Neue DZVhÄ Webseite ist online

Seit Mitte Mai ist die neue DZVhÄ-Webseite öffentlich, sie kann wie gewohnt unter www.dzvhae.de aufgerufen werden. Doch außer der Adresse ist nicht viel von der alten Seite übernommen worden: Grafik, Aufbau und Themensetzung sind neu.

 

Im Mittelpunkt der Seite steht der DZVhÄ, nicht allgemein die Homöopathie. Der DZVhÄ sieht seine Aufgabe mit dieser Seite darin, seine verbandspolitischen Inhalte der Öffentlichkeit zu präsentieren, Gesundheitspolitik zu kommentieren, Standpunkte zu entwickeln und darzustellen und Kommunikation über Homöopathie auch zu dokumentieren – das gehört zum Service des Verbands.

 

„Wir möchten Sie einladen, sich auf unserer neuen Seite umzusehen“, sagt Dr. Ulf Riker, 2. DZVhÄ-Vorsitzender und im Vorstand für Kommunikation zuständig. „Schauen Sie zum Beispiel mal in den Bereich „Information“, hier befinden sich unter anderem der Blog, der Newsletter, die AHZ-Vorschau, aber auch ein Newsticker mit tagesaktuellen Informationen über Homöopathie.“

 

Eine Aufgabe des Vereins ist auch die Vernetzung. „Wir zeigen, wo die Homöopathie-Forschung stattfindet, wir stellen sie aber nicht selber vertiefend dar. Wir verlinken auf die DZVhÄ-Landesverbände und die Interviews mit den Kolleg*innen aus der Praxis, wir vernetzen auch die Patientenverbände, ihre Perspektive auf die Homöopathie beschreiben sie aber selber“, erklärt Ulf Riker.

 

Die neue Webseite bedeutet aber auch, dass sich Inhalte vielleicht nicht mehr am gewohnten Platz befinden und ein Link ins Leere läuft. „Wenn Sie also jemanden einen Link weiterleiten oder auf einen Inhalt verweisen, überprüfen Sie diesen vorab“, rät Dr. Riker.

2021-05-28T14:02:08+02:00

Dr. Peithner Preis

Preis für neue, wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Homöopathie

 

Wien, 28. April 2021 – Im Rahmen einer digitalen Veranstaltung wurden von der ÖGHM gemeinsam mit Schwabe Austria gleich zwei herausragende Forschungsarbeiten im Bereich der Homöopathie mit dem Dr. Peithner Preis prämiert.
Hier finden Sie die vollständige Presseerklärung.

 

Eine der prämierten Arbeiten ist der narrative Review „Evidenzbasierte Veterinär-/Homöopathie und ihre mögliche Bedeutung für die Bekämpfung der Antibiotikaresistenzproblematik“, der im vergangenen Oktober in einem konventionellen peer-reviewed Journal veröffentlicht worden ist. Hauptautorin Dr. Petra Weiermayer stellte für die Arbeit gemeinsam mit Veterinärkollegin Dr. Liesbeth Ellinger und den Humanmedizinern Dr. Thomas Peinbauer sowie ao. Univ.-Prof. Dr. Michael Frass differenziert die Faktenlage der Evidenz für die Wirksamkeit der Human- und Veterinär-Homöopathie im Allgemeinen sowie die Evidenz homöopathischer Behandlungen von Infektionen im Speziellen dar. Die gesamte Publikation finden Sie hier.

 

Der Homöopath und Präsident des Österreichischen Dachverbands für Ärztliche Ganzheitsmedizin sowie Vorsitzender der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie Professor Michael Frass, der für seine hochwertigen Forschungen rund um die Homöopathie international bekannt ist, ist nicht nur Co-Autor von Dr. Weiermayers Review, sondern wurde dieses Jahr selbst mit dem Dr. Peithner Preis ausgezeichnet. Er hat mit einer prospektiven, randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden, dreiarmigen und multizentrischen Studie belegt, dass die homöopathische Behandlung als Zusatztherapie bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs die Lebensqualität signifikant im Vergleich zur Placebo-Gruppe verbessert. Weitere Infos zur Studie finden Sie hier.

 

Der Dr. Peithner Preis ist ein mit 3.000 Euro dotierter Preis, der ursprünglich etabliert wurde, um die wissenschaftliche Forschung im Bereich der Homöopathie zu fördern. Prämiert werden können eingereichte Arbeiten, die einem internationalen wissenschaftlichen Standard entsprechen und offiziell publiziert wurden. Die Fachjury, die aus den eingereichten Arbeiten die beste auswählt, setzt sich aus der Geschäftsleitung von Schwabe Austria sowie aus Vertretern der ÖGHM zusammen. Verliehen wird der Dr. Peithner Preis regulär auf der Jahresversammlung der ÖGHM. Diesmal fand die Verleihung im Rahmen einer hochwertigen Onlineveranstaltung statt.

 

Foto: Preisträger und Jury des Dr. Peithner Preises, v.l.n.r.: Dr. Fritz Gamerith (Schwabe Austria), Prof. Dr. Michael Frass, Dr. Liesbeth Ellinger (Bildschirm), Dr. Thomas Peinbauer (Bildschirm), Dr. Petra Weiermayer, Dr. Volker Neubauer (ÖGHM-Präsident).

 

2021-05-28T10:58:20+02:00

D-A-CH Zoom am 22. Juni 2021

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

herzlich laden wir Sie ein zu unserem gemeinsamen Zoom-Meeting

Aktueller Wissensstand zu Impfstoffen, Long-Covid-Verläufen
und den psychischen Folgen des Lockdowns
am Dienstag, den 22. Juni 2021, 20:00 – 22:15 Uhr

Hier finden Sie die Einladung auch zum Download.

 

Programm:

  • Ärztliche Leitung: Dr. med. Alexandra Schulze-Rohr / Moderation: Dr. med. Michaela Geiger
  • Begrüßung inkl. Anleitung im Chat:
    Grußwort aller Präsidenten*innen von ÄKH, DZVhÄ, ÖGHM, SVHA, ÖGVH
  • Vortrag 1: „Impfstoffe gegen COVID-19 – ein aktueller Überblick der zurzeit im deutschsprachigen Raum verfügbaren Impfstoffe, ihres Wirkmechanismus und ihrer Wirksamkeit“
    Referent: Dr. med. Steffen Rabe, München, Deutschland
  • Vortrag 2: „Long-Covid, Häufigkeit, Risikofaktoren, Fallverläufe und therapeutische Optionen
    Referent: Dr. med. Jens Wurster, Locarno, Schweiz
  • Vortrag 3: „Psychiatrische Aspekte von COVID 19 und Lockdown: psychologische und psychiatrische Folgen der Pandemie und des Lockdowns, aktuelle Situation, Möglichkeiten der Unterstützung für Betroffenen
    Referentin: Dr. med. Elisabeth Lazcano, Wien, Österreich
  • Diskussion und Austausch: Fragen der Mitglieder über Zoom-Chat
  • Schlusswort: Präsidenten*innen von ÄHK, DZVhÄ, ÖGHM, SVHA, ÖGVH

 

Anmeldung:

Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung zur Entlastung der Geschäftsstelle ausschließlich elektronisch über folgende Zoomregistrierung möglich ist:

https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_HRmkCUcjTT2_XLJ5zrWMjA

Erstmalig bieten wir unseren Mitgliedern den Service, ÄK-Fortbildungspunkte mittels EIV zu erfassen und an die zuständige Ärztekammer zu melden. Dazu fügen Sie bitte Ihre 15-stellige EFN in das Registrierungsformular ein.

 

Kosten:

Es wird eine Registrierungsgebühr von 40,- EUR erhoben. Ihre Zahlung sollte bis zum 20. Juni 2021 eingegangen sein.

  • DZVhÄ:
    Bankverbindung
    DZVhÄ e.V.
    Deutsche Apotheker- und Ärztebank
    IBAN: DE95 3006 0601 0702 1668 01
    BIC: DAAEDEDDXXX

Sie erhalten nach Ihrer Anmeldung eine Anmeldebestätigung mit Ihren Zugangsdaten für das Zoom Meeting, die wir Ihnen zur Erinnerung auch noch einmal kurz vor der Online-Veranstaltung senden.

 

Nach Abschluss der Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail den Zahlungsbeleg und die Teilnahmebescheinigung. Ihre bei der Anmeldung angegebenen Adressdaten werden für die Rechnungsstellung übernommen.

Bitte beachten Sie, dass nur ordentliche Mitglieder der aufgeführten Verbände an diesem Zoom-Meeting teilnehmen dürfen und achten darauf, sich mit vollständigen Vor- und Familiennamen im Zoom-Meeting anzumelden.

Das Zoom-Meeting wird akkreditiert mit 3 Homöopathie-Diplompunkten bzw. 3 Fortbildungspunkten der Landesärztekammer Bayern.

Vielen Dank für Ihre baldige Anmeldung, um eine reibungslose Organisation zu ermöglichen.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme!
Mit herzlichen Grüßen

– Dr. med. Michaela Geiger, 1. Vorsitzende DZVhÄ
– Dr. med. Christoph Abermann, Präsident ÄKH
– Dr. med. Volker Neubauer, Präsident ÖGHM
– Dr. med. Gisela Etter, Präsidentin SVH

 

Abb.: iStock.com/ca-ssis

2021-05-28T11:08:42+02:00

Homöopathie – Kongresse des DZVhÄ – wie weiter?

Der diesjährige Weimar – online – Kongress war ein voller Erfolg, der wieder einmal einem kleinen Orga-Team, diesmal um unsere Kollegin Doreen Jaenichen zu verdanken ist. Vielleicht ahnen die Kongressbesucher, wie viel Zeit, Energie und Leidenschaft jedes Mal in die wissenschaftliche Planung, die Auswahl spannender Referent*innen und die konkrete Umsetzung fließen?

 

In einer Zeit, in der sich ärztliche Homöopathie gegen heftige mediale und politische Widerstände wehren und bewähren muss, ist es besonders wichtig, solch hochkarätige Veranstaltungen immer wieder neu auf den Weg zu bringen. Der DZVhÄ hat sich für ein „Modell der drei Standorte“ entschieden: Weimar, Münster und Lindau. Damit verliert der bisherige Turnus seinen Sinn, wonach die einzelnen Landesverbände reihum für „ihren“ Kongress im eigenen Bundesland zuständig sind. Der Kongress des Jahres 2022 in Münster hat bereits dazu geführt, dass sich Aktive aus Nordrhein-Westfalen die Unterstützung des Berliner Vereins gesichert haben, um ein gemeinsames und schlagkräftiges Orga-Team zu bilden.
Hier finden Sie bereits den aktuellen Flyer zum Ärztekongress 2022 in Münster.

 

Die Herausforderung für die nähere Zukunft wird darin bestehen, dass wir – gemeinsam! – Modelle entwickeln, wie wir über Bundesland-Grenzen hinweg jeweils rechtzeitig dynamische Teams bilden, die in kreativem und konstruktivem Miteinander aktuelle Kongress-Themen entwickeln und für deren wissenschaftliche Ausgestaltung sorgen.

 

Bitte hören Sie alle in sich hinein: welches wären „meine“ Themen? Wie viel Zeit und Energie bin ich persönlich bereit und in der Lage, in ein Team Gleichgesinnter einzubringen? Mit welchen Kolleginnen und Kollegen zusammen könnte ich mir ein solches Team-Work vorstellen? Und lassen Sie auch den Gedanken zu, dass das, was zunächst nach Arbeit „riecht“ unterwegs sogar Spaß machen und Türen zu neuem kollegialem Miteinander öffnen kann.

 

SAVE THE DATE!

 

Am Mittwoch, 9. Juni, 20 – 21.30 Uhr werden wir unser regelmäßiges Zoom-Meeting „Medien und Öffentlichkeitsarbeit“ diesem Thema widmen, gemeinsam Ideen und Modelle entwickeln und das „für“ und „wider“ möglicher Optionen diskutieren. Seien Sie dabei, Aktive aus allen Landesverbänden sind herzlich eingeladen! Bitte melden Sie sich bei geschaeftsstelle@dzvhae.de , Sie erhalten dann rechtzeitig Ihre Zoom-Einwahldaten!

 

Abb.: iStock.com/fufunphoto

2022-02-14T15:30:11+01:00

Homöopathie in der Integrativen Medizin

Homöopathie in der Integrativen Medizin – Medizin der Zukunft

In einem viel beachteten Hauptvortrag beim diesjährigen Homöopathie-Kongress des DZVhÄ sprach der ehemalige Chefarzt des Münchner Krankenhauses für Naturheilweisen, Dr. Artur Wölfel von seinen Erfahrungen in mehr als 30 Jahren Tätigkeit an dieser Klinik, davon ca. 9 Jahre in leitender Position. Von den Anfängen in der Mitte des vorletzten Jahrhunderts war die Homöopathie ein zentraler Bestandteil der traditionsreichen und renommierten Klinik, die in ihrer heutigen Form als Fachklinik für Innere Medizin an der medizinischen Grund- und Notfallversorgung teilnimmt, das Konzept der Integration von westlichen Naturheilverfahren sowie klassischer Homöopathie aber immer konsequent beibehalten hat.

 

Entsprechend reich ist der Erfahrungsschatz, der den Ärzt*innen der Klinik zur Verfügung steht. Patient*innen können sich auf höchste ärztliche Kompetenz verlassen, wenn es um die Entwicklung integrativer und individueller Behandlungskonzepte geht. Gerade im Falle chronischer Krankheiten wird das Besondere der Integrativen Medizin deutlich: einerseits Symptom- und Befundkontrolle, also z.B. Reduktion der Entzündungsaktivität im Falle chronisch-entzündlicher Systemerkrankugen; und andererseits regulative Selbstheilungsimpulse durch klassische Naturheilverfahren und Homöopathie, die nicht allein auf Ebene von Molekül-Rezeptor-Interaktion, sondern im Sinne der Mobilisierung autoregulativer Reaktionsketten den kranken Organismus dem Ziel der Heilung näher bringen.

 

Dr. Wölfel verdeutlichte dieses Prozedere an zwei bestens dokumentierten Beispielen chronischer Krankheiten: dem Fall einer juvenilen Arthritis und einem Fall von M. Basedow. In beiden Fällen war die homöopathische Arzneiwahl transparent nachvollziehbar, ebenso die objektive Befundlage. Die dokumentierten Verlaufsparameter machten überzeugend deutlich, wie die Dosierungen allopathischer Medikamente zur Symptomkontrolle Schritt für Schritt unter paralleler homöopathischer Therapie reduziert werden konnten, ohne dass es hierdurch zu einer neuerlichen Steigerung der Krankheitsaktivität gekommen wäre.

 

Für alle, die sich als Kongressteilnehmer*innen einem der anderen hochkarätigen Parallelprogramme zugewandt hatten: unbedingt die Option nutzen, binnen Jahresfrist alle Vorträge, also auch den von Dr. Wölfel nochmals nacherleben zu können. Vorsicht: der Vortrag könnte gerade auch jüngere ärztliche Kolleg*innen dazu verleiten, ihr bestens geschultes klinisches Denken durch Begeisterung für Homöopathie zu ergänzen!

 

Abb.: https://www.krankenhaus-naturheilweisen.de/krankenhaus-fuer-naturheilweisen/team/dr-med-artur-woelfel/

2021-05-28T11:12:38+02:00

Online-Fortbildung: Kohlenstoffe

Einladung zur Online-Fortbildung zum Thema Kohlenstoffe
am 12. Juni 2021 von 10:00 – 17:00 Uhr;
Referenten: Dr. med. Wiebke Michaels und Andreas Holling.

Alle weiteren Infos zum Seminar und Anmeldung finden Sie hier.

 

Selbstverständlich können wir im DZVhÄ-Newsletter immer nur einzelne ausgewählte, aber nie alle Fortbildungsangebote der Landesverbände bewerben; dazu sind ja in erster Linie die Landesverbands-Newsletter geeignet. Im konkreten Fall möchten wir aber dennoch eine Ausnahme machen und auf dieses Angebot des LV Rheinland-Pfalz /Hessen/Saarland hinweisen, zum einen weil Kohlenstoff – neben Sauerstoff und Wasserstoff – immerhin zu den häufigsten Elementen im menschlichen Körper gehört und die entsprechenden homöopathischen Arzneien ohne Zweifel besonders wichtig sind und zum anderen, weil wir den Landesverband, der sich in den vergangenen Wochen und Monaten enorm für den Erhalt der Zusatzbezeichnung Homöopathie in Rheinland-Pfalz engagiert hat (siehe auch unseren aktuellen Newsletter Beitrag), auf diese Weise gerne eine kleine Unterstützung zukommen lassen möchten und auch an dieser Stelle nochmals herzlich danken möchten.

2021-05-28T10:42:47+02:00

Ärztekongress 2021 – „Homöopathie im Dialog“

Unter dem Stichwort „Homöopathie im Dialog“ gab es zwei exzellente Vorträge, die Sie während des Kongresses vielleicht schon gesehen haben und die Sie sich in der Mediathek nach dem Kongress unbedingt ansehen sollten.

 

Das Ehepaar Dres. Susanne und Werner Diez (Herzerkrankungen) sowie Dr. Michael Schreiner (HNO-Erkrankungen) zeigten anhand ihrer Vorträge das Potenzial der Integrativen Medizin in ihrem Praxisalltag. Aus der täglichen Arbeit wurden hier integrativmedizinische Behandlungskonzepte vorgestellt und mit zahlreichen Beobachtungen und Tipps „garniert“.

 

Außerdem wurde das Ehepaar Dr. med. Susanne Diez (Allgemeinmedizin, Homöopathie) und Dr. med. Werner Diez (Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin) zusätzlich für Ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Diese seit 40 Jahren gelebte Schaffenskraft, die dem Kongress Thema der Integrativen Medizin in besonderem Maße ihren Sinn verlieh, wurde von der Kongress-Jury mit dem Samuel ausgezeichnet.

 

‚Homöopathie im Dialog‘ zwischen Werner und Susanne Diez zeigte im besten Sinne, dass von einem guten kommunikativen Austausch immer beide profitieren.

Der Vortrag war so angelegt, dass Dr. Werner Diez die aktuellen klinischen und pharmazeutischen Entwicklungen zu den kardiologischen Themenbereichen (Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Hypertonie, Vorhofflimmern) vorstellte und Frau Dr. Susanne Diez das Ineinandergreifen von moderner Kardiologie und Homöopathie anhand von Praxisbeispielen anschaulich zeigte.

 

Auffallend war, dass gerade bei Herzerkrankungen, gleich welche Behandlungsstrategie man auch wählen mag, die individuelle, auf den Patienten abgestimmte Anamnese außerordentlich wichtig ist, weil die sog. kleinen (schwerer wahrnehmbaren) Veränderungen im Behandlungsverlauf frühe Indikatoren für die klinisch kardiologische wie auch für die homöopathische Therapie sein können.

 

Am Nachmittag referierte Dr. med Michael Schreiner über den integrativen Behandlungsansatz von unterschiedlichen HNO-Erkrankungen. Mit seinen langjährigen Erfahrungen als HNO-Facharzt mit Zusatzbezeichnung Homöopathie war sein Vortrag ein Feuerwerk an Tipps für den Praxisalltag., Er erläuterte die ärztlichen Leitlinien für die Behandlung von Sinusitiden und Otitis media gekonnt und praxisnah und er wies auf das Potenzial der Selbstregulation durch Homöopathie hin – also gelebte Integrative Medizin zum Wohle der Patienten gleich welchen Alters.

 

Fazit:
Im Sinne einer inhaltlich hochwertigen Fort- und Weiterbildung schien das Online-Format geradezu ideal gewesen zu sein, weil man sich am Bildschirm ganz auf den Vortrag konzentrieren konnte, ohne durch die sonst üblichen Nebengeräusche im Vortragsaal oder durch technische Probleme bei der Übertragung abgelenkt zu werden.

Zwischen den Veranstaltungen gab es auch die Möglichkeit, sich in einem virtuellen Pausenraum mit Kolleg*innen auszutauschen. Ob virtueller Pausenraum, der mögliche Wechsel zwischen den parallellaufenden Vorträgen oder die Teilnahme an den Diskussionen, all das war am heimischen PC einfach und intuitiv möglich, auch für technisch weniger versierte Computernutzer.

Natürlich konnte der Online-Kongress das persönliche lebendige Miteinander der Kongressteilnehmer*innen nicht ersetzen, aber dennoch ermöglicht das Online-Format des diesjährigen Kongresses viele Möglichkeiten für eine hochwertige ärztliche Fort- und Weiterbildung in den nächsten Jahren.

 

Abb.: iStock.com/Olivier Le Moal

2021-05-28T10:54:54+02:00

200 Jahre Sebastian Kneipp

Das Bündnis für Integrative Medizin weil’s hilft hat sich nach seiner Gründung im Jahr 2019 schnell zu einer lebendigen, gut vernetzten, sehr aktiven Bürgerbewegung entwickelt, die sich für eine starke Integrative Medizin in unserem Gesundheitssystem einsetzt und mit ihren Forderungen nach einer „Wende im Gesundheitssystem“ auch auf politischer Ebene als Gesprächspartner geschätzt und gehört wird.

 

Wichtige Gesundheits- und Patientenorganisationen bündeln und stärken ihr bereits langjähriges Engagement in diesem gemeinsamen Bündnis. Dazu gehört u.a. auch der Kneipp-Bund e.V., der mit seinen 1.200 regionalen Kneipp-Vereinen sowie zertifizierten Einrichtungen und Fachverbänden die größte private Gesundheitsorganisation in Deutschland ist.

 

Zum Anlass des 200. Geburtstages von Sebastian Kneipp (geb. 17. Mai 1821) organisierte der Kneipp Bund am 2. Mai 2021 eine Live-Online-Veranstaltung aus Bad Wörishofen mit Ehrengästen, Grußbotschaften und Interviews. Hier lebte und wirkte der Pfarrer Sebastian Kneipp über 40 Jahre.

 

Über 3.500 Zuschauer verfolgten den Live-Stream. Im Mittelpunkt des rund zweistündigen (!) Programms stand natürlich Sebastian Kneipp und die gesamte Kneipp-Bewegung mit prominenten Interviewpartnern und Gratulanten.

 

Professor Benno Brinkhaus von der Berliner Charité (Lehrstuhl für Naturheilkunde) äußerte sich im Interview zur Kneipp‘schen Lehre aus heutiger medizinischer Sicht und wies auf die Notwendigkeit öffentlicher Fördermittel für die integrativmedizinische Forschung hin.

 

Zu den Gratulanten gehörten auch Vertreter aus Politik, wie der ehemalige Vorsitzende des Kneipp-Bundes und derzeit amtierende bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Er betonte, dass die ganzheitliche Naturheilkunde nach Kneipp wie auch alle anderen Therapieverfahren, die zur Förderung der Resilienz beitragen können, in der heutigen Zeit aktueller denn je seien. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn überbrachte Glückwünsche. Das Bundesfinanzministerium würdigte das Jubiläum in Form einer neuen 20-Euro Gedenkmünze aus Silber und einer Sonderbriefmarke „200. Geburtstag Sebastian Kneipp“ (1,55 EUR).

Hier können Sie den gesamten Livestream „200 Jahre Sebastian Kneipp“ anschauen.

2021-05-28T10:43:25+02:00

Editorial – Mai 2021

Deutscher Ärztekongress für Homöopathie in Weimar 2021 war ein großer Erfolg!

Erstmals als Online-Kongress mit rund 600 Teilnehmer*innen!

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unser erster Online-Kongress war ein voller Erfolg! Insgesamt haben fast 600 Teilnehmer*innen an unserer 169. Jahrestagung teilgenommen. So haben wir mit unserem diesjährigen Leitmotiv Dialog und Synergie – Homöopathie in der Integrativen Medizin offensichtlich genau den richtigen Ton getroffen.

 

Wir haben wertvolle Vorträge im Rahmen unseres vielseitigen Programms mit wichtigen Themen der Humanmedizin sowie der Veterinärmedizin gehört. Rund 40 Referenten*innen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland berichteten über Therapiemöglichkeiten der Integrativen Medizin/Homöopathie aus Klinik und Praxis.

 

Und trotz des Online-Formates hatten wir einen intensiven Austausch miteinander, nicht nur fachlich, sondern auch in den Pausen-Bubbles.

 

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an das gesamte Organisationsteam und alle Beteiligten, die mit ihrem großen Engagement zum Gelingen des Kongresses beigetragen haben!

 

Festrede Prof. Harald Matthes ein besonderes Highlight!

Eine besondere Freude war es mir, Herrn Professor Matthes als Festredner gewinnen zu können. In seinem einleitenden Festvortrag „Integrative Medizin – alter Wein in neuen Schläuchen!?“ betonte er ausdrücklich, dass die Idee einer Integrativen Medizin eine Medizin der Zukunft sein wird.

 

Zusammenfassend beschrieb er die Basis dieser Integrativen Medizin als vertrauensvolle Beziehung zwischen Behandler und Patient, die sich auf den ganzen Menschen konzentriert. Sie sei evidenzbasiert und nutze alle geeigneten therapeutischen, präventiven, gesundheitsfördernden Lebensstil-Ansätze sowie Gesundheitsfachkräfte und Disziplinen, um optimale Gesundheit und Heilung zu erreichen. Integrative Medizin verstehe das Heilen als Kunst und Wissenschaft. Dies sei nur möglich in einer sozialen und demokratischen sowie natürlichen gesunden Umgebung.

Besser kann man die Leitidee unseres Kongresses nicht zusammenfassen.

 

Allianz Integrative Medizin – ein Schritt in die medizinische Zukunft

Ein weiteres wichtiges Anliegen, das auf Zukunft ausgerichtet ist, ist es, Synergien zu schaffen aus dem Besten aller Disziplinen – der Homöopathie, der Komplementärmedizin sowie der klassischen Medizin. Dazu trägt die Gründung einer „Allianz Integrative Medizin“ bei. Dieses Bündnis ist Basis für eine moderne, in die Zukunft gerichtete Medizin, in der die konventionelle und komplementäre Medizin gleichberechtigt nebeneinanderstehen.

 

Die Allianz soll als Dachmarke nach außen wirken. Gleichzeitig behalten die mit ihren Besonderheiten und inhaltlichen Attributen unter diesem Dach vereinten Mitglieder ihre Gültigkeit und ihren Bestand, das gilt selbstverständlich auch für den DZVhÄ! Die verbindenden Elemente werden getragen von der Idee eines ganzheitlichen Menschen- und Weltbildes. Gemeinsame Aufnahmeprinzipien, Qualitätsversprechen und Werte sind verbindende Elemente dieser Allianz. Dazu zählen auch Themen wie Salutogenese, Wissenschaftlichkeit, Pluralismus, Erfahrung, Patientenzentrierung und sprechende Medizin – um nur einige zu nennen.

 

Das wollen wir nach außen tragen, um auf dem politischen Parkett mehr Gehör zu finden und schlagkräftiger werden. Denn nur gemeinsam sind wir stark. Das sehen wir am Beispiel des Dachverbandes Komplementärmedizin – DAKOMED – in der Schweiz. Die Kerngruppe unserer Allianz bilden aktuell die Hufelandgesellschaft, die Naturheilkunde, der DAMID, der Patientenverband „weil’s hilft“ und der DZVhÄ.

 

Im Bundestagswahljahr 2021 wollen wir als Bündnis mit einem klaren Leitbild, klarem Narrativ sowie mehreren Foren die Integrative Medizin gemeinsam präsentieren. Unsere Forderungen, unsere Visionen und Ziele sind:

  • Eine Gesellschaft, die bestmögliche ökologische, soziale und medizinische Voraussetzungen für ein gesundes und erfülltes Leben bietet.
  • Eine medizinische Kultur, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
  • Eine integrative Medizin, die selbstverständlich die besten Therapien verbindet.
  • Ein partnerschaftliches Miteinander von Ärzt*innen, Therapeutinnen*in und Patient*innen.
  • Ein Gesundheitswesen, das Gesundheit fördert.
  • Bürger*innen, die ihre Gesundheit gestalten.
  • Somit liegt vor uns nicht nur eine Umweltwende, sondern auch eine Medizin- bzw. Gesundheitswende.

 

„One Health“ – Ansatz der WHO

Viel diskutiert wird im Moment auch der Begriff „One Health“, der von der WHO geprägt wurde. Er beschreibt Gesundheit von Umwelt, Tier und Mensch, die in Einklang miteinander gebracht werden müssen. Der One-Health-Ansatz ist eine Strategie, die aus allen relevanten Bereichen und mit allen relevanten Beteiligten, Erfahrungen und Know-how zusammenzubringt und so zur Verbesserung von Gesundheit beiträgt. Dies ist die Aufgabe der Integrativen Medizin – der modernen Medizin!

 

In diesem Sinne erinnere ich an das Grußwort unserer Kongress-Schirmherrin Prof. Dr.-Ing. habil. Dagmar Schipanski: „Um eine Medizin zu schaffen, müssen Brücken gebaut werden – dies bedeutet: Respekt und Toleranz, der Wille, zuzuhören und aufeinander zuzugehen.“

 

Wir sind auf einem guten Weg, das hat dieser Kongress in Weimar dieses Jahr gezeigt. Lassen Sie uns also Hand in Hand weiter fortschreiten – im Zeichen der Solidarität und Kollegialität mit unserer fachlichen Expertise und gemeinsam mit allen anderen Kollegen*innen aus dem komplementären wie auch konventionellen Bereich, gerade in diesen schweren Zeiten.

 

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und viel Kraft!

Bis zum nächsten Kongress in Münster 2022, dann hoffentlich wieder persönlich vor Ort!

Dr. med. Michaela Geiger, 1. Vorsitzende DZVhÄ

 

Kongressabschluss – Samuel-Preisträger 2021!

Auf der Abschlussveranstaltung der 169. Jahrestagung des DZVhÄ wurden die besten Vorträge ausgezeichnet. Erstmals wurde der Samuel – eine Gedenkmünze mit dem Portrait Samuel Hahnemanns – in drei Kategorien verliehen.

 

Im Namen der 1. Vorsitzenden des DZVhÄ, Dr. Michaela Geiger, des gesamten Bundesvorstandes und aller Honoratior*innen beglückwünschen wir unsere diesjährigen Preisträger*innen:

 

Das Ehepaar Dr. med. Susanne Diez und Dr. med. Werner Diez aus Wien erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Lebenswerk. Susanne Diez ist Allgemeinmedizinerin und homöopathisch tätig – Werner Diez ist Arzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin. Zusammen haben sie auf dem DZVhÄ-Kongress das Thema Herzerkrankungen – Behandlung in integrativer Zusammenarbeit referiert. Diese seit 40 Jahren gelebte Schaffenskraft, die dem Kongress-Thema der Integrativen Medizin ihren Sinn verleiht, wurde von der Kongress-Jury mit dem Samuel ausgezeichnet.

 

Preisträgerin in der zweiten Kategorie One Health ist Dr. med. Gisela Etter, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, Präsidentin UNION Schweizerischer komplementärmedizinischer Ärzteorganisationen, Präsidentin Schweizer Verein homöopathischer Ärztinnen und Ärzte (SVHA) sowie Mitglied im Vorstand Dakomed (Dachverband Komplementärmedizin, Schweiz). Ihr Vortrag lautete Gefahr der Antibiotikaresistenzen – Potential der Homöopathie nutzen.

 

Weiterer Preisträger in der Kategorie One Health ist Dr. med. Thomas Peinbauer, Arzt für Allgemeinmedizin aus Österreich, der sich in Wissenschaft und Praxis für den Gedanken des OneHealth einsetzt – gewürdigt wurde sein Vortrag Green Deal & One Health – Homöopathie und ein neuer narrativer Review als möglicher Teil der Lösung.

.Auch Dr. med. vet. Brigitte Hentschel, Praktische Tierärztin und Leiterin der VetMed AG des DZVhÄ erhielt für ihren Vortrag Eutergesundheit – Strategie meets Homöopathie über das dringliche Thema der Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung den Samuel.

 

In der dritten Kategorie Innovation erhielt Dr. med. Anne Heihoff-Klose, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe den Samuel. Sie stellte in ihrem Kongress-Beitrag die Homöopathie in Gynäkologie und Geburtshilfe in der Uniklinik Leipzig dar. Dr. Heihoff-Klose verbindet homöopathische und konventionelle Medizin und hat in ihrem Berufsverband die AG Komplementärmedizin gegründet sowie maßgeblich an einem neuen Curriculum der Hebammen-Ausbildung mitgearbeitet.

 

Der Vorstand des DZVhÄ gratuliert ganz herzlich!!

 

Abb.: Dr. Michaela Geiger, 1. Vorsitzende des DZVhÄ

2021-05-28T11:00:47+02:00

Rheinland-Pfalz: Zusatzbezeichnung Homöopathie bleibt!

Die Vertreterversammlung der Ärztekammer Rheinland-Pfalz hat sich am 28. April 2021 für die Weiterbildung Homöopathie ausgesprochen. Der Vorstandsentwurf der Kammer zur Weiterbildungsordnung – der die Weiterbildung Homöopathie beinhaltet – wurde mit deutlicher Mehrheit von 51 Stimmen (14 Gegenstimmen) im Ganzen angenommen.
Weitere Infos finden Sie auch im Beitrag auf der webseite des Landesverbandes

Seit Jahrzehnten ist die Homöopathie fester Bestandteil der ärztlichen Weiterbildung und sie ist vor allem ein fester Bestandteil unserer täglichen Praxis. Wir freuen uns, dass die Delegierten uns ihr Vertrauen ausgesprochen haben.“
(Dr. Sieglinde Lauer, 1. Vorsitzende des DZVhÄ Landesverbandes, in der ÄrzteZeitung vom 07. Mai 2021)

Zur Erinnerung: In den Ärztekammern Saarland, Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen, Nordrhein, Bremen, Sachsen-Anhalt und Hamburg haben die Delegierten gegen die Homöopathie als Bestandteil der ärztlichen Weiterbildung abgestimmt. Die nächsten Abstimmungen finden im Juni 2021 in Berlin und im Herbst 2021 in Bayern statt. Die jüngsten positiven Ergebnisse aus Thüringen und Rheinland-Pfalz sind ermutigend und stoppen den Trend der vergangenen Monate. Woran liegt das?

 

In Rheinland-Pfalz liegt es maßgeblich am langjährigen und nachhaltig wirkenden Engagement der 1. Vorsitzenden des Landesverbandes, Dr. Sieglinde Lauer. Mit ihrem Kollegen Dr. Anton Koch gemeinsam knüpft und pflegt sie schon seit Jahren wichtige Kontakte zu Ärzten und Ärzteverbänden (z.B. Hausärzteverband). Die Erfahrungen aus anderen Landesverbänden zeigen, dass eine gute Vernetzung der Homöopathie bzw. der Integrativen Medizin innerhalb der gesamten Ärzteschaft der beste Nährboden für den Erhalt der Zusatzbezeichnung Homöopathie ist.

 

Alle anderen Aktivitäten wie z.B. Briefe und Argumente an die Delegierten der Landesärztekammer vor der Sitzung des Weiterbildungsausschusses und kurz vor der Delegiertenversammlung der LÄK fallen dann auf fruchtbaren Boden, wie in Rheinland-Pfalz geschehen.

 

Mit dem Aufbau einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit des Landesverbandes mit Christoph Trapp im Dezember 2020 und der tatkräftigen Mitarbeit weiterer Kolleginnen wie z.B. Dr. Christa Kliegel-Fischer und Dr. Eva Borsche gelang es, den Trend gegen den Erhalt der Zusatzbezeichnung aufzuhalten und sie in Rheinland-Pfalz zu erhalten.

 

Herzlichen Glückwunsch an den ganzen Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland!

2021-05-28T10:43:54+02:00
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