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Sondernewsletter
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Liebe Mitglieder,
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am späten Mittwochabend sehen wir, dass Karl Lauterbach twittert: "Homöopathie macht keinen Sinn. … Die Grundlage unserer Arbeit muss die wissenschaftliche Evidenz sein.“ Zuvor hatte er mit dem SPIEGEL gesprochen und verkündet, Homöopathie als Kassenleistung streichen zu wollen.
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Damit war zunächst eins klar: Ab Donnerstag stehen die Telefone bei uns nicht mehr still. Und so ist es bis jetzt. Der DZVhÄ ist einer der Hauptansprechpartner für Redaktionen in der Berichterstattung. Wir gaben Interviews für Hörfunksender, ARD, ZDF, RTL, SAT 1, ProSieben, WDR, NDR, DPA, Tageszeitungen…. In den Nachrichtensendungen im Fernsehen (heute, heute Journal, Tagesschau) und regional im NDR und WDR haben wir Gelegenheit, Statements zu Lauterbachs Plänen abzugeben. Herzlichen Dank an alle Mitstreiter:innen, wie Cornelia Piper, Curt Kösters, Jürgen de Laporte…, die Interviews gegeben haben, die wir nun lesen, hören und sehen können
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Viele Mails erreichen uns auch mit der Frage, mit welcher Argumentation nun Leserbriefe geschrieben werden können. Unsere Statements enthalten als Kern diese Aussagen:
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- Eine Streichung der freiwilligen Kassenleistung Homöopathie würde das Therapieangebot in der ärztlichen Versorgung einschränken. Es würde eine therapeutische Monokultur in den Praxen entstehen - die Leidtragenden wären die Patienten.
- Wir erleben täglich in der Praxis, dass die Therapievielfalt medizinisch sinnvoll ist. Homöopathie wird von uns begleitend zur konventionellen Medizin eingesetzt. Viele Patientinnen und Patienten kommen ganz gezielt wegen der Homöopathie in unsere Arztpraxen, vor allem auch bei chronischen Erkrankungen.
- Die freiwillige Kassenleistung ist wichtig, denn nur so erhalten Patienten die ärztliche Homöopathie auf ‚Chipkarte‘. Zusatzversicherungen kosten Geld, das können sich nicht alle Patienten leisten – Homöopathie aber ist versorgungsrelevant.
- Homöopathie ist evidenzbasierte Medizin nach der Definition des Begründers der EbM (Evidenzbasierte Medizin) Dr. David Sackett. Die EbM steht auf den drei Säulen, der externen Evidenz der Wissenschaft, der Erfahrung der Ärzte / Ärztinnen und der Präferenz der Patienten. Diese Kriterien erfüllt die Homöopathie.
Die Argumente lassen sich ausweiten und auch mit Quellen und Studien ergänzen. Das machen wir je nach Anfrage.
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Lauterbach möchte einerseits Kosten einsparen, zurzeit wird über ein Potential von 10 Millionen Euro berichtet, und er möchte die Politik auf eine evidenzbasierte Basis stellen. Bekannt müsste ihm allerdings sein, dass die meisten GKV-Leistungen nicht evidenzbasiert sind. Warum setzt er gerade bei der Homöopathie die Messlatte an? Mit seiner Politik löst er jedoch keine drängenden Probleme des Gesundheitssystems und erreicht weder das eine noch das andere Ziel.
Seine Initiative haben wir vermutet, der Zeitpunkt war schwierig vorherzusehen. Nun wissen wir, dass Lauterbachs Plan, der nun durch die Ministerien geht, auf Mai 2023 datiert ist und jetzt aus der Schublade geholt wurde. Das zeigt einmal mehr, dass dies eine strategische Handlung ist, eine „Nebelkerze“, wie inzwischen auch berichtet wird.
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Im Moment befinden wir uns noch in der heißen Phase der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Parallel findet aber schon der Austausch mit unserem Netzwerk statt, um gemeinsam ein tragfähiges Konzept für die nächsten Wochen zu entwickeln – denn nun brauchen wir einen langen Atem. Auch hier bedanken wir uns herzlich für die wertvolle Unterstützung aller Entscheidungsträger:innen und unserem Netzwerk.
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Untenstehend haben wir Ihnen exemplarisch einige Statements von uns zusammengestellt.
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Dr. med. Michaela Geiger für den DZVhÄ-Bundesvorstand
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dpa Deutsche Presse-Agentur
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„Eine Streichung der freiwilligen Kassenleistung Homöopathie würde das Therapieangebot in der ärztlichen Versorgung einschränken“, sagte die Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte, Michaela Geiger, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Es würde eine therapeutische Monokultur in den Praxen entstehen – die Leidtragenden wären die Patienten“, sagte die Neckarsulmer Hausärztin. „Wir erleben täglich in der Praxis, dass die Therapievielfalt medizinisch sinnvoll ist.“
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Homöopathie werde von ihr und ihren Kolleginnen und Kollegen begleitend zur konventionellen Medizin eingesetzt, sagte Geiger. „Viele Patientinnen und Patienten kommen ganz gezielt wegen der Homöopathie in unsere Arztpraxen, vor allem auch bei chronischen Erkrankungen.“ Die Satzungsleistung sei wichtig, denn nur so erhalten Patienten die ärztliche Homöopathie auf Chipkarte. „Zusatzversicherungen kosten Geld, das können sich nicht alle Patienten leisten – Homöopathie aber ist versorgungsrelevant.“
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Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Geplante Streichung von Homöopathie als Kassenleistung stößt auf Kritik
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Breite Kritik an Lauterbachs Homöopathie-Streichung
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Deutschlands Gesundheitsminister will Homöopathie als Kassenleistung streichen. Jetzt wächst die Kritik
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Kritik an Lauterbachs Homöopathie-Plänen
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Spart Homöopathie den Kassen Geld?
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WELT TV
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"Es ist wichtig für uns, im Sinne der Patientinnen und Patienten, dass Homöopathie als Kassenleistung bleibt. Es ist wichtig, dass wir in unseren Praxen eine Therapievielfalt haben, um allen Patientinnen und Patienten gerecht zu werden. Homöopathie ist wissenschaftsbasiert, das belegen viele Studien - sei es Grundlagenforschung, sei es klinische Forschung, sei es Versorgungsforschung."
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Deutschlandfunk
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Dr. Michaela Geiger im Deutschlandfunk: "Homöopathie ist wissenschaftsbasiert, das belegen zahlreiche Studien und das sehen wir tagtäglich in unseren Praxen. Es ist uns wichtig als Hausärztinnen und Hausärzte, ein breites Sprektrum an Therapiemöglichkeiten zu haben."
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Bayerischer Rundfunk BR24
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"Als großen Schlag und großen Verlust wertet man den Schritt beim Zentralverein homöopathischer Ärzte. Dessen Vorsitzende, Michaela Geiger, sagte in der ARD: Es sei wichtig, ein großes Feld an Therapien zur Verfügung zu haben, um allen Patienten gerecht zu werden."
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ZDF heute journal
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Internist Dr. Jürgen de Laporte, Mitglied aus Baden-Württemberg, im ZDF heute journal, 11.01.:
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"Gerade in der Allgemeinmedizin ist es so, dass der Bereich dazwischen - 'nicht ganz gesund / nicht ganz krank' - der größte ist. Da geht es um das abwartende Offenlassen. Wenn man da die Chance hat, dem Patienten etwas mitzugeben und er merkt, dass man sich wirklich für ihn interessiert und genau fragt 'Was ist denn sonst noch alles um die Beschwerde' - dann kann man mit einem Medikament begleiten und hat damit oft sehr gute Erfolge."
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Der Arzt Jürgen de Laporte sieht mehr Schaden als Nutzen: "Für die Patienten würde es dann bedeuten, dass die Besserverdienenden es weiterhin bezahlt bekommen, die privat versichert sind. Aber diejenigen, die es jetzt von den Kassen erstattet bekommen, nicht mehr. Und das würde ich ungerecht finden."
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ARD Tagesschau 20 Uhr
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"Hausärztin Cornelia Piper behandelt Patientinnen und Patienten seit 30 Jahren auch homöopathisch. Sie habe gute Erfahrungen damit gemacht: 'Es ist für mich eine wunderbare Gelegenheit, Patienten helfen zu können, die man auf anderen Wegen nicht hilft.'"
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WDR Fernsehen - Aktuelle Stunde
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Der WDR berichtet in einem 4-Minuten-Beitrag und lässt Cornelia Piper, ehemals Bajic, in ihrer Praxis zu Wort kommen: "Ich arbeite seit ungefähr 30 Jahren homöopathisch und erlebe, wie ich den Patienten helfen kann, und möchte das natürlich nicht missen."
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Der Beitrag endet mit ihrer Einschätzung: "Die Nachfrage nach Homöopathie werde bleiben - egal, ob manche Kassen es bezahlen oder nicht. In Zukunft hieße es aber: Haben kann es aber nur noch der, der es sich privat auch leisten kann."
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