In dieser Ausgabe

  • EDITORIAL | Mona Kölsch und Dr. Ulf Riker | 1. und 2. Vorsitz
  • DZVhÄ-BRIEF I: BVOU-Vorsitzender betreibt Ärzte-Bashing
  • DZVhÄ-BRIEF II: GKV-Chef Oliver Blatt vergreift sich an der Homöopathie
  • AUS DER PRAXIS: Schenken Sie dem DZVhÄ eine Stunde Zeit
  • DZVhÄ-PODCAST: Neuer DZVhÄ-Podcast erscheint im Oktober
  • VERBANDSPOLITIK: Hartmannbund begeht sein 125-jähriges Jubiuläum
  • GESUNDE VIELFALT: Grüner Minister setzt sich für Integrative Medizin ein
  • NEWS | Aktuelles kurz & knapp
  • SOCIAL MEDIA | Post des Monats
  • FORTBILDUNGEN | Save the Dates
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EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser,

es sind unruhige Zeiten im deutschen Gesundheitswesen.
Während oft von Digitalisierung und Modernisierung die Rede ist, bleiben viele wichtige Thema in der Medizin – die ethische Verantwortung im Selbstverständnis der Ärztinnen und Ärzte, in Diagnostik und Therapie, die Notwendigkeit echter Prävention und nicht zuletzt die Option, durch Homöopathie die Kosteneffizienz medizinischer Versorgung zu verbessern – auf der Strecke.

Diese Themen gehören aber zusammen. Denn ohne ethische Orientierung verkommt Medizin zur reinen materialistischen Dienstleistung. Ohne Prävention versorgen wir Symptome und nicht die Ursachen. Und ohne Blick auf Ressourcenschonung beim Patienten, aber auch bei den medizinischen Berufen laufen wir Gefahr, unser System ökonomisch und menschlich zu überlasten.

Die Homöopathie ist allein schon durch die Methode werteorientiert und hat auch etwas zur Prävention beizutragen. Wir leben dies bereits und sehen die Kostenreduktion in unseren Praxen. Allein dadurch, dass wir zum Beispiel auf konventionelle Arzneien entweder verzichten oder ihren Gebrauch zumindest reduzieren können.

Der Wandel hat längst begonnen. Die Homöopathie muss ihren Platz als integrative und vorausschauende Heilmethode im Gesundheitswesen behaupten.
Lassen Sie uns daran arbeiten.
Mona Kölsch, 1. Vorsitzende und Dr. Ulf Riker, 2. Vorsitzender
DZVhÄ-BRIEF I

BVOU-Vorsitzender betreibt Ärzte-Bashing

In einer Pressemitteilung am 20. August 2025 unterstellt der Bundesverband der Orthopäden und Unfallchirurgen (BVOU) der Homöopathie, sie entbehre jeder wissenschaftlichen Grundlage. Der Verband tut dies um abzulenken, da eine von Orthopäden oft genutzte IGEL-Leistung durch den medizinischen Dienst kritisiert wurde.
Der DZVhÄ erwidert: Es steht uns als (Fach-)Ärzten mit Zusatzqualifikation Homöopathie nicht zu, potenzielle Nebenwirkungen, Komplikationen oder überhaupt einen relevanten Therapieeffekt von Hyaluronsäure bei bestimmten Indikationen zu beurteilen. Genauso wenig steht es Orthopäden oder Unfallchirurgen zu, ohne entsprechende Kompetenz oder Erfahrung Stellung zur Wirksamkeit der Homöopathie zu nehmen. Auf die Frage, auf welche Quellen der BVOU seine Aussage stützt, kam keine Antwort.
DZVhÄ-BRIEF II

GKV-Chef Oliver Blatt vergreift sich an der Homöopathie

In einem Interview mit dem Handelsblatt sagt der neue GKV-Spitzenverbands-Chef Oliver Blatt, die Homöopathie sei entbehrlich.
Der DZVhÄ schreibt Oliver Blatt: Es geht nicht nur um finanzielle Fragen, sondern ebenso um Fairness im kommunikativen Umgang, um Vorurteilslosigkeit, um die Wahr­nehmung aktueller wissenschaftlicher Entwicklungen und nicht zu­letzt um die Interessen von Patientinnen und Patienten.

Zur Informationen hat der GKV-Chef faktenbasierte Informationen zur Homöopathie in Praxis und Wissenschaft erhalten - und ein Gesprächsangebot.
AUS DER PRAXIS

Schenken Sie dem DZVhÄ eine Stunde Zeit

Wir haben in unseren Reihen zahlreiche hochkarätige und praxiserfahrene Kolleginnen und Kollegen, die bei ihren PatientInnen täglich mit Leidenschaft und auf hohem Niveau Homöopathie einsetzen und therapeutische Erfolge erzielen.

Wir haben aber auch KollegInnen aus dem Bereich der konventionellen Medizin, die uns teilweise kritisch, abschätzig oder misstrauisch gegenüberstehen. Aber vermutlich gibt es auch „offene“ VertreterInnen unserer Zunft, und diese gilt es zu gewinnen.

Wenn wir regelmäßig kompakte und repräsentative Praxissituationen präsentieren, dann können wir zeigen, wie wir arbeiten, können unsere Erfolge nachvollziehbar machen und erklären, können jüngere ÄrztInnen neugierig machen.
Wie könnte das aussehen?
Beschreiben Sie zentrale Aspekte aus Anamnesen und zeigen modellhaft, wie wir in konkreten Situationen vorgehen. Wie übersetzen wir Patientenaussagen in die Sprache des Repertoriums und wie gehen wir mit Heilhindernissen um? Welche Überlegungen stellen wir hinsichtlich der Wahl einer geeigneten Potenz an und welche Hilfestellung gibt uns das Repertorium? Wie differenzieren wir zwischen zwei in Frage kommenden Arzneien und welche Aspekte im Follow-up sind besonders zu beachten?
Eine solche Modell-Situation hat Dr. Ulf Riker aus seiner internistischen Praxis verfasst, die Sie hier finden: www.dzvhae.de/homoeopathie/praxis. Ihre Beiträge schicken Sie bitte an dr.riker@posteo.de.
DZVhÄ-PODCAST

Neuer DZVhÄ-Podcast erscheint im Oktober

Die 10. Folge der DZVhÄ-Podcast-Reihe wendet sich an Hebammen und ärztliche GeburtshelferInnen. Das Thema: Homöopathie in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Dr. med. Ruth Dörfel, Oberärztin an der Filder-Klinik, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Ingeborg Stadelmann, Hebamme und Autorin aus Wiggensbach im Allgäu und die Allgemeinmedizinerin Dr. med. Angelika Czimmek aus Bocholt beleuchten in dieser Folge alle Aspekte der Homöopathie in diesem Themengebiet.
„Der Homöopathie-Podcast“ des DZVhÄ kann direkt auf der DZVhÄ-Webseite gehört werden. Wenn Sie keine neue Folge verpassen möchten, dann können Sie den Podcast auf allen gängigen Podcast-Plattformen hören und abonnieren: Spotify, Apple Podcasts, podimo, Deezer, Youtube Music, Youtube und vielen mehr.
VERBANDSPOLITIK

Hartmannbund begeht sein 125-jähriges Jubiläum

In der Alten Börse zu Leipzig beging der Hartmannbund unweit seines Gründungsortes am 13. September 2025 sein 125-jähriges Gründungsjubiläum. Der DZVhÄ gratuliert dazu ganz herzlich.
In den Gastreden in diesem würdevollen Ambiente skizierten die Gastredner die Gründungsgeschichte des Hartmannbundes, sein Verhalten und Rolle in der NS-Zeit, die Nachkriegsjahre und schließlich gab es einen gesundheitspolitischen Ausblick in die nahe Zukunft. Es wurde deutlich, dass sich der Hartmannbund von Anfang an und auch weiterhin als Berufsverband für alle Ärztinnen und Ärzte versteht und sich entsprechend in allen Themenfeldern der Gesundheitspolitik intern wie auch nach außen positioniert und äußert.
Folgerichtig gibt es die satzungesmäße Möglichkeit, als ärztlicher Berufsverband korporatives Mitglied mit einem kleinen Mitspracherecht im Hartmannbund zu werden. Dies wurde dem DZVhÄ vor knapp 20 Jahren ermöglicht und wir nutzen seitdem immer wieder gerne den persönlichen und direkten Austausch mit dem Hartmannbund. Wir wünschen uns sehr, dass dieses gute Verhältnis auch über die nächsten Jahrzehnte bestehen bleibt.

Helge Seifert
"GESUNDE VIELFALT"

Grüner Minister setzt sich für Integrative Medizin ein

Manfred „Manne“ Lucha (Die Grünen) ist seit 2016 Minister für Soziales, Gesundheit und
Integration in Baden-Württemberg und vertritt den Wahlkreis Ravensburg im Landtag. Als
Schirmherr des Kompetenznetzes Integrative Medizin (KIM) in seinem Bundesland setzt er sich
für das Miteinander von konventioneller und komplementärer Medizin ein.

In einem Beitrag der Initiative "Gesunde Vielfalt" wird Luchas Einsatz für die Integrative Medizin gewürdigt. Der Politiker sieht großen Bedarf darin, die Integrative Medizin weiter zu erforschen und den Menschen zur Verfügung zu stellen. "Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Ergebnisse in die Regelversorgung zu überführen", so Manne Lucha. Dazu sei etwa die Einrichtung eines Lehrstuhls für Naturheilkunde und Integrative Medizin an der Universität Tübingen unterstützt worden, um die Erforschung komplementärmedizinischer Verfahren zu fördern.

Die Initiative „Gesunde Vielfalt“ ist ein unabhängiger Zusammenschluss von Expertinnen und
Experten unterschiedlicher Therapieformen. Ihr Ziel ist, das Zusammenwirken von
konventionellen und komplementären Therapien – die Integrative Medizin – stärker in den
Vordergrund der Diskussion zu rücken, um notwendige Verbesserungen des
Gesundheitssystems anzustoßen. Zur "Gesunden Vielfalt"

NEWS

Aktuelles kurz & knapp

Landesverband Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland

Nach den Vorstandsneuwahlen des Landesverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland im vorigen Jahr und der erfolgreichen Konstituierung eines Teamvorstandes wurde nun zu einer ersten Fortbildung in Frankfurt a.M. eingeladen. Themenkomplex „Homöopathie und Palliativmedizin“.
  • Dr. med. Thorsten von Gazali, Hausarzt, Homöopath und Palliativmediziner aus Linsengericht (Osthessen), berichtete über seine langjährige Arbeit in einer Pflegeeinrichtung mit 200 Betten, die auch eine Wachkomastation und eine beschützende gerontopsychiatrische Wohngruppe umfasst.
  • Prof. Dr. Dr. med. Diana Steinmann, Fachärztin für Strahlentherapie an der Uniklinik Hannover und dort in einer palliativmedizinischen Einheit mit komplementärmedizinischen Forschungsfragen betraut, ging auf die Möglichkeiten interdisziplinärer Herangehensweisen ein und belegte ihren Vortrag zu Homöopathie, Cannabis, Misteltherapie, Wickeln und Auflagen mit Studienergebnissen.
  • Dr. med. Anna Gerstenhöfer, homöopathische Hausärztin in Marburg, brachte einen eindrucksvollen Langzeitfall einer jungen Mutter mit metastasierendem Mammakarzinom.
Die hybride Veranstaltung fand großes Interesse bei mehr als 50 teilnehmenden Ärztinnen und Ärzten! Fortbildungspunkte wurden durch die LÄK-Hessen bewilligt.
POSTS DES MONATS

SOCIAL MEDIA

Am 3. September postete das DZVhÄ-Presseteam ein Video mit dem Begleittext:
Homöopathie in der Onkologie: sinnvoll und wirksam.
In einer homöopathischen Klinik in der Schweiz wird sie begleitend zu konventionellen Therapien eingesetzt.

Dr. Malchow, Facharzt für Innere Medizin, spricht über die Ziele:
  • Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie lindern
  • Lebensqualität verbessern
  • emotionale Belastungen auffangen
Es zeigt sich: Die Kombination aus konventionellen Therapien und Homöopathie führt zu besseren Behandlungsergebnissen und kann die Prognose und Lebensqualität von Patient*innen verbessern.
Informieren auch Sie sich auf Facebook, Instagram, LinkedIn oder X (ehemals Twitter)
über Homöopathie und die Positionen des DZVhÄ?
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SAVE THE DATES

Fortbildungen

Einen Überblick über alle Fortbildungen erhalten Sie im DZVhÄ-Veranstaltungskalender. Auch der quartalsweise erscheinende DZVhÄ-Veranstaltungsnewsletter enthält eine große Bandbreite an Veranstaltungen. An dieser Stelle eine kleine Auswahl:
Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V. (DZVhÄ)
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesgeschäftsstelle
Binzstr. 51
13189 Berlin

Tel: 030 - 325 97 34 13
Fax: 030 - 325 97 34 19

E-Mail: info@dzvhae.de
www.dzvhae.de
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