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Unter ärztlicher Homöopathie besserten sich bei mehr als 80 Prozent der Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen das Allgemeinbefinden und die seelische Verfassung. – Am deutlichsten gingen jedoch die körperlichen Beschwerden zurück (85 Prozent).

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Strömungen in der Homöopathie

Eine Einleitung von Dr. Ulf Riker


jp37„Aude sapere!“
Habe Mut, Dich deines eigenen
Verstandes zu bedienen!


Hahnemann stellte sein Organon ab der 2. Auflage unter dieses Motto der Aufklärung. Darf man daraus ableiten, dass es ihm ein Anliegen war, Denken und Forschen im Bereich der Heilkunst von starren Vorstellungen und Vorurteilen zu befreien und Akzeptanz für neu erlangtes Wissen als Voraussetzung für Fortschritt zu schaffen? Hätte er zugelassen, dass man eines Tages auch „seiner“ Homöopathie zwar mit Achtung begegnet, aber gleichzeitig auch neue Ergebnisse „unermüdlicher Forschung und treuer Beobachtung“ in den Schatz seiner Erkenntnisse einbindet? Warnte er nicht auch vor „übersinnlichen Ergrübelungen“ und mahnte seine Schüler: macht’s nach, aber macht’s genau nach? Sind „genaues Nachmachen“ und „sich des eigenen Verstandes bedienen“ Widersprüche? Stimmt es, dass bereits Hahnemanns Lieblingsschüler Clemens von Boenninghausen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Homöopathie durch ein neues Konzept der Arzneifindung genommen hat? Äußert sich gestörte oder geschwächte Lebenskraft nur auf der Ebene vollständiger Symptome oder lässt sich eine Ähnlichkeit zur homöopathischen Arznei auch auf tieferen Ebenen psychologischer Muster oder von Vitalempfindungen herstellen? Diese und viele andere Fragen machen deutlich, dass Homöopathie lebendig ist und dynamisches Entwicklungspotenzial bereithält. Antworten setzen ein solides Fundament von Weiterund Fortbildung unter erfahrener Anleitung ebenso voraus, wie ernsthafte und vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit den neueren Strömungen in der Homöopathie. Dabei führt der sichere Weg „vom Handwerk über das Kunsthandwerk zur Kunst, und zwar genau in dieser Reihenfolge und nicht umgekehrt“ (Dr. Wolfgang Springer).


Die Bönninghausen-Methode

Methode Massimo Mangialavori

Die Masi-Methode

Die Sankaran Methode

Methode von Jan Scholten - Systematische Homöopathie

Die Sehgal-Methode



Die Bönninghausen-Methode

von Robert Goldmann

Mit der sogenannten Bönninghausen-Methode bezeichnen wir eine Art der Fallanalyse, die anhand verstreuter Hinweise aus den Schriften Bönninghausens (1785-1864) rekonstruiert werden kann. Mehrere Begriffe tauchen hierbei immer wieder auf, die grundsätzlich verstanden sein wollen, so z.B. das vollständige Symptom, das sich aus den vier Elementen Lokalisation, Empfindung oder Befund, Modalitäten und Begleitsymptom zusammensetzt.

In der Fallanalyse wird die Totalität der gegenwärtigen Symptomatik in fünf Schritten unterteilt in Causa, Hauptsymptom, Nebensymptome und vorherrschenden Gemütszustand. Das Arzneimittel wird dann mit dem „Therapeutischen Taschenbuch“ Bönninghausens ermittelt. Eine Polaritätsanalyse zur Unterstützung der Mittelwahl rundet die Analyse ab.

Die Kenntnis der inneren Struktur dieses häufig missverstandenen Repertoriums, das auch zum Studium der Materia medica benutzt werden kann, ist Voraussetzung für seine sinnvolle Anwendung. Das gewählte Arzneimittel sollte in seinem Genius der vorliegenden Symptomatik entsprechen, d.h. Empfindungen und Modalitäten sollten idealerweise mehrere Leibesbereiche durchziehen, bei verschiedenen Prüfern aufgetreten sein und sich deutlich kundtun.


Eine derartige Methodik entspricht der Vorgehensweise der frühen Homöopathie mit ihrer klaren Unterscheidung in Haupt- und Nebensymptome und dem direkten Bezug zur Arzneimittelprüfung bei der Mittelwahl. Für den Praktiker stellt das „Therapeutische Taschenbuch“ bei sachgerechter Nutzung ein wertvolles Handwerkszeug dar. Damit gelingt, bei entsprechend gelagerter Symptomatik, die erfolgreiche Behandlung eines guten Teils der in der hausärztlichen Tätigkeit
vorgebrachten Beschwerden.


In den diesbezüglichen Kursabschnitten wird der Aufbau des „Therapeutischen Taschenbuchs“ unterrichtet und seine Anwendung anhand von Fällen aus Literatur und Praxis dargestellt.

Literatur
• Bönninghausen, C.v.: Bönninghausens Therapeutisches Taschenbuch, Münster 1846, Nachdruck Bernd von der Lieth, Hamburg
• Frei, H.: Effiziente homöopathische Behandlung, Stuttgart 2008
• Gypser, K.-H. (Hrsg.): Bönninghausens Therapeutisches Taschenbuch, Revidierte Ausgabe 2000, 3. Aufl. 2006
• Minder, P.: Die Bedeutung der Grade in Bönninghausens Therapeutischem Taschenbuch, Zeitschrift für Klassische Homöopathie 54(2010)23-27
• Stahl, M.: Der Briefwechsel zwischen Samuel Hahnemann und Clemens von Bönninghausen, Heidelberg 1997
• www.boenninghausen.de

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Methode Massimo Mangialavori

von Dr. Klaus Roman Hoer


Dr. Massimo Mangialavori, Jahrgang 1958, in Modena lebend, bereichert seit 20 Jahren die Homöopathie-Landschaft um wesentliche und neue Aspekte.

Insbesondere wendet er sich von der Polychrest-Therapie ab und sogenannten „kleinen“, d. h. wenig bekannten Mitteln zu, da er der Auffassung ist, JEDES Mittel kann als Simillimum in Frage kommen, wenn es nur genau genug auf den Patienten „zugeschnitten“ ist. Seltene Mittel sind lediglich zu wenig erforscht und bekannt, aber keineswegs weniger tief wirksam. Sein immenses Wissen aus Pharmakologie, der Mythologie, der Biologie und traditionellen Medizin inkl. Schamanismus erlaubt ihm einen komplexen Zugang zu jedem noch so seltenen Mittel. Jedes mögliche Heilmittel stellt für ihn ein „anthropologisches Modell“ dar, das einem Patienten möglichst ähnlich sein muss; der Patient repräsentiert also sein Mittel auf allen Ebenen.
Die differenzierte Analyse der wörtlich aufgezeichneten Patientenschilderungen in „Fundamentale Themen“, „Allgemeine Themen“ und „Kohärente Gruppen von Symptomen“ erhöht die therapeutische Sicherheit bei der Verschreibung immens, da so der Grad der Übereinstimmung mit dem Patienten objektivierbar und nachvollziehbar wird.


Sein sog. „Komplexitätsmodell“ und die Zusammenfassung der Mittel in „Familien“, die keinesfalls botanischer oder biologischer Natur sein müssen, aber es sein können, erlaubt es, tiefste Ebenen in einem kranken Menschen zu erreichen und einer Heilung zuzuführen.


Für ihn definiert sich ein Simillimum als eine Heilinformation, die den Patienten in akuten wie in chronischen Situationen gleichermaßen affizieren muss, und dies über längere Zeit hinweg. Die Tiefe der Wirkung geht aus dem Follow up hervor, das bei ihm die gleiche Bedeutung wie die Erstanamnese erlangt. Seine Methode setzt komplexes Denken und einiges an praktischer Erfahrung in der Patientenbehandlung voraus.


Literatur
• Mangialavori, Massimo: Klassische Homöopathie, Methodik
und Arzneimittellehre, Band 1, Sylvia Faust Verlag
• Mangialavori, Massimo: Solanaceae, Matrix
• www.mangialavori.it


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Die Masi-Methode

von Lidija Rukavina


Der Mensch strebt nach Glück und in diesem Verlangen liegt zugleich ein Streben nach Gott, denn Glück hat eine Ähnlichkeit mit dem göttlichen Gutsein, so der Philosoph und Theologe Thomas von Aquin. Masi Elizalde (1932-2003) versteht die „Reine Lehre“ Hahnemanns im Lichte der thomistischen Denkweise weil er glaubt, eine gedankliche Übereinstimmung zwischen Hahnemann und Thomas von Aquin gefunden zu haben. Masi Elizalde sieht die Entstehung der Krankheit im direkten Zusammenhang mit dem Verhältnis des Menschen zu seinem transzendentalen Ziel, zum Schöpfergott hin. Demnach erleben viele Menschen den Verlust der Rückbindung an ein transzendentales Ziel. Im Alltag erfahren sie häufig die eigene Verletzlichkeit und Unvollkommenheit und versuchen diese zu kompensieren, indem sie wenigstens in einem Aspekt so vollkommen sein wollen wie ein Gott. Der überhöhte Perfektionsanspruch strapaziert die eigenen Möglichkeiten und führt dann zur Krankheit und zum Leiden. Das alltägliche Erleben der Unvollkommenheit nennt Masi Psora. Alle Krankheitssymptome sind direkt oder indirekt auf diese innere Empfindlichkeit, genannt Psora, zurückzuführen. Primärpsorische Symptome sind ganz individuelle, spontan von den Menschen geäußerte Symptome, die auf das Leitmotiv, auf das zentrale Leidensthema als den Ursprung der Krankheit hinweisen. Die Reaktionsbildung auf das Leitthema nennt Masi miasmatische Dynamik. Drei Reaktionsphasen bestimmen die Dynamik. Die sekundärpsorische Phase zeigt ein wechselndes Beschwerdebild wie Unruhe, Angst, Unsicherheit, Ungleichgewicht und psychische Labilität. Es handelt sich um funktionelle Störungen wie bei den psychosomatischen Somatisierungsstörungen.


Die Egotrophie (Sykose) ist ein Stadium der Selbstüberschätzung. Der Mensch glaubt aus sich selbst heraus die begehrte Vollkommenheit erreichen zu können. Er verhält sich ehrgeizig, egoistisch, überheblich und kalt, eine Hypertrophie des Egos und der Persönlichkeit. In der Altero-Egolyse macht der Mensch sich selbst (Egolyse) oder die anderen Menschen und seine Umwelt (Alterolyse) für sein Scheitern und sein Versagen verantwortlich. In der Egolyse flieht er vor seinem Leben und vor der Gesellschaft und neigt zur Selbstzerstörung. In der Alterolyse ist er cholerisch, aggressiv und verletzend. Masis Miasmenlehre ermöglicht das Verständnis scheinbar widersprüchlicher Symptome eines Arzneimittels wie etwa die der Unentschlossenheit einerseits und die der Sicherheit und der Zielstrebigkeit andererseits. Eine „Pulsatilla“ im Stadium der Egotrophie zeigt sich als zielstrebig und realistisch und im Stadium Egolyse als unentschlossen, weinerlich, verzagt und einsam. Beide Zustände sind Reaktionsmuster auf das Begehren Pulsatillas nach einer allumfassenden Einheit mit der Welt (Leitmotiv).


Im Homöopathieuniversum von Masi Elizalde markieren Camphora und Opium die beiden Extremzustände im Erleben des transzendentalen Dramas. Camphora-Symptome zeigen den Zustand des völligen Verlustes der Transzendenz. Einsamkeit, das Gefühl der Eingeschlossenheit in sich selbst, absolute Isolation und Hoffnungslosigkeit. Opium hingegen fühlt sich wie im Himmel, gelassen, zuversichtlich, glückselig wie in einem Traum. Eine Art Empfindungslosigkeit oder Entrückung von den irdischen Dingen. Das existenzielle Drama aller anderen Arzneimittel befindet sich irgendwo zwischen diesen beiden Polen der Transzendenzbewegung.

Der Heilungsweg mit der Masi Methode besteht in der Beruhigung der primär psorischen Angst und Unsicherheit und damit wird die gesamte Erkrankung an ihrem Ursprung behandelt. Während einer homöopathischen Behandlung durchläuft der Patient das Stadium der psorischen Krise. Die verfestigten Reaktionsmuster werden in dieser Phase aufgelöst und eine Öffnung in die Transzendenz ermöglicht. Der Patient gewinnt eine größere innere Freiheit und seine Genesung kann dann weiter fortschreiten.


Literatur
• Preis, Stefan: Alfonso Masi Elizalde – Überarbeitung der Lehre, Materia Medica und Technik der Homöopathie, 1993 Sylvia Faust Verlag
• Masi Elizalde, Alfonso: Seminar auf dem 46. Kongress der Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis 1991 in Köln
• Materia medica homoeopathica revidiert nach Dr. Alfonso Masi-Elizalde, 1996 Verlag Gegendruck Luzern
• Studer, Susanne; Ostermünchner, Esther: Revidierte Materia medica homoeopathica, Band 1-3, 2002-2008, Verlag
Homöopathie im Zentrum, CH-Hägglingen, www.homiz.ch
• Forschungsinitiative zur Revision der Materia Medica Homoeopathica–form, www.form-homoeopathie.de
• AFADH – http://afadh.free.fr


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Die Sankaran Methode

von Andreas Holling

In der Tradition von Bönninghausen und Boger stehend entwickelte Rajan Sankaran, aus Mumbai/Indien (*1960) in den 80er und 90er Jahren ein erweitertes Verständnis des Wesens der Krankheit („basic delusion“) und der Arzneimittel („situative materia medica“). Außerdem versuchte er unter Zuhilfenahme der natürlichen Verwandtschaft und der Miasmenlehre, Arzneimittel nach gemeinsamen Merkmalen zu gruppieren. Daneben zeigte er auf, wie man die psychologischen Gesetze der Polarität und Projektion in der Anamnese nutzen kann.

Mit der Entdeckung gemeinsamer Motive innerhalb von Pflanzenfamilien gab es ab 2001 einen „Quantensprung“ mit der Folge einer Kaskade weiterer Erkenntnisse. Die Aufdeckung einer tiefen und globalen Vital-Empfindung beim Patienten, welche in den körperlichen und psychischen Symptomen sowie der Körpersprache nachweisbar sind, ermöglicht ein bisher in der Homöopathie nicht dagewesenes Verständnis der Krankheit. Damit abgeglichene Arzneiverschreibungen, welche u. a. mit Hilfe der Eingrenzung auf natürlich verwandte Arzneifamilien geschieht, ließen die Erfolgsrate und Tiefenwirksamkeit erheblich steigern.

Anamnestisch werden von der Hauptbeschwerde ausgehend verschiedene in ihrer globalen Qualität ansteigende Erlebensebenen (levels of experience) unterschieden.
• Organ orientierte Faktenebene,
• emotionales individuelles Erleben,
• situativ-menschliches und bildhaftes Erleben, naturhaftes unmittelbares Empfinden etc.


Die tiefen zentralen Empfindungen demonstrieren ihre Wertigkeit durch ihre urtümliche, naturhafte Qualität (z. B. Verletzung, Kompression, Expansion, Fluss, Stau, Brechen, Verlust, Fülle, Leere etc.). Diese werden meist von Gestik und Körpersprache unterstrichen und geben als roter Faden des Falles entscheidende Orientierung. Die neuen Konzepte Sankarans stehen auf dem Boden der homöopathischen Klassik Hahnemanns, welche erweitert und vertieft wird. Die inzwischen komplexe Methode ist rational und genau definiert. Sie bewährt sich weltweit und ist insbesondere durch Einsatz von Video gut erlernbar.


Literatur

• Sankaran, R.: Das andere Lied, Mumbai, 2009
• Sankaran, R.: Die Empfindung in der Homöopathie, Mumbai, 2005


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Methode von Jan Scholten – Systematische Homöopathie

von Dr. Dietmar Payrhuber

1810 war es Samuel Hahnemann gelungen, die begleitenden Gemütszustände von Krankheits- wie Arzneibildern auszumachen und als ausschlaggebendes Element bei der Verschreibung zu deklarieren (Organon der Heilkunst § 210).


Knapp 200 Jahre später gelingt es Jan Scholten nicht nur mentale Zustandsbilder, also Lebensthemen oder Konfliktsituationen des Patienten, als führendes Element der Verschreibung in die Homöopathie einzuführen. Auf der Basis von gut bekannten Arzneien gelingt es ihm durch Interpolation, das Geflecht der Elemente des Periodensystems in seiner psychischen Dimension systematisch darzustellen.


Elektronenschale für Elektronenschale kommt er zu thematischen Inhalten wie der Ich-Entwicklung und des Selbstbewusstseins (Ego- oder Kohlenstoffserie), des Aufstiegs und Verfalls von zwischenmenschlichen Beziehungsformen (Beziehungs- oder Siliziumserie), der Ebene von Arbeit und Pflichten (Ferrum-Reihe), der Ebene des Wissenschaftlers oder Künstlers (Silberreihe), oder jener von Führern und Managern (Goldreihe) und des spirituellen Menschen, der seiner inneren Stimme folgen muss, aber durchaus im Außen Projekte zu verwirklichen hat (Lanthaniden). Jede dieser Serien (entsprechend Elektronenschalen) oder Reihen (nach Anzahl der Elektronen) hat einen schicksalhaften Aufstieg, einen Höhepunkt und einen Verfall des Themas. Indem wir das Lebensthema des Patienten analysieren, finden wir über Verschneiden der Serie mit dem entsprechenden Stadium des Themas die Arznei, häufig ein chemisches Element, das in Kombination mit einem zweiten Element (Derivat als Modalität) ein Mineralsalz ergibt. Wir erhalten dabei weit über 1000 Verbindungen. Diese Zahl geht weit über die Möglichkeiten der Schüsslersalze hinaus und, da die Mittel durch ihre präzise Auffindung klar bestimmt werden können, können diese Salze in hohen und höchsten Potenzen verabreicht werden.


Laufend werden therapieresistente und schwere Krankheiten mit dieser Methode behandelbar und werden die Patienten nicht selten einer Heilung zugeführt.


Wir befinden uns hier im Periodensystem, bei den materiell kleinsten Teilchen, die archaische Strukturen aufzeigen und einem Archetypus von C. G. Jung entsprechen.


Bereits vor 100 Jahren verlangte C. Hering, eine systematische Homöopathie zu schaffen und die Arzneien womöglich zu klassifizieren, damit auch der Homöopath rasch eine Arznei erkennen kann, so wie der Zoologe schon lange aufgrund solcher Einteilungen eine Tierart spontan – auf einen Blick – einordnen und erkennen kann. Auch beim Studium sei das Gedächtnis nicht in der Lage, die vielen hundert Arzneien einzeln sich zu merken, wenn sie nicht im Vergleich zueinander dargestellt werden können.


Literatur

• Bauer J.: Warum ich fühle was du fühlst. Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneuronen. Hoffmann und Campe, Hamburg, 2005
• Bauer J.: Das Gedächtnis des Körpers – Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern. Piper-Verlag, Heidelberg, 2004
• Bohm D.: Wholeness and the Implicate Order (Reprint); Routledge Classics, Taylor & Francis, London, 2004
• Dürr H.P.: Auch die Wissenschaft spricht nur in Gleichnissen. Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien, 2004
• Payrhuber D.: Krebs und Homöopathie. Eigenverlag des Verfassers, Salzburg, 2006
• Payrhuber D.: Summary of Cancer Treatment: Cure and Amelioration of cancer by using mineral remedies. Allgemeine Homöopathische Zeitung; 250, 2005
• Payrhuber D.: Dimensionen der homöopathischen Medizin. Eigenverlag des Verfassers, Salzburg, 1997
• Payrhuber D., Frass M., Madl P.: Information alters matter. Proceedings, 6th Int. Conf. on Gathering of Biosemiotics. Umweb, Helsinki, 2007
• Payrhuber D.: Cancer and Homeopathy. Interhomeopathy, September Issue (2006); www.interhomeopathy.org/index.php/journal/entry/cancer_and_homeopathy
• Payrhuber D.: Summary of cancer treatment. 60th Congress of the Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis, Berlin, 2005
• Pauli W.: The influence of archetypal ideas on the scientific theories of Kepler. In Jung, C. G., & Pauli, W. (Eds.): The Interpretation of Nature and the Psyche; Pantheon Books, Bollingen Series, New York, 1955
• Scholten J.C.: Homeopathy and Minerals. Stichting Alonnissos, Utrecht, 1993
• Scholten J.C.: Homöopathie und die Elemente. Stichting Alonissos, Utrecht 1997
• Scholten J.C.: Secret Lanthanides, ISBN 90-74817-16-5


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Die Sehgal-Methode

von Dr. Gerhardus Lang

Hahnemann verweist in den §§ 210ff. Organon auf die Bedeutung des Geist-Gemütszustandes des Patienten bei der Mittelwahl und sagt wörtlich, dass „bei der Wahl eines Heilmittels der Gemüthszustand oft am meisten den Ausschlag gibt, als Zeichen von bestimmter Eigenheit (§ 153!), welches dem genau beobachtenden Arzt am wenigsten verborgen bleiben kann“ (§ 211 Organon). Eine Technik, diesen Gemütszustand zu erkennen, stammt von dem Inder M.L.Sehgal, der die Erfahrung machte, dass bei klassisch nicht lösbaren Fällen allein die beobachtbaren Gemütssymptome genügten, das wirksame Mittel zu finden. Er benutzte zu diesem Zweck zunächst das Synthetische Repertorium von Barthel, später auch die modernen, erweiterten Repertorien. Das Besondere an seiner Methode ist die Technik der Interpretation der verschiedenen Äußerungen und Verhaltensweisen des Patienten, die er jeweils auf einen Nenner bringt, der sich dann im Symptom des Repertoriums wiederfindet.

Die Methode erfordert eine wesentlich genauere Technik der Fallaufnahme, indem vor allem die zunächst nebensächlich erscheinenden Äußerungen und Verhaltensweisen des Patienten, die ganz unbewusst und spontan erfolgen, meist die Schlüsselsymptome für den Fall abgeben. Um die richtige Interpretation zu finden, ist ein intensives Wahrnehmen des Patienten („der vorurteilslose Beobachter“) erforderlich, das aber erlernbar ist und eigentlich zum normalen Rüstzeug des Homöopathen gehört.

Die Methode kann neben anderen Methoden verwendet werden, sollte aber nicht mit ihnen vermischt werden, weil sie sonst keine guten Ergebnisse liefert. Sie ist nach allen Erfahrungen vor allem bei akuten Erkrankungen sehr schnell zur sicheren Mittelwahl führend. Aber auch chronische Fälle sind immer wieder erstaunlich rasch zu lösen. Die Methode sollte zum Grundausbildungsprogramm in der Homöopathie gehören. Zur Zeit wird sie nur in Kursen außerhalb der offiziellen Ausbildung und ausnahmsweise in F- oder G-Kursen des DZVhÄ angeboten.


Literatur

• Lang, G. u. E. v. Sekkendorff, Einführung in die Sehgalmethode. Eva Lang Verlag, Worpswede, 2007
• Sehgal, M.L., Wiederentdeckung der Homöopathie. Eva Lang Verlag, Worpswede, 2001

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