Über Bernd Henne

Der Autor hat bisher keine Details angegeben.
Bisher hat Bernd Henne, 81 Blog Beiträge geschrieben.

Dr. Michaela Geiger im Gespräch mit der freundin

Die Frauenzeitschrift freundin interviewte die 1. Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) Dr. Michaela Geiger. In dem Gespräch mit der Journalistin Sabine Knapp erklärte Geiger, wie sich das Abwehrsystem boosten lässt und welche Rolle dabei Homöopathie spielt.

Michaela Geiger – sie ist als Hausärztin tätig – stärkt ihre Abwehrkräfte mit viel Bewegung sowie einer fleischarmen Ernährung und einer warmen frisch zubereiteten Mahlzeit am Abend. Spitzwegerichsaft und Tee, z.B. aus der Holunderblüte oder angereichert mit Zitrone, Ingwer oder Sanddornsaft regen die Abwehr an.  Auch nach einem Infekt tragen gedünstetes Gemüse sowie hochwertige Säfte zur Kräftigung des Körpers bei.


Bewährte homöopathische Arzneien sind laut Geiger zum Beispiel Silicea bei kalten Extremitäten oder Frösteln sowie Phosporus bei Atemwegsinfekten und Arsenicum album bei allgemeinem körperlichem Schwächezustand. Wenn statt einer Besserung, der Patient hohes Fieber bekommt oder nicht ausreichend trinkt, dann muss der Infekt vom Arzt behandelt werden, bekräftigt Geiger.

„Die Gesundheit lässt sich am allerbesten mit einem Konstitutionsarzneimittel unterstützen. Das ist ein homöopathisches Mittel, das die individuellen Anlagen eines Menschen ausbalanciert.“
Dr. Michaela Geiger (freundin, 23/2021)

Die Fragen der freundin-Journalistin „Kann Homöopathie tatsächlich Erkältungen abwehren?“, „Wie wirken Globuli auf das Immunsystem“, „Gibt es Globuli, die akute Infekt noch ausbremsen können?“ beantwortete Geiger präzise und anschaulich für alle Leserinnen der freundin (Print-Ausgabe 23/2021).


Lesen Sie hier kostenlos das gekürzte Interview online.

2021-11-03T11:46:45+01:00

Editorial / Nov. 2021

Liebe Mitglieder des DZVhÄ,  liebe Leserinnen und Leser,

in der Novelle der Musterweiterbildungsordnung (WBO) im Jahr 2003 beschloss die Delegiertenversammlung des Deutschen Ärztetages eine Kürzung aller Zusatzbezeichnungen, im Falle der Homöopathie von 300 auf 100 Stunden Fallseminar und von sechs auf vier Kurse. Da diese  – auf möglichst ein Jahr – verkürzte Ausbildung gerade im Hinblick auf die Behandlung und Beurteilung chronischer Fallverläufe als zu kurz angesehen wurde, entschloss sich der DZVhÄ eine eigene Qualifikation einzuführen, das Homöopathie-Diplom des DZVhÄ. Dieses umfasste die vormals durch die Zusatzbezeichnung vorgegebene Ausbildungszeit  – also 300 Stunden Fallseminar plus die A-F-Kurse, sowie, als Novum, eine Fortbildungsverpflichtung. Damit ging die Qualifikation über die der neuen Zusatzbezeichnung deutlich hinaus, garantierte aber eine fundierte und umfassende Ausbildung.

War das politisch klug? Sicher ist das Diplom von den Ärztekammern als Konkurrenz erlebt worden. Ein Kammerpräsident sagte mir einmal, er sei „unglücklich, dass die Qualifikation der Kammer nicht die maximale Qualifikation sei, gerade gegenüber den Krankenkassen“. Und man muss auch fürchten, dass seit 2003 viele Kolleg*innen wohl ihr Diplom, nicht aber die Zusatzbezeichnung gemacht haben, obwohl das für unsere politische Präsenz in den Ärztekammern wichtig gewesen wäre.

Andererseits: in all den Landesverbänden, deren Landesärztekammern jetzt die Zusatzbezeichnung gestrichen haben, ist das Diplom die einzig mögliche Qualifikation für den ärztlichen Nachwuchs und damit auch die einzige Möglichkeit, sich gegenüber Kostenträgern – gesetzlichen Krankenkassen, wie PKVen – als kompetente Behandler*innen zu präsentieren.

Das Diplom rettet uns jetzt durch dieses Tal und wir sollten alles daran setzen, unseren Nachwuchs für die Homöopathie zu begeistern, ihn bestmöglich auszubilden und dies auch zu zertifizieren. Gleichwohl wünsche mir für die ärztliche Homöopathie eine Qualifikation der Ärztekammern – ich finde, die Methode als auch die Homöopathie praktizierenden Kolleginnen und Kollegen habe dies auch verdient.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihre Dr. med. Alexandra Schulze-Rohr

 

2021-11-16T17:18:30+01:00

Liste Integrative Medizin (LIMED)

Kurz stellen wir Ihnen unser weiteres Projekt LIMED vor:

LIMed steht für „Liste Integrative Medizin“

und findet ihre Verortung unter dem Dach der Hufelandgesellschaft.

Die Liste Integrative Medizin (LIMed) kandidiert seit 2019 erfolgreich für Landesärztekammerwahlen. Sie setzt sich aus hochmotivierten und engagierten Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Fachrichtungen, Tätigkeits- und Interessenbereichen der Komplementärmedizin zusammen. Sie alle eint die Überzeugung, dass in Zukunft die gesamte Vielfalt der Methoden zum Wohle aller Patient*innen in den Praxisalltag zu integrieren sei. Diese Überzeugung möchten die Vertreter*innen der LIMed auf berufspolitischem Wege in die Gremien der Ärztekammern tragen. So möchten sie zu einem Systemwechsel von ökonomisierter zu patientenorientierter Medizin beitragen.

Weitere Information finden Sie unter dem Link www.hufelandgesellschaft.de/limed

Wir hoffen sehr, dass wir Ihre Neugierde geweckt haben und würden uns sehr freuen, wenn Sie LIMed in Ihrer Landesärztekammer aktiv unterstützen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich sehr an mich oder unsere Projektleiterin LIMed und 1. Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen Dr. Ina Chammah unter ina.chammah@dzvhae.de

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Dich, liebe Ina und allen Mitstreiterinnen und Mitstreiter für Deinen/Ihren unermüdlichen Einsatz im Dienste von LIMed!

Herzlich, Ihre Dr. med. Michaela Geiger

2021-11-01T15:42:34+01:00

D-A-CH Zoom am 16. November 2021

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

herzlich laden wir Sie ein zu unserem gemeinsamen 4. DACH Zoom-Meeting

D-A-CH Zoom

Neue Denkansätze, Lösungsansätze in der Kommunikation bei Covid-Erkrankungen und 2 Long Covid-Kasuistiken
am Dienstag, den 16.11.2021, 20:00 – 22:15 Uhr

Alle weiteren Infos zum D-A-CH Zoom finden Sie hier zum Download

 

 

Das Programm ist wie folgt:

  • Moderation: Dr. med. Michaela Geiger Begrüßung inkl. Anleitung Chat:
  • „Maschinelles Lernen & Künstliche Intelligenz – ein Paradigmenwechsel im Denken?!“ Referent: Prof. Joachim Buhmann, Zürich
  • „Schwierigkeiten der Kommunikation und mögliche Lösungsansätze zwischen den FachärztInnen und den ärztlichen HomöopathInnen an Hand von Fallbeispielen von Covid-Erkrankungen und Covid-Impfkomplikationen“, Referentin: Dr. med. Hanna Schnyder, Wallis
  • „2 Long Covid Kasuistiken“, Referent: Dr. med. Michael Takacs, Österreich
  • Fragen der Mitglieder über Zoom-Chat
  • Schlusswort der Präsidenten*innen von ÄHK, DZVhÄ, ÖGHM, SVHA, ÖGVH
  • Ärztliche Leitung: Dr. med. Alexandra Schulze-Rohr

Anmeldung:
Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung zur Entlastung der Geschäftsstelle ausschließlich elektronisch über unsere Webseite möglich ist:
Anmeldung DACH-Zoom | Deutscher Zentralverein Homöopathischer Ärzte DZVHÄ e.V. (dzvhae.de)

Wir bieten unseren Mitgliedern den Service, ÄK-Fortbildungspunkte mittels EIV zu erfassen und an die zuständige Ärztekammer zu melden. Dazu fügen Sie bitte Ihre 15-stellige EFN in das Registrierungsformular ein.

Kosten:
Es wird eine Registrierungsgebühr von 40,- EUR erhoben. Bitte melden Sie sich bis zum 12.11.21 über o.a. Link an und überweisen die Anmeldegebühr bis zum 15.11.2021 an folgende Bankverbindung:

  • DZVhÄ e.V.
    Deutsche Apotheker- und Ärztebank
    IBAN: DE95 3006 0601 0702 1668 01  BIC: DAAEDEDDXXX

Sie erhalten nach Ihrer Anmeldung eine Anmeldebestätigung. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie eine weitere E-Mail mit Ihren Zugangsdaten für das Zoom Meeting, die wir Ihnen zur Erinnerung auch noch einmal kurz vor der Online-Veranstaltung senden. Bitte haben Sie Verständnis, dass die Prüfung Ihrer Anmeldung mehrere Werktage dauern kann. Sollten Sie Ihre Anmeldung stornieren, so können Sie die Stornierung bis zum 15.11.2021 vornehmen und erhalten Ihren bereits überwiesenen Teilnahmebetrag zurück.

Nach Abschluss der Veranstaltung senden wir Ihnen per E-Mail den Zahlungsbeleg und die Teilnahmebescheinigung zu. Ihre bei der Anmeldung angegebenen Adressdaten werden für die Rechnungsstellung übernommen. Bitte beachten Sie, dass nur ordentliche Mitglieder der aufgeführten Verbände an diesem Zoom-Meeting teilnehmen dürfen und achten darauf, sich mit vollständigen Vor- und Familiennamen im Zoom-Meeting anzumelden. Das Zoom-Meeting wird akkreditiert mit 3 Homöopathie – Diplompunkten bzw. 4 Fortbildungspunkten der Landesärztekammer Bayern.

Vielen Dank für Ihre baldige Anmeldung, um eine reibungslose Organisation zu ermöglichen.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme!
Mit herzlichen Grüßen

– Dr. med. Michaela Geiger, 1. Vorsitzende DZVhÄ
– Dr. med. Christoph Abermann, Präsident ÄKH
– Dr. med. Volker Neubauer, Präsident ÖGHM
– Dr. med. vet. Petra Weiermayer, Präsidentin ÖGVH
– Dr. med. Gisela Etter, Präsidentin SVH

Abb.: iStock.com/ca-ssis

2021-10-27T12:17:26+02:00

Deutscher Ärztekongress für Homöopathie | Hybrid | 25.-28.05.2022

Homöopathie: Ökologisch / Nachhaltig / Wissenschaftlich
Für fruchtbare Zusammenarbeit in einer vielfältigen Medizin

Präsenzkongress in Münster und Onlineübertragung (Hybrid)

Präsenz & Online zu verbinden, das Beste aus beiden Welten zu vereinen – das wollen wir beim Kongress 2022 machen und veranstalten den Kongress daher hybrid. Das Hybridmodell hat gerade für Sie als Teilnehmer*in einen ganz besonderen Charme:
Es gibt die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob Sie nach Münster reisen möchten, das Erlebnis eines Kongresses haben möchten – mit all seinen kleinen Mühen von Hotelsuche bis Zugverspätungen –, aber eben auch mit dem so wichtigen und spannenden Perspektiv- und Tapetenwechsel, mit frischem Wind, neuen Eindrücken und vor allem mal wieder: mit Kontakten von Angesicht zu Angesicht. Das vermeintlich kleine Gespräch nebenbei kann auch immer eine große Inspirationsquelle sein.

Gleichzeitig streamen wir den Präsenzkongress in Münster live zu Ihnen, selbstredend in Farbe, Sie brauchen nur noch zuzuschauen und zwar in einem Ambiente, das Ihnen selbst zusagt: sei es in der Praxis, zu Hause am Schreibtisch, sei es per Tablet oder auf dem großen Monitor – ganz bequem. Nachträglich die Vorträge noch einmal anzuschauen geht natürlich auch.

Weitere Infos rund um den Deutschen Ärztekongress Homöopathie 2022  finden Sie auf der Kongress Webseite https://2022.homoeopathie-kongress.de/, wie z.B.

Münster bietet darüber hinaus auch viele Anknüpfungspunkte zu geschichtlichen Wurzeln der Homöopathie und als Universitätsstadt die Nähe zur Wissenschaft. Münster ist der ideale Ort für die 170. Jahrestagung des DZVhÄ.

Wir freuen uns auf Sie!

Dr. med. Ursula Dohms und Andreas Holling
stellvertretend für das Wissenschaftliche Team

2021-10-28T10:21:31+02:00

International

ÖGVH Jahrestagung: „Infektion bis Onkologie – Homöopathie als Integrativmedizinische Methode”

  • 02.-03. Oktober 2021 Online
    Nach der erfolgreichen Online-Premiere voriges Jahr und den nicht abschätzbaren coronabedingten Einschränkungen findet auch die heurige Jahrestagung wieder virtuell statt. Hier finden Sie das Programm der Jahrestagung  und weitere Infos zur Anmeldung.

13th European Congress for Integrative Medicine (ECIM)

  • 04.-07. November 2021 in London, UK
    ESIM is an international association with the aim to facilitate the advancement of science, research, education and further training, to support best and evidence based medical care and to provide advice on policy in the realm of Integrative Medicine.
    https://www.ecimcongress.com/welcome

 

LMHI Global Colloquium 2021

10. 12. – 12.12.2021 Online
Homoeopathy: A Medical Science Ahead of its Time – Experience Round the Clock Scientific Discussion – Live Multilingual Translation (auch in deutscher Sprache!)
Weitere Informationen: https://lmhiglobal.org/

HRI Online 2022

  • 25. 06.2022
    Key Collaborations in Homeopathy Research.
    Conference Overview: The theme of this event – Key Collaborations in Homeopathy Research – demonstrates our commitment to fostering collaboration at an international level, for the benefit of the sector as a whole.
    HRI Online 2022 will be a one-day event, during which you will receive the latest updates in homeopathy research from some of the leading research organisations in the sector, including HRI.
    The Homeopathy Research Institute’s online research conference is your chance to explore both the exciting developments and unique challenges of homeopathy research. The HRI team is delighted to host this dynamic event, bringing together the leading organisations in the field from around the world, to present and enjoy a programme dedicated solely to high-quality scientific research.

75. World Congress of Homeopathy (LMHI Congress)

  • 07.-10. September 2022 in Istanbul (Türkei)
    Bridge between past and future
    You can reach all detailed information at www.lmhi2021.com.
    LMHI Congresses Organization
    2023: Bogota, Columbia
    2024: Spain
    2025: Netherlands
    2026: Dhaka, Bangladesh
    2026: Mexico
    2027: Canada

 

NACHRICHTEN AUS ALLER WELT

The European Committee for Homeopathy (ECH)

Das Europäische Komitee für Homöopathie (ECH) vertritt alle Ärzte mit einer zusätzlichen Qualifikation in Homöopathie, die in 40 Verbänden in 25 europäischen Ländern organisiert sind. Hier finden Sie den aktuellen ECH Newsletter, ein Newsletter-Archiv und eine Möglichkeit, sich für den Newsletter anzumelden.

 

Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis (LMHI)

Die Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis (LMHI) ist die Dachorganisation homöopathischer Ärzte und Institutionen von 76 Staaten weltweit. Die LMHI veröffentlicht regelmäßig einen Überblick über ihre aktuellen Themen und Entwicklungen (Liga Letter und LMHI Newsletter „Liga News“) .

 

Homoepathy Research Institute (HRI)

Das Homeopathic Research Institute (HRI) ist eine international tätige Stiftung, die ins Leben gerufen wurde, um qualitativ hochwertige wissenschaftliche Forschung im Bereich der Homöopathie zu fördern. Hier finden Sie die Newsletter vom HRI mit aktuellen Beiträgen zum Stand der Forschung und Aktivitäten des HRI.

 

ECHAMP

The European Coalition on Homeopathic & Anthroposophic Medicinal Products (ECHAMP) works to develop the industry for homeopathic and anthroposophic medicinal products so as to ensure availability of both medicines for self-medication and medicines recommended by prescribers. https://echamp.eu/

 

Abb.: iStock.com/BrianAJackson

2021-10-28T11:08:26+02:00

Abrechnungsempfehlungen der BÄK verlängert!

Die Bundesärztekammer, der PKV-Verband und die Beihilfekostenträger haben für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie die Abrechnungsempfehlung erneut (und letztmalig) bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.

Die Beteiligten vertreten die Sichtweise, dass die Empfehlung zur Hygieneziffer analog Nr. 245 GOÄ letztmalig verlängert wurde.


Die Veröffentlichungen finden Sie unter folgendem Link:
https://www.bundesaerztekammer.de/corona-pandemie/abrechnungsempfehlungen-im-rahmen-der-corona-pandemie/

2021-10-27T08:36:55+02:00

WissHom Kongress 2021 (ICE 21)

21. Internationaler Coethener Erfahrungsaustausch (ICE 21)

Chancen in der Krise!
Perspektiven aus Praxis, Lehre und Forschung

11. – 13. November 2021 (Online-Kongress)

Hier finden Sie den Programm Flyer

So einschneidend und herausfordernd Krisen auch sein mögen, sie bieten immer auch Chancen – Chancen für Veränderungen, Neuerungen, Entdeckungen oder Weiterentwicklungen. Sie führen oft zu fundamentalen Umbrüchen, die scheinbar festgefahrene Sichtweisen und Strukturen aufbrechen und Neues entstehen lassen. Die Krise in der Medizin bedeutet für die Homöopathie als Teil der modernen Medizin die Chance, sich auf ein stabiles Fundament in Praxis, Lehre und Forschung zu stellen, um so die Medizin der Zukunft mitzugestalten. Dies hat der ICE 21 zum Ziel.

Ergänzend zum Vortragsprogramm werden Workshops die Themen vertiefen und in Dialog bringen.
Der gesamte Veranstaltungstag am Freitag (12.11.2021) ist den Perspektiven in der Forschung zur Homöopathie gewidmet, u.a. mit dem

Workshop „Werkstatt Potenzierforschung“

Für diesen Workshop haben die Organisatoren Dr. Stephan Baumgartner und Dipl.-Phys. Sandra Würtenberger verschiedene Referierende eingeladen, die in Werkstattvorträgen ihre Forschungsarbeiten vorstellen werden, über die wir dann gemeinsam in die Diskussion kommen wollen.
Das Programm für diesen Workshop gestaltet sich nach dem momentanen Planungsstand folgendermaßen:

14.30-15.00 Uhr
Sandra Würtenberger und Stephan Baumgartner
Begrüßung und Impulsvortrag: Herausforderungen in der Grundlagenforschung an potenzierten Substanzen

15.00-15.30 Uhr
Paul Doesburg, Verein für Krebsforschung, Arlesheim
Entwicklung von einfach zu handhabenden Testassays mit Kresse- bzw. Weizenkeimlingen

– 15.30-16.00 Uhr
Manfred Schleyer, Institut für Strömungswissenschaften, Herrischried
Untersuchungen zu Wirkungen unterschiedlicher Potenzstufen mittels direkter Wahrnehmung (Wirkungssensorik)

– 16.00-16.30 Uhr: Pause

– 16.30-17.00 Uhr
Benjamin Epler, AGROTO GmbH, Cismar
Auswirkungen von potenzierten biologisch-dynamischen Präparaten auf Weizenkeimlinge

– 17.00-17.30 Uhr
Maria Olga Kokornaczyk, Verein für Krebsforschung, Arlesheim
Untersuchung der gegenseitigen Beeinflussung verschiedener tiefer Potenzen mittels der Tropfenverdunstungsmethode

– 17.30-18.00 Uhr: Abschlussdiskussion

Wir freuen uns sehr, wenn Sie beim ICE 21 aktiv dabei sind und Ihre Kenntnisse und Erfahrungen einbringen!

2021-10-26T11:56:35+02:00

Therapeutisches Angebot im Krankenhaus für Naturheilweisen

Fachklinik für Innere Medizin, Naturheilverfahren und Homöopathie

Schulmedizinisch ist das KfN eine internistische Fachklinik (110 Betten), routinemäßig werden bei uns alle gängigen diagnostischen und therapeutischen internistischen Verfahren durchgeführt. Für speziellere Untersuchungen wie z. B. ein CT/MRT können wir auf das benachbarte Krankenhaus Harlaching der München Kliniken zurückgreifen. Das KfN verfügt über keine Intensivstation, trotzdem sind wir an die Rettungsleitstelle München angeschlossen und an der Versorgung nicht-intensivpflichtiger internistischer Akutpatienten in München beteiligt.

Das KfN hat sich spezialisiert auf die integrative Therapie v.a. chronisch kranker Patienten aus nahezu allen schulmedizinischen Fachdisziplinen. “Integrativ“ bedeutet dabei, die jeweils besten Behandlungsmöglichkeiten sowohl aus dem schulmedizinischen als auch aus dem komplementärmedizinischen Bereich für jeden einzelnen Patienten individuell zusammengestellt werden.
Eine komplementärmedizinische Behandlung ist aber nicht mit einem stationären Aufenthalt abgeschlossen, vielmehr geht es auch darum, komplementärmedizinische Verfahren langfristig in den Alltag der chronisch kranken Patienten zu integrieren, diese können oft auch in Eigenregie durch die Patienten selbst durchgeführt werden.

Basis der komplementärmedizinischen Behandlung im KfN ist die klassische Naturheilkunde nach Kneipp. Die fünf Säulen der klassischen Naturheilkunde sind die Ernährungstherapie, die Ordnungstherapie, die Bewegungstherapie, die Hydro- und Thermotherapie und die Phytotherapie. Eine weitere sehr wichtige Rolle spielen die sog. ausleitenden Verfahren, die man auch als traditionelle europäische Medizin bezeichnen könnte. Hierzu zählen u.a. das Schröpfen, der Aderlass und v. a. die Blutegelbehandlung. Ferner setzen wir die Neuraltherapie ein, medizinhistorisch ein noch sehr junges Behandlungsverfahren, das erst Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde, aber mittlerweile auch als westliche Form der Akupunktur bezeichnet wird.

Das KfN ist und bleibt explizit auch ein homöopathisch tätiges Krankenhaus. Die Gründung des Stiftungskrankenhauses für Naturheilweisen geht auf die Gründung eines homöopathischen Spitals zurück, die homöopathische Behandlung ist fester Bestandteil des Stiftungsauftrages, dem sich das KfN weiterhin verpflichtet sieht.

In das Behandlungskonzept fließen aber auch noch zahlreiche weitere Elemente aus vielen verschiedenen naturgemäßen Behandlungskonzepten ein, wie z.B. aus der Aromatherapie, der Kunsttherapie oder der Anthroposophie. Die größte Vielfalt hat aber sicherlich unsere physikalische Abteilung zu bieten, hier reicht das Angebot von reflektorischen Verfahren wie der reflektorischen Atemtherapie, der Bindegewebsmassage oder der Fußreflexzonenmassage über osteopathieähnliche Verfahren bis hin zu den klassischen physiotherapeutischen Verfahren wie manuelle Therapie, klassische Massage oder Lymphdrainage. Es können auch alle Arten von Strombehandlungen durchgeführt werden, zudem z.B. CO2-Bäder, sogar ein Schlingentisch ist vorhanden. In unserer physikalischen Abteilung wird des Weiteren ein breites Spektrum an Güssen angeboten. In gruppentherapeutischen Therapieverfahren können die Patienten in unterschiedlichste Entspannungsverfahren und Bewegungstherapien „hineinschnuppern“.

Eine ganz besondere Therapieform, am ehesten der Hydro- und Thermotherapie zuzuordnen, ist die Ganzkörperhyperthermie. Hierbei wird durch Energiezufuhr von außen künstliches Fieber erzeugt. Wir erreichen hier Temperaturen bis max. 40,5 ° C, sodass die Behandlung zwar anstrengend ist, aber in aller Regel auch von unseren älteren und chronisch kranken Patienten sehr gut vertragen wird. Die Ganzkörperhyperthermie kann entweder im Überwärmungszelt mittels Infrarot-A-Strahlung durchgeführt werden oder aber mittels Überwärmungsbad (Schlenzsches Überwärmungsbad). Die Fiebertherapie hat einen ausgeprägten immunmodulativen Effekt, sodass wir sie bei chronisch entzündlichen Erkrankungen einsetzen wie z. B. rheumatoide Arthritis, Neurodermitis, Asthma bronchiale. Ferner wirkt sie schmerzlindernd und führt zu einer tiefgreifenden Entspannung der gesamten Muskulatur, sodass sie festen Eingang in die naturheilkundliche Schmerztherapie gefunden hat. Weitere therapeutische Effekte sind ein milder antidepressiver Effekt, verbesserter Schlaf und eine geringere Infektanfälligkeit. Weiterhin kann man über die tiefe Beeinflussung des vegetativen Nervensystems auch funktionelle Erkrankungen, wie z. B. das Reizdarmsyndrom, therapeutisch beeinflussen. Neuerdings erzielen wir auch gute Effekte bei Long-Covid-Patienten, was uns aber nicht überrascht, da wir schon immer gute Erfolge erzielen konnten bei Patienten mit Chronic Fatigue Syndrom und man ja vermutet, dass Long-Covid eine Form des CFS darstellt.

Ambulanz für Integrative Medizin

Seit Juli 2020 verfügt das Krankenhaus für Naturheilweisen (KfN) in München-Harlaching über eine Ambulanz für Integrative Medizin. Privatpatienten und Selbstzahler können hier auf die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten einer internistischen Fachklinik zurückgreifen.

Auf Grundlage einer leitliniengerechten Diagnostik liegt der Fokus auf einer Erweiterung der Therapieoptionen um Behandlungen aus der Komplementärmedizin. Neben den Säulen der klassischen Naturheilkunde wie Ernährungstherapie, Ordnungstherapie und Physikalische Medizin bietet das KfN die immunmodulierende moderate Ganzkörperhyperthermie z. B. in der supportiven Onkologie, aber auch bei Schmerzpatienten und zur Behandlung postinfektiöser Rekonvaleszenzstörungen wie Long-Covid an. Und natürlich hat die Homöopathie in der Ambulanz für Integrative Medizin des KfN gemäß dem Stiftungsauftrag der Klinik einen besonderen Stellenwert. Die Homöopathie wird hier von Ärzten praktiziert, die langjährige Erfahrung in der Behandlung chronischer Krankheiten haben. Insbesondere das Konzept der dualen oder Simultantherapie, Homöopathie und Allopathie ist bei schweren chronischen Pathologien nicht nur sinnvoll, sondern notwendig, aber auch wirksam. Mit der krankheitskontrollierenden etablierten Medizin werden irreversibel strukturelle Veränderungen im Krankheitsverlauf reduziert bzw. vermieden. Die simultan dazu angewendete Homöopathie bietet aber zusätzlich über die Stimulation der körpereigenen Regulation und Aktivierung der Selbstheilungskräfte eine Chance einer anhaltenden klinischen Besserung, vielleicht sogar einer Heilung. Die Homöopathie Hahnemanns positioniert sich hier modern und zeitgemäß. Diagnostische Möglichkeiten einer internistischen Fachklinik, Ernährungstherapie, Physikalische Therapie und moderne physikalisch-immunmodulierende Behandlungsverfahren in kompetenter Hand, erweitert um die therapeutischen Möglichkeiten der Homöopathie Hahnemanns. Wir wünschen uns dieses Modell der Integrativen Medizin als Konzept für eine Medizin der Zukunft.

Das Krankenhaus für Naturheilweisen ist eine Fachklinik für Innere Medizin, Naturheilverfahren und Homöopathie. Das KfN hat sich aber spezialisiert auf die integrative Therapie v. a. chronisch kranker Patienten aus nahezu allen schulmedizinischen Fachdisziplinen. “Integrativ“ bedeutet dabei, die jeweils besten Behandlungsmöglichkeiten sowohl aus dem schulmedizinischen als auch aus dem komplementärmedizinischen Bereich für jeden einzelnen Patienten individuell zusammengestellt werden. Das KfN ist und bleibt explizit auch ein homöopathisch tätiges Krankenhaus. Die Gründung des Stiftungskrankenhauses für Naturheilweisen geht auf die Gründung eines homöopathischen Spitals zurück, die homöopathische Behandlung ist fester Bestandteil des Stiftungsauftrages, dem sich das KfN weiterhin verpflichtet sieht.

www.krankenhaus-naturheilweisen.de

Bild: https://www.krankenhaus-naturheilweisen.de/

2021-11-01T15:45:54+01:00

Prof. Eckhart G. Hahn zur Integrativen Medizin

Professor Dr. Eckhart G. Hahn ist Internist und Ordinarius für Innere Medin a. D. und arbeitet an einem neuen theoretischen Rahmen für Gesundheit und Krankheit, einer evidenz-basierten integrativen Gesundheitsversorgung und an der Qualität der ärztlichen Weiterbildung. Er war Gründungsdekan der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg 2011-2013, Dekan der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke 2009-2011, Vorsitzender der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) 2003-2011, Schriftleiter der GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2003-2012 und Vorsitzender der Landesgesundheitsrats Bayern (2003-2007).
….

Wie definieren Sie Integrative Medizin?

Integrative Medizin und Gesundheit ist die Praxis der Medizin, die die Bedeutung der Beziehung zwischen Ärztin/Arzt und Patientin/Patienten betont, sich auf die ganze Person fokussiert, sich auf Evidenz stützt und alle angemessenen Möglichkeiten für Therapie und Lebensweise, von Gesundheitsberufen und -disziplinen nutzt, um optimale Gesundheit und Heilung zu erreichen.
……

Gab es eine Situation, die Ihr Interesse an Integrativer Medizin ausgelöst hat?

Ja, eine Patientenkonferenz zum Thema „Reizdarm-Syndrom“ mit langjährigem Verlauf und speziellen Lebensumständen und Werten des Patienten, der nur ein gemeinsames therapeutisches Angebot aus herkömmlicher Medizin, Homöopathie und Akupunktur akzeptieren wollte. Dies wurde von den anwesenden Spezialisten gemeinsam erarbeitet, ganz analog zu einer Tumorkonferenz. Entscheidend dabei war ein unvoreingenommenes Verständnis der Therapeuten untereinander, und die Befragung des Patienten zu seinen Präferenzen.
……

Warum haben Sie das Dialogforum Pluralismus in der Medizin mit dem Schwerpunkt Integrative Medizin und Gesundheit mitgegründet?

Es gab damals wenig bis keinen Austausch zwischen den herkömmlichen und den besonderen Therapierichtungen – man verstand sich nicht. Der kritische Dialog in einer pluralen Gesellschaft mit verschiedenen Menschenbildern und Vorstellungen über die Welt war aus meiner Sicht für eine Versorgung von Patienten mit komplexen Störungen der Gesundheit dringend erforderlich. Forschung und Lehre war überwiegend in naturwissenschaftlich-technischer Hinsicht akzeptiert. In Patientenbefragungen wurde ein tiefes Unbehagen darüber erkannt, und das Dialogforum Pluralismus in der Medizin sollte diese Unbehagen aufnehmen und neue Formen der Gesundheitsversorgung entwickeln – eben die Integrative Medizin und Gesundheit.
……

Warum brauchen wir überhaupt Integrative Medizin?

Nur mit diesem Verfahren werden wir als Ärztinnen und Ärzte die Akzeptanz der kranken Menschen für einen auf sie abgestimmten umfassenden Heilungsprozess gewinnen und erhalten. So wenig wie der individuelle Mensch in Bruchstücke geteilt werden darf, so wenig kann die Gesundheitsversorgung in vereinzelte Maßnahmen zerfallen. Die Integrative Medizin verhindert das und gibt den Rahmen für ein gemeinsames, auf den Patienten gerichtetes ärztliches Handeln.
……

Wie sehen das rein konventionell arbeitende Mediziner?

Sie sehen das kritisch und häufig ablehnend. Sie wurden weder in der ärztlichen Ausbildung noch in der Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt auf eine Integrative Medizin und Gesundheit vorbereitet, ebenso wenig wie auf die Praxis der Evidenzbasierten Medizin und interprofessionelle Zusammenarbeit. Die gesetzlichen Regeln unseres Gesundheitssystems und die Normen von Lehre und Forschung an der meisten Medizinischen Fakultäten fördern zusätzlich die Unfähigkeit zur Integrativen Medizin.
……

Welche Methoden gehören für Sie unter das Dach der Integrativen Medizin?

Die herkömmliche (konventionelle) Medizin, die klassischen Naturheilverfahren, die Phytotherapie, die Homöopathie, die Anthroposophische Medizin und die traditionelle chinesische Medizin. Traditionelle ganzheitliche medizinische Systeme aus verschiedenen Kulturkreisen (z. B. Ayurveda, Unani) dann, wenn sie für die Patientinnen und Patienten eine Bedeutung haben. Gelegentlich wird unter traditioneller Medizin die in Kulturen verwurzelte Volksmedizin verstanden, die Menschen aus diesen Kulturkreisen gewöhnt sind (Schamanen, rituelle Medizin). Daraus folgt, dass die Integrative Medizin und Gesundheit in verschiedenen Kulturkreisen/Kontinenten Unterschiede haben muss. Die Abgrenzung von Scharlatanerie und Beliebigkeit ergibt sich aus einer Kombination von wissenschaftlicher Evidenz, der Verfügbarkeit therapeutischer Expertise und den Werten der Patientinnen und Patienten.
……

Die Homöopathie wird nicht immer zur IM gezählt. Gibt es innerhalb der IM auch einen Meinungsstreit?

Die ärztliche Homöopathie in Deutschland muss schon deshalb zur Integrativen Medizin und Gesundheit zählen, weil 60 % der Bevölkerung in Deutschland diese aufsuchen, weil es Evidenz für die Wirksamkeit gibt und weil sie von Patientinnen und Patienten und von erfahrenen Therapeuten als angemessen (u.a. nebenwirkungsarm) bewertet wird (s. Definition unter 2.)
……

Wie setzen Sie die Maßstäbe der EbM an IM an? Oder anders gefragt: ist IM EbM?

Auch dies ergibt sich aus der Definition: es handelt sich in Analogie zur EbM um eine evidenzbasierte Integrative Medizin und Gesundheit (EbIMG). Dabei ist zu beachten, dass für die Praxis der EbM nach David Sackett außer der externen Evidenz die Expertise des/der Therapeuten und die Lebensumstände und Werte der Patientin oder des Patienten zu berücksichtigen sind. Auch die sogenannte P4-Medizin (Predictiv, Präventiv, Personalisiert, Partizipativ) lässt sich nur mit der Integrativen Medizin und Gesundheit verwirklichen. Wie in der herkömmlichen Medizin ist die externe Evidenz häufig schwach oder nicht verfügbar, was von der naturwissenschaftlich-technischen Medizin gerne übergangen wird.
……

Sie haben 2018 den Beitrag Homöopathie und intellektuelle Redlichkeit – eine Stellungnahme mit verfasst – was war Ihr Anliegen?

Mich hat es Arzt und Wissenschaftler betroffen gemacht und gestört, dass die Gegner der Homöopathie Maßstäbe an die Homöopathie legen, die ihnen bei der Selbstkritik abhandenkommen. Sie fühlen sich dadurch offensichtlich der Wahrheit nicht verpflichtet: Wahrheitssuche ist aber der Kern der intellektuellen Redlichkeit in Patientenversorgung, Lehre, Forschung und Wissenschaft. Anlass war das „Münsteraner Memorandum Homöopathie“ zur Abschaffung der Zusatz-Weiterbildung Homöopathie, dass nach dem „Marburger Erklärung zur Homöopathie“ von 1992 erneut mit wissenschaftlichen Fehlinformationen genau diese intellektuelle Redlichkeit vermissen lässt. Eigene Denkweisen werden jedoch gefördert. Dem Staat ist aber nach Art. 5 (3) GG kein Wissenschafts-Richter im Sinne der Parteiergreifung für eine bestimmte grundsätzliche Denkweise. Dies entspricht der historischen Erfahrung, dass Monopolisierung einer einzigen Denkweise mit der Ausbildung totalitärer Denkstrukturen einhergeht.
……

Wie empfinden Sie die derzeitige gesellschaftliche Diskussion um die Homöopathie?

Eine gesellschaftliche Diskussion um die Homöopathie findet leider nicht statt. Im Zusammenhang mit der Herausnahme der Zusatz-Weiterbildung Homöopathie ist allerdings die BLÄK vom Gesetzgeber nach Art. 2 (5) verpflichtet, Änderungen der WO, die die Ausübung des ärztlichen Berufs (auch zukünftiger Generationen) beschränken, einer Verhältnismäßigkeitsprüfung nach den Kriterien des Art. 7 der Richtlinie (EU) 2018/958 zu unterziehen und für Stellungnahmen auf ihren Internetseiten zu veröffentlichen. Dies geschah in einer Weise, die Stellungnahmen oder eine öffentliche Diskussion unmöglich machte. Die Diskussion innerhalb der BLÄK, der Delegiertenversammlung und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege als Rechtsaufsicht vermittelt den Eindruck, dass Patienteninteressen keine Rolle spielen und eine öffentliche Diskussion gezielt verhindert werden soll. Damit wird aber auch die Entwicklung der Integrativen Medizin und Gesundheit stark behindert, obwohl der Landesgesundheitsrat Bayern und das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (!) dies in Resolutionen gefordert haben.

Das Gespräch mit Professor Dr. Hahn führte Christoph Trapp.

2021-11-01T14:56:10+01:00
Nach oben