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Unter ärztlicher Homöopathie besserten sich bei mehr als 80 Prozent der Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen das Allgemeinbefinden und die seelische Verfassung. – Am deutlichsten gingen jedoch die körperlichen Beschwerden zurück (85 Prozent).

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Die homöopathische Arzneimittelprüfung

Text von Curt Kösters

 

Organon § 20: „Diese im innern Wesen der Arzneien verborgene, geistartige Kraft, Menschenbefinden umzuändern und daher Krankheiten zu heilen, ist an sich auf keine Weise mit bloßer Verstandes-Anstrengung erkennbar; bloß durch ihre Aeußerungen beim Einwirken auf das Befinden der Menschen, lässt sie sich in der Erfahrung, und zwar deutlich wahrnehmen.“

 

GlobuliDie Anwendung des Ähnlichkeitsprinzips wäre auch auf rein spekulativer Basis möglich. Erst die Arzneimittelprüfung gibt der Therapie ein empirisches Fundament und ist somit die entscheidende methodische Grundlage der Homöopathie, der eigentliche und wertvollste Kern der homöopathischen Materia medica. Die Erfahrungen aus der Toxikologie und die Verifikation von Prüfungssymptomen am Kranken sind Ergänzungen und Präzisierungen.

 

Angehenden homöopathischen Ärzten wird die Teilnahme an Arzneimittelprüfungen auf das Wärmste empfohlen; nicht nur, weil sie damit einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Methode leisten.

 

Der direkte sinnliche Zugang zu dem Mittel ist wesentlich für das Erlernen der Homöopathie.

 

Organon-Anmerkung § 141: „Der Selbstversucher weiß es selbst, er weiß es gewiß, was er gefühlt hat, …“

 

Ist ein Mittel wirklich gut studiert und verstanden, erleichtert das auch das Erlernen weiterer Arzneimittelbilder. Es kann dann auf die Übereinstimmungen und die Differenzen zu dem ersten Mittel Bezug genommen werden. (vgl. C. Hering: „Über das Studium der homöopathischen Arzneimittellehre“ in Gypser, Herings Medizinische Schriften Bd. II)

 

Erst die eigene Teilnahme an einer homöopathischen Arzneimittelprüfung gibt ein klares Verständnis, welche Art von Symptomen bei einer Prüfung auftreten können – welche Art von Symptomen also besonders geeignet für die Mittelwahl bei einem Patienten ist.

 

Sofern sie lege artis durchgeführt werden, sind homöopathische Arzneimittelprüfungen keine Gefährdung der Gesundheit. Ebenso wie eine gut überstandene akute Infektion, hat die homöopathische Arzneimittelprüfung

eine roborierende Wirkung.

 

Organon Anmerkung § 141: „Die Erfahrung lehrt im Gegentheile, daß der Organismus des Prüfenden, durch die mehren Angriffe auf das gesunde Befinden nur desto geübter wird in Zurücktreibung alles seinem Körper Feindlichen von der Außenwelt her, und aller künstlichen und natürlichen, krankhaften Schädlichkeiten, auch abgehärteter gegen alles Nachtheilige mittels so gemäßigter Selbstversuche mit Arzneien. Seine Gesundheit wird unveränderlicher; er wird robuster, wie alle Erfahrung lehrt.“

 

Voraussetzung ist allerdings, dass die Prüfer gesund sind, das heißt, dass sie keine klinisch manifeste akute oder chronische Krankheit haben – gelegentliche kleine Beschwerden stellen kein Problem dar. Im Zweifel sollte der Rat erfahrener Kollegen eingeholt werden.

Zur Durchführung einer AMP empfehlen wir:

  • Die Lektüre des Organon der Heilkunst, insbesondere §§ 105-145
  • Homöopathische Arzneimittelprüfungen / Homeopathic Provings. Ergebnisse der Konsensus-Konferenzen (1998-2000) des DZVhÄ. Redaktion: Bleul, Gerhard, Schriftenreihe des Europäischen Instituts für Homöopathie (InHom), Köthen, 2002 (www.wisshom.de)
  • Sherr, Jeremy: The Dynamic and Methodology of Homoeopathic Provings. Dynamis Books, West Malvern, 1994

Es empfiehlt sich, die ersten Prüfungen zunächst einmal mit gut bekannten Mitteln durchzuführen – allerdings nach Möglichkeit ohne selbst zu wissen, welches Mittel geprüft wird. Nach letztem Kenntnisstand bringt der Vergleich zwischen verschiedenen Mitteln eindeutigere Ergebnisse als der Vergleich mit Placebo. (Möllinger et. al., A Double-Blind, Randomized, Homeopathic Pathogenetic Trial with Healthy Persons: Comparing Two High Potencies, Forsch Komplementärmed Klass Naturheilkd 2004, 11(5): 274-280)

In rechtlicher Hinsicht ist zu beachten, dass eine organisierte homöopathische Arzneimittelprüfung unter Umständen als Arzneimittelprüfung im Sinne des Arzneimittelgesetzes ausgelegt werden kann, dann sind umfangreiche rechtliche Vorgaben (hinsichtlich Ethikkommission, Probandenversicherung, Ausbildung der Prüfungsleiter) zu beachten, die enormen Aufwand und Kosten verursachen.

Keine Arzneimittelprüfung im Sinne des Arzneimittelgesetzes ist der Selbstversuch. Bei einem Selbstversuch nehmen Sie ein Arzneimittel aus eigenem Antrieb und auf eigene Verantwortung ein. Es verbietet Ihnen dabei auch niemand, die Beobachtungen aufzuzeichnen (oder einen Kollegen zu bitten, diese nach Ihren Angaben aufzuzeichnen) und anschließend z. B. der homöopathischen Bibliothek zu übermitteln, die derartige Aufzeichnungen gerne sammelt. Falls Sie das verblinden möchten, können Sie auch einen Kollegen bitten, unter verschiedenen von Ihnen abgepackten

Arzneimittelproben eines auszuwählen.

Der ärztliche Selbstversuch hat eine große Tradition in der Geschichte der Medizin, er hat nicht unwesentlich die Reputation des ärztlichen Berufsstandes mit begründet. Vielleicht wäre es auch für die konventionell arbeitenden Kollegen hilfreich, wenn sie wenigstens einige der Arzneien, die sie verschreiben, zuvor am eigenen Leib erprobt hätten. Bei Zytostatika wäre das keine gute Idee; aber wird nicht jemand, der selbst einmal Betablocker eingenommen hat, authentischer und damit glaubwürdiger zu Wirkungen und Nebenwirkungen Stellung beziehen können?

Organon Anmerkung §145: „Was wird aber dann erst an Heilung im ganzen Umfange des unendlichen Krankheits-Gebietes ausgerichtet werden können, wenn mehre genaue und zuverlässige Beobachter sich um die Bereicherung dieser einzig ächten Arzneistoff-Lehre durch sorgfältige Selbstversuche verdient gemacht haben werden! Dann wird das Heilgeschäft den mathematischen Wissenschaften an Zuverlässigkeit nahe kommen.“



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