Gute Nachrichten in schwierigen Zeiten


Was für Sportler gilt, ist auch für uns Ärztinnen und Ärzte in der Homöopathie ein hilfreicher Rat: „Wenn Du unter Druck gerätst, weite Deinen Blick!“ – Tun wir das, zeigt sich, dass neben Unerfreulichem, wie der Entscheidung der Landesärztekammern in Bremen und Sachsen-Anhalt, die homöopathische Weiterbildung abzuschaffen, auch einiges Positives geschieht:

LÄK Bremen: Liste „Integrative Medizin“

Nahezu zeitgleich mit der Entscheidung der LÄK Bremen, die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ abzuschaffen, ist es bundesweit erstmals gelungen, eine Kammer-Liste „Integrative Medizin“ zu etablieren. Initiiert und angeführt wird die Liste von Dr. Jürgen Fuchs, dem wir, zusammen mit seinem Team, auf diesem Weg herzlich gratulieren und eine viel Erfolg bei Ihrer weiteren Arbeit wünschen.
Liste Integrative Medizin Bremen

Bayern gibt wichtige Studie in Auftrag

Der Landtag des Freistaats Bayern, zum Beispiel, hat am 7.11.2019 mit herausragender Mehrheit (120 gegen 47 Stimmen) für die Beauftragung einer Studie gestimmt, die klären soll, ob und inwieweit durch Einsatz homöopathischer Mittel der Einsatz von Antibiotika reduziert werden kann.

Dem Antrag zugestimmt haben die Regierungsfraktionen von CSU und Freien Wähler, sowie die Mehrzahl der Grünen-Abgeordneten.

SPD, FDP und AfD stimmten dagegen. Vorausgegangen war eine teils hoch emotional und von den Kritikern mehr polemisch als sachlich geführte Debatte.

Ende September hatte der Landtag mit einer Mehrheit der Stimmen, die deutlich über die Zahl der Sitze der Regierungsfraktionen hinausging, einen Dringlichkeitsantrag der FDP abgelehnt, der darauf abzielte, die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ abzuschaffen.
Beitrag des Bayrischen Rundfunks vom 07.11.2019

Hartmannbund stellt sich hinter Homöopathie

Ein Einzelantrag auf „Abschaffung der Zusatzbezeichnung Homöopathie“ wurde auf der Gesamtvorstand des Hartmannbundes am 7.11.2019, mit überwiegender Mehrheit abgelehnt.

Die Debatte, bei der auch die 1. Vorsitzende des DZVhÄ, Michaela Geiger, das Wort ergriff, zeigte, dass sich der Vorstand des Hartmannbundes entschieden für einen Methodenpluralismus einsetzt und geschlossen hinter der Homöopathie steht.

Die DZVhÄ-Vorsitzende hatte in ihrer Rede mit Vehemenz dafür plädiert, dass sich die Delegierten des Hartmannbundes „nicht von einer von verschiedenen Seiten gezielt geschürten, bewusst emotionalisierenden und polarisierenden Debatte vereinnahmen“ lassen, sondern sich weiter an den sachlichen Argumenten orientieren mögen, die für einen Einsatz homöopathischer Arzneimittel im Rahmen integrativer Behandlungsmethoden sprechen. „Wir alle wissen, dass es auch in der konventionellen Medizin zahlreiche Beispiele für Behandlungsmethoden gibt, deren Wirksamkeit unzweifelhaft sind, für deren Wirkmechanismus es aber noch keine Erklärung gibt. Verantwortungsvolle, moderne Medizin ist naturwissenschaftliche Erkenntnis plus ärztliche Erfahrung.“