In dieser Ausgabe

  • EDITORIAL | Dr. Ulf Riker | 2. Vorsitz
  • POLITIK | Grüne-Bundesdelegiertenkonferenz votiert gegen Homöopathie
  • DZVhÄ-KONGRESS 2026 | Die Anmeldung ist am 18. November gestartet
  • MEDIEN | Medical Tribune tappt in die 'Confirmation Bias' Falle
  • SOCIAL MEDIA | Post des Monats
  • FORTBILDUNGEN | Save the Dates
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EDITORIAL

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

eine große Mehrheit der Delegierten hat am 28.11. auf der Delegiertenversammlung der GRÜNEN für einen Antrag gestimmt, der darauf abzielt, Homöopathie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu eliminieren. Die Begründung gipfelte in der marktschreierisch vorgetragenen, hanebüchenen Forderung „Wissenschaft statt Wünschelrute“! Es war die Rede von „evidenzbasierter Politik“, der sich die GRÜNEN angeblich verpflichtet fühlen, eine sachliche Auseinandersetzung mit der tatsächlichen Evidenzlage zur Homöopathie hat aber offenkundig bei den Antragstellern nicht stattgefunden und auch der Antrag auf Bildung einer Arbeitsgruppe mit Homöopathie-Experten zur abschließenden Bewertung wurde abgelehnt.
Lesen Sie herzu auch weiter unten die bereits veröffentlichte Pressemitteilung des DZVhÄ.

Unsere zweite Delegiertenversammlung in diesem Jahr fand am Wochenende 22./23. November online statt und wir können sagen: Wir gehen gestärkt aus diesem Treffen! Ein großes Dankeschön an dieser Stelle all jenen, die sich als Vorstände und Delegierte immer wieder mit Sachverstand und Leidenschaft für die ärztliche Homöopathie in Deutschland einsetzen und dafür ihre Freizeit opfern!
Zum Gelingen hat ohne Zweifel die freundlich-charmante Moderation unserer 1. Vorsitzenden Mona Kölsch beigetragen. Vor allem aber hat ein sehr solider Finanzbericht unseres Schatzmeisters Gerhard Antrup nicht nur konkrete Fragen erschöpfend beantwortet, sondern uns auch gezeigt, dass wir unsere weiteren Aktivitäten als Berufsverband auf derzeit stabiler finanzieller Grundlage planen können.

Daraus resultiert ohne Zweifel aber auch, dass wir uns mit besonderem Engagement um unseren jüngeren ärztlichen Nachwuchs kümmern müssen: Die Alterung in unserer Gesellschaft geht naturgemäß auch an uns nicht spurlos vorüber! Kollegin Anna Gerstenhöfer hat hier zusammen mit Sigrid Kruse in wenigen Jahren Enormes geleistet, um die Homöopathie an den medizinischen Fakultäten präsent zu halten. Aber auch „fertige ÄrztInnen“ müssen wir mehr denn je neugierig machen auf eine Heilmethode, die gerade auch dort Chancen bietet, wo es im Praxisalltag zu Therapienotständen oder einer Übertherapie mit nebenwirkungsträchtigen Medikamenten kommt. Hier sollten wir alle – jede und jeder mit ihren / seinen Möglichkeiten – Kontakte in ärztliche Fachgesellschaften knüpfen, damit wir zeigen können, wo wir unter Umständen homöopathisch ergänzen oder therapeutische Lücken füllen können.

Die Delegiertenversammlung hat aber auch deutlich gemacht, wie viel kluge Köpfe, wie viel Ideen und ganz konkrete Einsatzbereitschaft wir in unseren Reihen haben! Lassen Sie uns gemeinsam diese Energien bündeln, die informelle und tatkräftige Zusammenarbeit über Landesverbandsgrenzen hinweg ausbauen! Oder um es mit Pippi Langstrumpf zu sagen: Der Sturm wird immer stärker? Macht nix, wir auch!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen eine friedliche Adventszeit! Denken wir dabei auch an all diejenigen, die in verschiedenen anderen Teilen der Welt nicht so viel Glück haben wie wir und jeden Tag um Frieden bangen und um ihre Unversehrtheit und oft das nackte Überleben kämpfen müssen!

Beste Grüße aus Ihrem DZVhÄ-Bundesvorstand,

Dr. Ulf Riker, 2. Vorsitz
POLITIK

Grüne-Bundesdelegiertenkonferenz votiert gegen Homöopathie

Auf der Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) von Bündnis 90/Die Grünen (28.–30. November 2025) wurde unter dem Tagesordnungspunkt ‚Vermischtes‘ über die Grüne Haltung zur Homöopathie in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgestimmt. Die Delegierten stellten sich am Abend des 28.11. hinter einen Antrag, der das Aus der Homöopathie im GKV-System besiegeln soll.

Die Antragsbegründung ist in keinem einzigen Punkt stichhaltig: sie ignoriert umfangreiche Forschungsergebnisse, ignoriert Erfahrungen zahlloser PatientInnen und ÄrztInnen, missachtet die Kosteneffizienz, ist reine Symbolpolitik und widerspricht dem eigenen grünen Parteiprogramm. Denn das Selbstbestimmungsrecht der Patientinnen und Patienten wird auf dem Umweg über die Erstattungspraxis ausgehebelt und führt bestenfalls zu einer homöopathischen Zwei-Klassen-Medizin, ohne dass dadurch auch nur ein einziges notwendiges Reformprojekt für unser Gesundheitssystem realisiert würde.

„Es kann nicht Aufgabe der Politik sein, die wissenschaftliche Relevanz von medizinischen Therapieoptionen zu beurteilen. Erst recht dann nicht, wenn die Faktenlage gar nicht oder nur selektiv Berücksichtigung findet“, kommentiert Monika Kölsch, 1. Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) das Abstimmungsergebnis.
Die medizinethische Forderung des „Nicht Schadens“ wäre unter Umständen das einzige tragfähige Argument, das ein Interventionsrecht der Politik (Patientenschutz) begründen könnte. Es existieren aber keine belastbaren oder relevanten Daten, die belegen würden, dass Homöopathie in ärztlicher Hand zu Verzögerung einer anderen notwendigen Therapie führt und dadurch Patienten schadet.

Monika Kölsch: „Zum Glück hat diese Entscheidung weder eine unmittelbare Auswirkung auf unsere Praxen noch für unsere Patienten. Auch teilen nicht alle GRÜNEN-Mitglieder die Ansichten der Antragsteller und setzen sich weiterhin für ein patientenzentriertes und pluralistisches Medizinsystem ein.“
DZVhÄ-Kongress 2026

Die Anmeldung ist am 18. November gestartet

Seit dem 18. November ist die Anmeldung zum 2026er-Kongress eröffnet. Seien Sie dabei, lernen Sie von Expertinnen und Experten und tauschen Sie sich mit Kolleginnen und Kollegen aus. Die Homöopathie eröffnet neue Perspektiven für die medizinische Versorgung – in der Praxis wie in der Klinik, im Stall und sogar auf dem Feld. Der Kongress des DZVhÄ in Kooperation mit WissHom bietet Antworten auf drängende medizinische und gesundheitspolitische Fragen und vermittelt evidenzbasiertes Wissen, das sich direkt im Praxisalltag anwenden lässt. Auch bietet der Kongress aktuelles Wissen aus der Wissenschaft.
Melden Sie sich jetzt an und profitieren Sie vom Frühbucherrabatt. Erste Informationen zu Ablauf, Hotels und Referent/innen finden Sie auf der Kongresswebsite: www.homoeopathie-kongress.de.
Medien

Medical Tribune tappt in die 'Confirmation Bias' Falle

Am 7. November brachte die Medical Tribune ein Inteview mit Dr. Janos Hegedüs, Internist und bekannter Homöopathie-Skeptizist. Abgearbeitet wurden die allseits bekannten Narrative von 'Placebo' bis 'gefährlich'. Behauptet wurde viel - belegt wurde nichts.
Dr. Ulf Riker, ebenso Internist und 2. Vorsitzender des DZVhÄ hat eine Replik auf diesen Beitrag verfasst. Er schreibt: "Das Auswahlkriterium war erkennbar, Informationen so zu suchen und zu interpretieren, dass sie den mutmaßlich
vorbestehenden redaktionellen Überzeugungen und Erwartungen entsprechen. – Im Wissenschaftsbetrieb nennt man das Confirmation Bias. Die Antworten decken sich auf recht banale und teilweise infantilisierende Weise mit den Narrativen der gegen Homöopathie zu Felde ziehenden Skeptikerbewegung." Zum Beitrag.
Praxis

DZVhÄ-Reihe schildert repräsentative Praxissituationen

In dieser Praxis-Reihe schildern erfahrene
homöopathisch tätige Ärztinnen und Ärzte
kompakt und repräsentativ Praxissituationen.
Es wird gezeigt, wie homöopathisch
ausgebildete Ärztinnen und Ärzte arbeiten,
so werden Erfolge nachvollziehbar. Zielgruppe der Texte sind vor allem Ärztinnen und Ärzte mit wenig oder gar keiner Erfahrung mit Homöopathie.
➡️ Erste Fälle sind veröffentlicht:
www.dzvhae.de/homoeopathie/praxis
➡️ Machen Sie mit und schicken Ihre Beiträge an: dr.riker@posteo.de.
Initiative 'Gesunde Vielfalt'

Experten-Wissen: Homöopathie bei chronischen Erkrankungen

Die Initiative 'Gesunde Vielfalt' (GeVi) sprach mit Expertinnen und Experten über ihre Erfahrungen der Integrativen Medizin - speziell der Homöopathie - bei chronischen Erkrankungen. Die Gesprächspartner waren: Prof. Dr. Dr. Diana Steinmann, Med. Hochschule Hannover, Robert Schmidt, Chefarzt des Krankenhauses für Naturheilweisen München und Stefan Reis, Heilpraktiker und im Vorstand des VKHD. Zentrale Aussagen sind:
Prof. Dr. Dr. Diana Steinmann: „Wie mit anderen integrativmedizinischen Verfahren auch können wir mit der Homöopathie manchmal überhaupt erst erreichen, dass Patienten die erforderliche konventionelle Therapie bis zum Ende fortsetzen.“
Robert Schmidt: „Gerade bei chronischen Erkrankungen, gegen die die konventionelle Medizin allein noch keine ideale Lösung gefunden hat, ist die Homöopathie eine gute Möglichkeit, die zudem noch Folgekosten einsparen kann.“
Stefan Reis: „Meine Aufgabe als Homöopath ist es auch, das Vertrauen in die
Selbstheilungskräfte wieder herzustellen und das Gefühl der Patienten, wieder ,Kapitän auf dem eigenen Schiff‘ zu sein.“

Zum Beitrag.
POSTS DES MONATS

SOCIAL MEDIA

DZVhÄ-Kommentar am 26. November zu einem Antrag zur Grünen Bundesdelegiertenkonferenz:
Die Antragsbegründung ist in keinem einzigen Punkt stichhaltig:
Sie
  • ignoriert umfangreiche Forschungsergebnisse
  • ignoriert Erfahrungen zahlloser Patient*innen und Ärzt*innen
  • missachtet die Kosteneffizienz
  • ist reine Symbolpolitik
  • widerspricht dem eigenen grünen Parteiprogramm
Der Kommentar steht auf der DZVhÄ-Webseite.
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Fortbildungen

Einen Überblick über alle Fortbildungen erhalten Sie im DZVhÄ-Veranstaltungskalender. Auch der quartalsweise erscheinende DZVhÄ-Veranstaltungsnewsletter enthält eine große Bandbreite an Veranstaltungen. An dieser Stelle eine kleine Auswahl:
Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V. (DZVhÄ)
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesgeschäftsstelle
Binzstr. 51
13189 Berlin

Tel: 030 - 325 97 34 13
Fax: 030 - 325 97 34 19

E-Mail: info@dzvhae.de
www.dzvhae.de
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