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FAQ zur Forschung

FAQ HRI Homöopathie

Hier finden Sie Antworten auf die meistgestellten Fragen zur Homöopathie-Forschung

Die Studien zeigen: Homöopathie ist wirksam

Forschungsreader

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie hat 2016 einen 60-seitigen Forschungsreader vorgelegt. Mehr...

Bertelsmann Gesundheitsmonitor: repräsentative Studie zur Homöopathie!

Bertelsmann Gesundheitsmonitor

Unter ärztlicher Homöopathie besserten sich bei mehr als 80 Prozent der Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen das Allgemeinbefinden und die seelische Verfassung. – Am deutlichsten gingen jedoch die körperlichen Beschwerden zurück (85 Prozent).

Lesen Sie die komplette Studie hier.

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Homöopathie in der Intensivmedizin

„Die Intensivmedizin bietet aus meiner Sicht die ideale Kombination aus konventioneller Medizin und Homöopathie“

Prof. Dr. Michael Frass ist Oberarzt, Universitätsprofessor, Internist, Intensivmediziner und Homöopath an der Klinik für Innere Medizin I am Wiener AKH.

Die Homöopathie trifft in der Intensivmedizin auf besondere Herausforderungen. Wie wird eine Anamnese bei Patienten durchgeführt, die im künstlichen Tiefschlaf sind?

Dies ist sicher die größte Herausforderung für Homöopathen, wenn sich die Patienten in künstlichem Tiefschlaf befinden. Hier wird einerseits die konventionelle Anamnese herangezogen, sehr rasch versuche ich aber, Kontakt mit den Angehörigen aufzunehmen, um einerseits die dem akuten Ereignis vorangegangenen auffallenden Symptome zu erfahren und andererseits etwas von der Konstitution und den Besonderheiten des Patienten zu erfahren. Im Verlauf der Erkrankung sind oft die Beobachtungen des Pflegepersonals sehr hilfreich für die Mittelwahl und einen allenfalls nötigen Mittelwechsel.

Welche Einsatzmöglichkeiten und Grenzen gibt es für die Homöopathie als Begleittherapie in der Intensiv- und Notfallmedizin?
Die Intensivmedizin bietet aus meiner Sicht die ideale Kombination aus konventioneller Medizin und Homöopathie, da die Patienten perfekt und permanent überwacht werden. Wenn also die konventionelle Diagnostik und Therapie laufen, dann gibt es keine Situation, in der die Homöopathie nicht eingesetzt werden könnte.

In welchen Fällen ist Homöopathie in der Intensivmedizin besonders hilfreich?

Gerne setze ich die Homöopathie bei schweren fieberhaften Zuständen (Sepsis), bei Versagen der Atmung, bei Lebererkrankungen und nach Sauerstoffmangelzuständen zusätzlich zur konventionellen Behandlung ein.

Können Homöopathika gegen Nebenwirkungen konventioneller Pharmaka eingesetzt werden?

Homöopathika können auch gegen Nebenwirkungen eingesetzt werden, als bekanntestes homöopathisches Arzneimittel kann hier wohl Nux vomica genannt werden, das nach Medikamentenintoxikation im Repertorium angeführt ist. Es ist ja übrigens auch ein berühmtes Katermittel, letztendlich ist übermäßiger Alkoholkonsum auch eine Form der Medikamentenintoxikation.

Wie reagieren andere Ärzte und Angehörige auf Ihre Therapievorschläge und -methoden?

Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich: von Ärzten, die ein Konsilium – also die Beratung mehrerer Ärzte über einen Krankheitsfall – von sich aus anfordern, über solche, die einer von Angehörigen gewünschten homöopathischen Begleitbehandlung positiv gegenüberstehen bis zu solchen, die dies rundweg ablehnen. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass eine homöopathische Begleitbehandlung keinen wie auch immer gearteten Einfluss auf die konventionelle Medizin hat, also andere Medikamente nicht stört.

Wächst der Einsatz von Homöopathie in der Intensivmedizin?

Der Einsatz in der Intensivmedizin wächst nur sehr langsam, aber immer mehr engagierte Kollegen
bemühen sich um einen vermehrten Einsatz. Ich habe auch von Anästhesisten gehört, die homöopathische Mittel gerne während der Narkose einsetzen und bemerken, dass Blutungen während Operationen schneller zum Stillstand kommen.

Findet die Homöopathie Ihrer Meinung nach zunehmend Akzeptanz in Forschung und Lehre?

Die Forschung in der Homöopathie ist noch sehr beschränkt, das Interesse – vor allem unter den jungen Kollegen und Studenten – ist vorhanden, die Mittel sind leider sehr begrenzt. Die Akzeptanz in der Lehre nimmt an der Medizinischen Universität Wien zu: etwa 150 Studenten besuchen die Wahlfachvorlesung „Homöopathie“, außerdem gibt es die Vorlesung „Grundlagen und Praxis komplementärmedizinischer Methoden“; in der Ausbildung sind zudem einige Stunden Komplementärmedizin, darunter Homöopathie, nunmehr Pflichtvorlesungen für Studenten.

Was wünschen Sie sich in Bezug auf wissenschaftliche und mediale Debatten über Homöopathie?

Debatten machen nur Sinn, wenn konstruktive Kräfte am Werke sind. Leider wirken die destruktiven Kräfte in der Öffentlichkeit sehr stark. Selten ist eine wissenschaftliche Debatte mit wissenden Kollegen, viel öfter eine auf Effekthascherei ausgerichtete Zusammensetzung der oft nicht einmal allgemein medizinisch gebildeten Diskussionsteilnehmer. Auch verstehen manche Homöopathiegegner die Interpretation von Metaanalysen – also die zusammenhängende Beurteilung mehrerer Studien – nicht. Das Wohl der Patienten, nicht das Nichtverstehenkönnen einer Methode sollte im Vordergrund stehen. Interessanterweise nimmt aber die Mündigkeit der Patienten zu, die sich das Recht herausnehmen, selbst ihren Gesundheitszustand zu beurteilen.

Können Sie sich vorstellen, dass Rettungswagen und
Intensivstationen standardmäßig mit homöopathischen Arzneien ausgerüstet werden?


Das wäre natürlich optimal: Arnica C200 nach einem Unfall oder Schock kann oft entscheidend helfen. Wir haben zu diesem Zweck gemeinsam mit einer Wiener Apotheke auch eine Zusammenstellung von Arzneimitteln für schwere Notfälle und Intensivsituationen zusammengestellt.



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