent der Deutschen befürworten eine integrative Medizin. Also das Miteinander von konventioneller Medizin und ergänzenden Therapien wie Naturheilkunde und Homöopathie. Und laut Forsa glaubt bereits heute jeder zweite Deutsche an eine Medizinwende – hin zur integrativen Medizin.

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Abb. IQVIA: Homöopathika-Markt in Apotheke inkl. Versandhandel, BRD, Umsatz (Mio. Euro*) und Absatz (Mio. Pack.) im Jahr 2018

Nachtrag

Die Datenbasis von 2017 und 2018 (IQVIA) sind nicht direkt vergleichbar. Deshalb hat der DZVhÄ hier auch keinen direkten Vergleich 2017/2018 angestellt. Allen Medienpartnern, insbesondere der dpa, wurde diese Tatsache zur Kenntnis gebracht. Ein direkter Vergleich der Daten wird im kommenden Jahr wieder möglich sein.

Weitere Quellen

Aktuelle Forsa Befragung: www.dzvhae.de/forsa-medizinwende

Kantar TNS (2018): www.homoeopathie-online.info/aktuelle-studie-deutsche-wuenschen-sich-ein-miteinander-von-schulmedizin-und-ergaenzenden-therapien

IQVIA-Halbjahresvergleich: www.dzvhae.de/homoeopathika2018

 

Pressekontakt: Björn Bendig
Pressesprecher Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V. (DZVhÄ)
Hauptstadtbüro Integrative Medizin und Gesundheit
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