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FAQ zur Forschung

FAQ HRI Homöopathie

Hier finden Sie Antworten auf die meistgestellten Fragen zur Homöopathie-Forschung

Die Studien zeigen: Homöopathie ist wirksam

Forschungsreader

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie hat 2016 einen 60-seitigen Forschungsreader vorgelegt. Mehr...

Bertelsmann Gesundheitsmonitor: repräsentative Studie zur Homöopathie!

Bertelsmann Gesundheitsmonitor

Unter ärztlicher Homöopathie besserten sich bei mehr als 80 Prozent der Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen das Allgemeinbefinden und die seelische Verfassung. – Am deutlichsten gingen jedoch die körperlichen Beschwerden zurück (85 Prozent).

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Interview mit Prof. Omar Akbar, Direktor Stiftung Bauhaus Dessau

"Von der Anamnese der Stadt zur Essenz des Urbanen"

Sachsen-Anhalt setzt sich, wie alle ostdeutschen Länder, mit dem Rückgang der Bevölkerungszahlen, mit einem Überangebot an Wohnungen, Infrastruktur und Gewerbegebieten auseinander. Die Einwohnerzahl wird bis 2020 aus demographischen Gründen von zweieinhalb Millionen weiter auf zwei Millionen zurückgehen. Damit der Stadtumbau mehr wird als ein Abrissprogramm zur Entlastung der Wohnungswirtschaft, hat die Landesregierung in Magdeburg die Internationale Bauausstellung (IBA) Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 ins Leben gerufen, die von der Stiftung Bauhaus Dessau und der Landesentwicklungsgesellschaft SALEG organisiert wird. Zu den bislang 15 Städten, die an der IBA beteiligt sind, gehört Köthen mit dem Thema "Homöopathie als Entwicklungskraft". Einer der beiden Geschäftsführer des IBA-Büros ist Bauhaus-Direktor Omar Akbar.

 

Wie kam es dazu, dass die Homöopathie ausgerechnet zum Thema einer Internationalen Bauausstellung wurde?

Die ostdeutschen Städte müssen einen radikalen Strukturumbruch verkraften, den es in diesem Tempo sonst nirgends gibt. Die Herausforderungen kann nur bestehen, wer genau herausfindet, worin seine eigene Stärke besteht. Die IBA Stadtumbau 2010 arbeitet mit allen beteiligten Städten an der Erarbeitung solcher Profile. Als Köthen sich mit einem eher allgemein gehaltenen Thema "Lebensqualität" bewarb und sich dabei zunächst an der "Slow-City"-Bewegung orientierte, wurde schnell klar: Die spezifische lokale Ressource für die Schaffung von mehr Lebensqualität ist die homöopathische Tradition von Samuel Hahnemann in Köthen.

 

Welche konkreten Projekte sind in Köthen im Rahmen der IBA Stadtumbau 2010 geplant?

Die Entwicklung von Projekten zum Thema Homöopathie in Köthen fängt nicht bei null an. Die Stadt pflegt seit 1999 enge Kontakte zum DZVhÄ und ist seit 2001 Sitz des Europäischen Instituts für Homöopathie. Das Hahnemannhaus in der Wallstraße in Köthen wird bereits als Ausstellungs- und Museumsgebäude hergerichtet. Das ehrgeizigste Ziel im Rahmen des IBA-Themas ist die Entwicklung Köthens zum zentralen Aus- und Weiterbildungsort für homöopathische Ärzte und andere Berufe. Dabei hat sich nach einigen Diskussionen herausgeschält, dass die richtige Form für eine Ausbildungsstätte nur eine private Akademie sein kann. Darüber hinaus will die Stadt die Voraussetzungen für eine breit angelegte Gesundheitskompetenz ihrer Bürgerinnen und Bürger schaffen.

 

Werden die Bürger Köthens aktiv an diesen Projekten beteiligt?

Anders wird es gar nicht funktionieren. Die sinkenden Einwohnerzahlen bewirken, dass die Finanzzuweisungen an die Städte weiter zurückgehen. Stadtumbau funktioniert deshalb nur, wenn alle Gruppen in einer Stadt, die als Trägerinnen und Träger bürgerschaftlichen Engagements wirksam werden können, aktiv in die strategischen Überlegungen zur Stadtentwicklung einbezogen werden. Dafür erproben wir ganz neue Formen der Beteiligung. In Köthen soll zunächst ein "Binnenmarketing" für das neue Profil der Stadt entwickelt werden.

 

Kann die Homöopathie in Köthen auch der Stärkung der Wirtschaftskraft dienen?

Ja, das ist unser gemeinsames Ziel. Mit den Planungen für eine gesundheitsorientierte Stadt, die auf ihrer homöopathischen Tradition aufbaut, sind nicht nur viele Investitionen verbunden. Mit dem Aufbau eines Ausbildungs- und Kompetenzzentrums für Homöopathie wird auch die Grundlage für ökonomische Innovationen gelegt. Gesundheitsversorgung, Vorsorge und Pflege sind schon heute eine Wachstumsbranche, deren Bedeutung weiter zunehmen wird.

 

Wird das Thema Homöopathie dabei auch als touristisches Produkt vermarktet?

Natürlich. Schon jetzt findet in Köthen ein relevanter "Konferenztourismus" in Sachen Homöopathie statt. Aber auch für den allgemeinen Städtetourismus kommt es heute darauf an, dass eine Stadt ihr "Alleinstellungsmerkmal" findet und Reisenden etwas bietet, was sie andernorts nicht finden. Eine Stadt, die für erfolgreiche Prävention und gesundes Leben steht, wird auch attraktiv für andere Besucher, nicht nur für homöopathische Ärzte.

 

Der Ansatzpunkt für die IBA Stadtumbau 2010 lautete: "Weniger ist mehr". Welchen Bezug sehen Sie dabei zur Homöopathie? Lässt sich das ganzheitliche Vorgehen der Homöopathie auch auf den "Organismus" einer Stadt anwenden?

Es wird eines der spannendsten Experimente im Rahmen der IBA sein, diese Hypothese praktisch zu testen: Kann die Homöopathie mehr sein als ein Alleinstellungsmerkmal für die ökonomische und kulturelle Profilbildung einer Stadt? Die Stadt Köthen ist überzeugt, dass sich homöopathische Leit- und Lehrsätze auch auf die Stadtplanung und Stadtentwicklung übertragen lassen. Der "Stadtkörper" soll gewissermaßen ganzheitlich gesunden.

 

Welche Auswirkungen hat diese "homöopathische Orientierung" für die Bürger der Stadt?

Dieser stadtentwicklungspolitische Ansatz soll in den verschiedensten Lebensbereichen spürbar werden: bei der Gestaltung innerstädtischer Wohnprojekte mit einem gesunden Wohnumfeld, beim Einsatz regenerativer Energien, durch eine menschengerechte Verkehrspolitik und nicht zuletzt durch die Vermarktung gesunder Nahrungsmittel.

 

Gibt es Parallelen zwischen dem geistigen Ausgangspunkt der Homöopathie im 18. Jahrhundert und der Situation der Menschen in der Stadt Köthen?

Die Menschen in Köthen sind den Verhältnissen des 18. Jahrhunderts nicht näher oder ferner als anderswo. Köthen ist kein homöopathisches Museum und soll auch keins werden. Es geht darum, heute vor Ort die Probleme des beginnenden 21. Jahrhunderts zu lösen, und dabei auch homöopathische Ansätze auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen.

 

 



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